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16. März 2022

Der Markt für Bürowirtschaft hat schwierige Zeiten hinter sich. Die Corona-Pandemie hat den Markt in Teilbereichen schwer getroffen. Auch wenn das Jahr 2021 für eine leichte Erholung gesorgt hat, befindet sich der Gesamtmarkt, der sich aus Büromöbeln, PBS-Artikeln (Papier, Büroartikel, Schreibwaren), PC-Hardware und Software zusammensetzt, mit 57,5 Milliarden Jahresumsatz im Jahr 2021 deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019 (60,2 Mrd. Euro).

Der Markt war in beiden Jahren davon geprägt, dass viele Erwerbstätige aufgrund der Pandemie im Homeoffice tätig waren. Der Trend zu mehr Homeoffice existierte bereits vor der Pandemie, letztere hat die Entwicklung jedoch merklich beschleunigt. Zudem führte die Coronakrise dazu, dass auch Arbeitnehmer von zuhause aus arbeiteten, deren Arbeitgeber eigentlich gegen die Nutzung des Homeoffice waren. Laut einer vom IFH KÖLN (2021) für die Studie durchgeführten Befragung, liegt das aktuelle Homeoffice-Potenzial der Erwerbstätigen bei rund 55 Prozent. Heißt: Theoretisch eignet sich jeder Zweite Arbeitsplatz für das Arbeiten im Homeoffice. Ein Potenzial, dass in der Praxis auch in Coronazeiten nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Darin enthalten sind jedoch auch eine Reihe von Erwerbstätigen, deren Arbeitgeber dem Arbeiten im Homeoffice immer noch skeptisch gegenüberstehen (17 %).

Grafik vom Anteil der Erwerbstätigen, deren Beruf für Homeoffice infrage kommt

Infolge der Pandemie benötigten die Erwerbstätigen für ihr Homeoffice vermehrt Büromöbel und in geringerem Ausmaß auch PBS-Artikel. Die Arbeitsplätze, die vor der Pandemie ein oder zwei Mal die Woche genutzt wurden oder sporadisch zum Beginn der Pandemie möbliert wurden, genügten in vielen Fällen nicht den ergonomischen Ansprüchen der Erwerbstätigen, die nun bis zu fünf Tage die Woche von zuhause aus arbeiteten – eine neue Arbeitsrealität, die bis heute anhält.

Die (Ersatz-) Investitionen wurden nicht nur im ersten Pandemiejahr getätigt. Die Befragung hat gezeigt, dass die Erwerbstätigen ihre Anschaffungen von Büromöbeln nahezu konstant in den Jahren 2020, 2021 und 2022 (=Prognose) getätigt haben bzw. werden. Für 2022 sind hier also weitere Impulse für den Markt zu erwarten. Wobei die Investitionstätigkeit stark von den individuellen Rahmenbedingungen der Erwerbstätigen abhängt. Erwerbstätige, die über ein eigenes Arbeitszimmer verfügen, und das ist die Mehrheit der Befragten, investierten 2021 bspw. die dreifache Summe im Vergleich zu Erwerbstätigen, die in der Küche, Ess-, oder Wohnzimmer arbeiten.

Grafik zu den Orten im Haus von welchen aus im Homeoffice gearbeitet wird

Im Fall der Büromöbel konnte die Nachfrage der Privathaushalte den Umsatzeinbruch der gewerblichen Nachfrage in 2020 etwas abfedern. Gleichzeitig trug die immer noch auf hohem Niveau befindliche private Nachfrage dazu bei, dass sich der Markt 2021 überproportional erholt hat und dass sich das Büromöbel-Marktvolumen als einziger Teilmarkt der Bürowirtschaft im Jahr 2021 wieder über dem Vorkrisenniveau befindet.

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