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1. Dezember 2020

Die Bundesregierung hat entschieden: Ab heute treten neue Maßnahmen in Kraft. Eine Verlängerung des sogenannten Lockdown Light, weitere Kontaktbeschränkungen und eine geringere Personenzahl in Geschäften sind da nur Beispiele. Somit betreffen die Einschränkungen auch den sowieso schon gebeutelten Handel, der nun lange Schlangen vor den Geschäften befürchtet – die Konsument*innen sehen dies jedoch etwas anders, wie der aktuelle Corona Consumer Check des IFH KÖLN zeigt.

Hygienemaßnahmen ja – Einhaltung manchmal nein

Während die Konsument*innen in den letzten Wochen vor dem Lockdown Light wieder häufiger Geschäfte aufgesucht haben, nimmt dieser Trend nun langsam wieder ab. Und auch das Shoppen und Stöbern in den Geschäften ist für viele Konsument*innen aktuell ein eher nachgelagerter Faktor. Dennoch zeichnet sich im stationären Handel auch ein positives Bild ab: Markierungen auf dem Boden, Desinfektionsspender am Eingang oder Plexiglasscheiben an den Kassen - die Händler haben gut vorgesorgt, damit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können.

Einhaltung Hygienemaßnahmen

Trotz der überwiegend guten Umsetzung der vorgeschriebenen gesetzlichen Maßnahmen zeichnet sich bei der Einhaltung dieser noch Nachholbedarf ab. Nicht immer werden diese Regelungen beachtet: Rund ein Viertel der Konsumentinnen und Konsumenten hat bei seinen Einkäufen Geschäfte vorgefunden, in denen diese Maßnahmen nicht eingehalten worden sind. Dies führt bei etwa einem Viertel der Konsument*innen zu Unsicherheit und Anspannung in den Geschäften.

Akzeptanz Wartezeiten Geschäfte

Mehr Schlangen vor den Geschäften?

Die bisherigen Regelungen werden ab heute zunehmend verschärft. Durch die Beschränkung auf höchstens eine Person pro zehn Quadratmeter bei einer Ladenfläche unter 800 Quadratmeter beziehungsweise höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter bei einer Ladenfläche über 800 Quadratmeter befürchtet der Handel nicht nur leere Geschäfte, sondern vermehrt lange Schlangen vor dem Eingang. Die Bereitschaft der Konsument*innen, sich in einer Schlange anzustellen, nur um in ein Geschäft zu kommen, sagt jedoch etwas anderes aus. Die überwiegende Mehrheit möchte Warteschlangen eher vermeiden. Insbesondere bei den älteren Konsument*innen ist diese Bereitschaft weniger ausgeprägt, wohingegen die jüngere Zielgruppe etwas mehr Geduld aufbringt. Es wird sich zeigen, wie sich die Situation in den Geschäften in den nächsten Tagen entwickeln wird.

Änderung Bezahlverhalten

Corona als Beschleuniger für kontaktloses Bezahlen

Die geltenden Hygienemaßnahmen in Zeiten der Pandemie haben aber auch in anderen Bereichen bei den Konsument*innen ein neues Bewusstsein geschaffen: Auch der Paymentsektor steht unter dem Einfluss der Coronakrise. Zwar hat sich bereits in den letzten Jahren ein Trend zum bargeldlosen Bezahlen hin entwickelt, die Pandemie verleiht dieser Entwicklung jedoch einen deutlichen Sprung. Insbesondere die kontaktlose Bezahlung mit Karte hat seit Beginn der Krise bei den Konsument*innen deutlich an Bedeutung gewonnen. Und auch das Smartphone integriert sich mehr und mehr in den Bezahlprozess der Konsumentinnen und Konsumenten.

Dennoch: Trotz der vermehrten bargeld- sowie kontaktlosen Zahlungen werden auch während der Coronakrise die meisten Einkäufe mit Bargeld bezahlt; zukünftig will jedoch etwa ein Drittel der Konsument*innen häufiger kontaktlos bezahlen. Es bleibt abzuwarten, wie stark die Coronakrise das Paymentverhalten der Konsument*innen nachhaltig beeinflussen wird.

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