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DIe EVENTS DES IFH KÖLN
10. Februar 2022

Innenstädte und innerstädtischer Handel stehen unter Druck – seit Beginn der Coronapandemie mehr denn je: Lockdowns, Restriktionen und Infektionsängste haben die Besucherfrequenzen und Umsätze in den Innenstädten erodieren lassen. Hinzu kommen nachhaltige Veränderungen im Konsumentenverhalten – insbesondere die zunehmende Onlineisierung des Konsums. Die Folgen dieser Entwicklungen sind für Innenstädte und Innenstadthandel bisweilen dramatisch: Dem auf Berechnungen des IFH KÖLN beruhenden Handelsszenarios 2022 des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge nimmt die Anzahl der Geschäfte weiter stark ab und vor allem kleinbetriebliche Fachhändler verlieren an Bedeutung. Aber auch Filialisten und Fachmärkte können sich teilweise nur mit Filialschließungen behaupten, von der drastischen Ausdünnung der Filialnetze im Warenhausbereich ganz zu schweigen. Die zentralen Standorte, deren Geschäftsmodell auf hohe Frequenzen ausgerichtet ist, leiden besonders stark unter den sinkenden Kundenzahlen in den Innenstädten.

Auf Frequenz- und Umsatzeinbrüche folgen häufig Geschäftsaufgaben und Leerstände bis hin zu umfassenden Trading-Down-Prozessen, an deren Ende nicht selten die Verödung einzelner Einkaufsstraßen oder sogar ganzer Innenstädte steht. In der Wahrnehmung der Konsument:innen haben schon heute viele Innenstädte an Attraktivität und Anziehungskraft verloren.

Sorgenkind Innenstadt zwingt die Politik zum Handeln

Und so ist es zu begrüßen, dass vielerorts ein Bewusstsein dafür entstanden ist, dass sich in den Innenstädten etwas ändern muss: Viele Kommunen sind bereits auf dem Weg, ihre Innenstädte vor dem Hintergrund der sich wandelnden Rahmenbedingungen neu zu gestalten, neu zu bespielen und neu zu organisieren. Auch der Bund und die Länder leisten ihre Beiträge dazu, dass dem Druck zum Handeln auch Taten folgen (können und müssen!). Unser neues Förderprojekt „Stadtlabore für Deutschland“ oder auch das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ sind gute Beispiele dafür, dass die Dringlichkeit der Problematik auch bereits in der Politik angekommen ist.

Grafik von der Wahrgenommenen Attraktivität deutscher Innenstädte in den letzten Jahren

Wie können Städte an den richtigen Stellen reagieren?

Doch an welchen Stellschrauben gilt es im Einzelfall konkret zu drehen, um die Innenstadtattraktivität zu erhöhen und an der Standortbelebung strategisch zu arbeiten? Wo liegen Stärken und Schwächen der jeweiligen Innenstadt und welche Maßnahmen sind erfolgsversprechend? Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen liefert unsere renommierte Untersuchungsreihe „Vitale Innenstädte“ . Schon heute greifen zahlreiche Kommunen bei der Konzeptentwicklung, Fördermittelbeantragung und Erfolgskontrolle auf die stadtspezifischen Ergebnisse der Untersuchungsreihe zurück. Beispielsweise, wenn es um die Erfassung von Besucherstrukturen und -motiven, die Schwachstellenanalyse oder die wahrgenommene Aufenthaltsqualität und den Erlebniswert geht.

Die Erhebungen zur nächsten Auflage der „Vitalen Innenstädte“ starten im Herbst 2022. Schwerpunktthema der diesjährigen Ausgabe wird die Multifunktionalität von Innenstädten sein – dem Topthema also, wenn es um die Zukunft der Innenstädte geht. Denn eines sehen wir in unseren Analysen und Engagements in verschiedenen Projekten rund um Stadtentwicklung und Strukturwandel ganz klar: Innenstädte müssen von monofunktionalen Einkaufsräumen zu multifunktionalen, sauberen, sicheren und grünen Lebensräumen entwickeln werden, um zukünftig noch zu bestehen.

Banner von der Anmeldung zur Studienreihe Vitale Innenstädte

Hier geht es zur Auswertung der 2020er-Studie „Vitale Innenstädte“.

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