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Mit einem Umsatz von 19,9 Milliarden Euro hat der Möbelmarkt im vergangenen Jahr fast die 20-Milliarden-Euro-Marke erreicht. Dies gelang dem Markt zuletzt im Jahr 2003. Das Plus von 3,1 Prozent kann sich also sehen lassen. Das war in den vergangenen Jahren bei Weitem nicht immer so: Seit dem Tiefpunkt im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 mit einem Umsatz von rund 18,4 Milliarden Euro ist der Möbelmarkt durchschnittlich um nur 1,3 Prozent gewachsen.

Vertrieb: Fachhandel dominiert

Nach wie vor wird der Markt vom Fachhandel dominiert, denn hier wird gut drei Viertel der Möbeldistribution abgewickelt. Das restliche Viertel entfällt auf den sogenannten Zweitmarkt. Dieser besteht aus den Versendern, Internet-Pure-Playern, SB-Warenhäusern/Verbrauchermärkten, Bau- und Heimwerkermärkten, dem Direktvertrieb der Möbelindustrie und sonstigen Vertriebswegen.

Möbelmarkt wächst zukünftig nur noch online

Herausragende Wachstumsraten verzeichnet im Möbelmarkt vor allem der Onlinehandel. Hier wurde 2015 ein Volumen von über einer Milliarde Euro erreicht. Das entspricht einem Anteil von 5,7 Prozent am Gesamtmarkt.

In den zurückliegenden fünf Jahren wuchs der Onlinehandel mit Möbeln eher moderat – noch ist Online in der Möbelbranche nicht vollständig angekommen. Das ändert sich mit Blick in die (nahe) Zukunft jedoch in eindrucksvoller Weise: Der Möbelmarkt wächst zukünftig nur noch online! Die prognostizierten durchschnittlichen Wachstumsraten bis 2020 könnten kaum deutlicher ausfallen: Online liegt zweistellig im Plus, Offline bei einem knappen Minus. Laut IFH-Prognose wird die Möbelbranche 2020 online rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz machen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von fast 18 Prozent.

Küchenmöbel im Plus – Wohnzimmermöbel verlieren

Der Möbelmarkt umfasst insgesamt acht Marktsegmente, hinter denen überwiegend milliardenschwere Umsätze stehen. Das umsatzstärkste Segment ist der Küchenmöbelmarkt, genauer gesagt: der Markt für Küchenholz ohne Einbaugeräte, Zubehör und Montage. Dieser wuchs in den vergangenen Jahren erkennbar: Inklusive Einbaugeräten und Zubehör lag das Plus im Zeitraum 2011 bis 2015 bei 12 Prozent.

Hinter Küchenmöbeln reihen sich Polstermöbel, Schlafzimmer, Kleinmöbel und Wohnzimmer ein. Mit weitem Abstand folgen Bad-/Gartenmöbel sowie Jugendzimmermöbel.

Im Gegensatz zu Küchenmöbeln musste das Segment Wohnzimmer zwischen 2011 und 2015 einen deutlichen Umsatzrückgang verbuchen. Im Vergleich zu anderen Möbelteilmärkten sind Wohnzimmermöbel nicht mehr en vogué. Auf Basis des Marktvolumens aus dem Jahr 2005 – also knapp drei Milliarden Euro – dürften Wohnzimmermöbel am Ende des Prognosezeitraums (2020) eine knappe Umsatzmilliarde weniger aufweisen.

 

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