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Der Markt für Baby- und Kinderausstattung erreicht 2018 ein Volumen von 7,3 Milliarden Euro und wächst moderat um 50 Millionen Euro. Zielgruppen fokussieren vor allem preisattraktive Vertriebsformen. Ausgabebereitschaft stagniert seit 2017.

Eltern, Verwandte und Bekannte gaben 2018 insgesamt 7,3 Milliarden Euro für Baby- und Kinderausstattung (Altersgruppe 0 bis 12 Jahre) aus. Damit stieg das Marktvolumen minimal um 0,6 Prozent im Vergleich zu 2017. Das zeigt der neue „Branchenfokus Baby- und Kinderausstattung“ des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung.

Das Marktwachstum erscheint damit deutlich gebremst – in den Jahren 2012 bis 2016 betrug der durchschnittliche Zuwachs noch 2,5 Prozent pro Jahr. Vor allem die Bekleidungssegmente drückten mit einer schwachen Entwicklung zuletzt die Dynamik des Gesamtmarktes. Die Kernmärkte (klassische Hartware wie etwa Kinderwagen, Autokindersitze, Möbel) der Baby- und Kinderausstattung verzeichneten immerhin ein Plus von 1,3 Prozent.

Während die Zahl der Geburten auch 2018 wieder leicht stieg, stagnierten jedoch die Ausgaben pro Kind.

„Die abnehmende Wachstumsdynamik seit 2014 resultiert vor allem aus einer zuletzt zurückhaltenden Ausgabebereitschaft der Zielgruppe. Marktstabilisierend wirkte sich dagegen eine gestiegene Anzahl der Kinder aus. Insgesamt stieg der Umsatz im Betrachtungszeitraum von 2012 bis 2018 um 12,6 Prozent“, so Marktexperte Hansjürgen Heinick vom IFH KÖLN.

Preisattraktive Vertriebsformen drücken Marktpreise     

Die Vielzahl der Anbieter und die unterschiedlichen Vertriebsformen fördern darüber hinaus den Preisdruck im Markt für Baby- und Kinderausstattung. Der erhöhte Wettbewerb führt dazu, dass die Preise weiter gedrückt werden. Auch Eltern kaufen zunehmend preisbewusst ein. Die Ausgaben pro Kind sanken daher von rund 760 Euro (2017) auf 750 Euro im Jahr 2018.

„Käufer von Baby- und Kinderausstattung achten verstärkt auf Preise und orientieren sich tendenziell in Richtung preisattraktiver Vertriebsformen, was auch Auswirkungen auf den spezialisierten Fachhandel hat. Dabei kommt der Kommunikation, v. a. der digitalen Sichtbarkeit, eine immer wichtigere Rolle zu“, bestätigt Peter Frank, Senior Consultant bei der BBE Handelsberatung.

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