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©Photographee.eu_AdobeStock

2019 war ein durchaus erfolgreiches Jahr für den Wohnmöbelmarkt. Er hat, ebenso wie der Einrichtungsbedarf insgesamt, 2019 ein überraschendes und gleichzeitig beeindruckendes Ergebnis hingelegt. Doch der Druck auf den stationären Handel in der Möbelbranche steigt zunehmend. Das zeigt der neue Branchenfokus Möbel des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung.

Die Möbelbranche verzeichnet in den vergangenen zwei Jahren mit einem Anstieg des Gesamtmarktvolumens eine positive Entwicklung. Doch vor allem für die langfristige Entwicklung der Vertriebsstruktur des stationären Offlinehandels zeichnet sich auf der Umsatzbasis des gesamten Geschäftsfeldes Home & Interior ein fatales Ergebnis ab. Von noch 92,4 Prozent Marktanteil im Jahr 2000 fällt der stationäre Handel auf heute 61,1 Prozent zurück. Perspektivisch wird dieser Anteil bis 2024 noch weiter sinken.

Der Druck auf stationäre Offliner steigt

Der Möbelhandel hat sich lange Zeit in einer Art Refugium befunden und es breitete sich eine leicht trügerische Sicherheit früher gewohnter Marktverhältnisse aus. Aus Fachhandelsicht gab es eine überaus erfolgreiche und überproportional ausgebildete Kooperationskonstellation, die kleinen, mittelgroßen und auch größeren Händlern zu jahrelangen Skalierungseffekten verholfen hat. Dies mündete in der Folge in einen Marktanteil von rund vier Fünfteln.

Doch auch die Störfaktoren für das oben genannte Refugium erhöhen den Druck. Dabei fällt zuerst auf, dass die drei Marktführer mit unterschiedlichen Strategien fahren und die Distribution so auf unterschiedliche Wege dominieren. Die Nummer eins setzt auf die Beherrschung der gesamten Wertschöpfungskette, während Nummer zwei und drei die Kombination von internem und externen Wachstum verfolgen.

Ein genereller Störfaktor ergibt sich aber, wie in vielen anderen Branchen auch, durch den zunehmenden Anteil des Onlinehandels. Was früher noch modelltheoretisch war, ist heute durch den Onlinehandel Realität geworden: Dank der technischen Ausstattung mit schnellem Internet und Millionen Endgeräten besteht heutzutage eine vollkommene Informations- und Preistransparenz. Diese Transparenz entsteht auch dadurch, dass die Produkte immer und überall für jeden verfügbar geworden sind.

Wie reagiert die Möbelbranche?

Der Onlinevertrieb befindet sich weiter auf dem Vormarsch und wird sich in den kommenden Jahren weitere Marktanteile sichern. Der stationäre Möbelhandel steht unter Druck, denn auch in der Prognose bis 2024 wird er weiter Anteile verlieren. Viele Akteure des stationären Möbelhandels haben lange nicht an diesen Trend, der sich schon länger abzeichnet, geglaubt und die Entwicklungen nahezu gänzlich ignoriert. Doch ganz verschlafen hat der Möbelhandel ihn nicht, steigt doch der Onlineanteil des stationären Handels bei Home & Interior zunehmend an.

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