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16. Januar 2023

Seit 2014 analysieren wir mit unserer deutschlandweiten Passantenbefragung „Vitale Innenstädte“ regelmäßig die Attraktivität von Stadtzentren hierzulande – und zwar aller Größenordnungen. Nach der „Corona-Befragung“ vor zwei Jahren sind wir bei der aktuellen und fünften Veröffentlichung besonders gespannt, ob sich die Abwärtsspirale durch die Coronapandemie und damit verbundene Frequenzverluste gelegt hat.

Nicolaus Sondermann betreut die Studie am IFH KÖLN – auch als sie noch vor 13 Jahren als BAG-Kundenverkehrsuntersuchung bekannt war. Vor der offiziellen Veröffentlichung am 8. Februar hat er uns vorab einige Fragen zur 2022er-Studie beantwortet.

Die letzte Veröffentlichung unserer Flaggschiff-Studie „Vitale Innenstädte“ vom Februar 2021 war an besondere Herausforderungen geknüpft. Die Passantenbefragungen liefen mitten in der zweiten Corona-Welle im Herbst 2020. Aber auch 2022 haben wir wieder unter schwierigen Rahmenbedingungen befragt – wie lief die Befragung hinter den Kulissen ab?

Die Untersuchung ‚Vitale Innenstädte‘ brachte für uns 2022 zahlreiche neue Herausforderungen, die in der Planungsphase noch nicht absehbar waren. Nach einer zunächst überraschend schleppenden Rückmeldung seitens der Städte zeigte sich mit zunehmendem Anmeldungsstand, dass die meisten Städte auf unser Zusatzangebot, der Vermittlung von Interviewern, gerne zugriffen. Das bedeutete aber, dass die bisher hierzu eingeplanten Kapazitäten nicht ausreichten. Ähnlich wie z.B. in der Gastronomie oder anderen Wirtschaftsbereichen standen in der Nach-Corona-Phase bei stark steigender Nachfrage nach der Befragungsleistung spürbar weniger Interviewer zur Verfügung.

Um aber die Qualität der Befragung in allen teilnehmenden Städten sicherzustellen, bei gleichzeitig knapper Personalkapazität, haben wir deshalb den Befragungszeitraum ausgedehnt, auch vor dem Hintergrund, dass die Vergleichbarkeit gewährleistet ist.

Die Feldphase hat somit 2022 deutlich länger gedauert als geplant, wir konnten aber die angestrebte Interviewzahl in allen Städten erreichen. In der Summe haben wir damit mit rund 69.000 Interviews einen neuen Höchststand bei der Zahl der Interviews insgesamt.

Trotz aller Schwierigkeiten: Wir haben uns über rege Teilnahme der Städte gefreut!

Ja, es war ein weiter Weg dorthin, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Phase der Gewinnung von Teilnehmerstädten noch genau in der Pandemiephase lag und viele Städte andere Probleme hatten, als sich für eine Passantenbefragung im kommenden Jahr zu interessieren. Deshalb kam der Durchbruch bei den Anmeldezahlen auch später als in den Vorjahren. Mit 111 Teilnehmerstädten liegen wir auch über dem Stand von 2020, was uns besonders freut!

Vor allem bei den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern sind wir in diesem Jahr sehr gut aufgestellt mit 11 von 14 möglichen Teilnehmern. Das sind hier die Städte Berlin (City West), Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Nürnberg, Stuttgart.

Aber auch die kleineren Städte sind bundesweit wieder gut vertreten, so dass wir alle Ortsgrößen und Regionen wieder gut abbilden können.

Da sind nun ja auch einige Wiederholungstäter dabei. Das ist ja das besonders interessante an der Studie, wenn Städte die Veränderung bzw. eine Zeitreihe der Befragungen nachzeichnen können.

Ja, die meisten Städte sind bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei. Dort ist die Teilnahme inzwischen als kontinuierliches Monitoring in der Planung fest verankert. Viele Städte haben durch die Ergebnisse der Studie auch konkret Themen in ihrer Stadt angegangen. Da ist es dann natürlich besonders interessant, zwei Jahre später zu sehen, ob die gewünschten Ergebnisse in der Passantenwahrnehmung auch eingetreten sind.

Wir betrachten in der Studie auch immer besondere Highlight-Themen. Vor zwei Jahren war das die Coronapandemie und die Folgen von Zugangsbeschränkungen bzw. Lockdowns im stationären Handel. Was ist das Fokusthema 2022 gewesen?

Neben verschiedenen Themen, die wir im Zeitablauf kontinuierlich abfragen, gibt es immer ein neues Schwerpunktthema. 2022 waren es Fragen zu einem möglichen Nutzungsmix und der Bewertung neuer lokaler Angebote in der Innenstadt sowie zur Entwicklung der Attraktivität der Innenstadt aus Besuchersicht. Dem Thema Standort-Aufwertung und innovativen Ansiedlungskonzepten haben wir uns im letzten Jahr auch mit dem Projekt „Stadtlabore für Deutschland – Leerstand und Ansiedlung“ verschrieben. Ein topaktuelles Thema!

Die Auswertungen der Befragungsergebnisse laufen aktuell auf Hochtouren. Am 8. Februar veröffentlichen wir die Studie und die teilnehmenden Städte ihre Ergebnisse. Kannst du uns bereits etwas anteasern? Konnten die Städte die durch Corona bereits angefachte weitere Verödung abfangen? Oder eher das Gegenteil?

Wie in den vergangenen Jahren zeigt sich auch bei den Ergebnissen für 2022 wieder eine sehr große Bandbreite in den einzelnen Städten. Die Gesamtattraktivität erreicht sehr unterschiedliche Werte, auch die Einzelkriterien. Insgesamt scheinen die Werte aber relativ stabil im Vergleich zu 2020 zu sein, z.B. bei der bundesweiten Gesamtattraktivität, aber auch beim Einzelhandelsangebot.

Dennoch gibt es in zahlreichen Städten einiges zu tun.  Gezielte Standortkonzepte und Beratung für Städte und Kommunen bieten wir beim IFH KÖLN mit unserem Forschungsschwerpunkt rund um Innenstädte – auf Basis der Ergebnisse der ‚Vitalen Innenstädte‘ oder aber auch davon losgelöst – individuell an. Melden Sie sich gerne bei uns!

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