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Auch in Zeiten der digitalen Transformation und der zunehmenden Bedeutung des Internets sind es Präsenzapotheken, die die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und sonstigen Medizinprodukten sicherstellen. Dies gilt sowohl in der Stadt, wo sich Apotheken zumeist in fußläufiger Entfernung voneinander befinden, als auch auf dem Land, wo Apotheken mitunter mehrere Kilometer voneinander entfernt liegen. Doch in welchem Ausmaß übernehmen Präsenzapotheken bestimmte Aufgaben innerhalb der Arzneimittelversorgung und wie groß sind Unterschiede zwischen Apotheken in der Stadt und auf dem Land? Diesen Fragen sind wir in der neuen IFH-Kurzstudie „Die Apotheke vor Ort – oft unterschätzt und doch unersetzlich“ auf den Grund gegangen.

Nacht- und Notdienste auf dem Land: Häufiger, aber weniger Umsatz als in der Stadt

In puncto Nacht- und Notdienste sind Landapotheker weitaus häufiger aktiv als ihre Kollegen in der Stadt. So verrichten Apotheken in Ortschaften mit weniger als 5.000 Einwohnern durchschnittlich 2,8 Nacht- und Notdienste pro Monat, während Apotheken in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern im Durchschnitt 1,2 Dienste der Sonderöffnungszeiten übernehmen.

Doch wie in jedem anderen Unternehmen sollte auch bei Apotheken ein besonderes Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit gerichtet werden, denn nur rentable Apotheken können ihrem Versorgungsauftrag auch mittel- bis langfristig nachkommen. Vor diesem Hintergrund ist beispielsweise aus dem Nacht- und Notdienstfonds oder anderen Instrumenten auch zu kompensieren, dass Landapotheken während der Nacht- und Notdienstzeiten im Regelfall weniger Kunden bedienen und entsprechend deutlich niedrigere Umsätze realisieren. In Zahlen ausgedrückt erwirtschaften Präsenzapotheken auf dem Land pro Nacht- und Notdienst nach eigenen Angaben durchschnittlich 40 Prozent weniger Umsatz als in der Stadt.

Botendienste: Flächendeckender Service mit besonders hohem Stellenwert auf dem Land

Während Logistikdienstleister und Versender vielerorts noch mit den steigenden Lieferanforderungen der Verbraucher, wie beispielsweise nach Same Day Delivery, kämpfen, ist eine Lieferung am Tag der Bestellung bei Arzneimitteln oft unabdingbar. Denn Patienten können meist nicht bis zum nächsten Tag oder sogar noch länger auf bestellte Medikamente zur Akutversorgung warten. In Präsenzapotheken sind Botendienste deshalb schon lange Standard: 96 Prozent von ihnen bieten ihren Kunden diesen Service an.

Neben der Dringlichkeit der Lieferung spielt dabei auch die Mobilität der Kunden und Patienten eine wichtige Rolle – besonders im ländlichen Raum, wo die nächste Apotheke mitunter mehrere Kilometer entfernt ist. So zeigen sich auch in der Auslastung und dem Angebot von Botendiensten in verschiedene Ortgrößenklassen deutliche Unterschiede: Während Apotheken in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern monatlich rund 135 Patienten beliefern, versorgen Präsenzapotheken im ländlichen Raum mit weniger als 5.000 Einwohnern im gleichen Zeitraum im Schnitt rund 196 Patienten per Botendienst. Zudem zeigt sich, je dünner das Apothekennetz ist, desto mehr Patienten werden von einer Apotheke per Arzneimittelbote beliefert.

Heimversorgung: Ländliche Apotheken überdurchschnittlich aktiv

Auch in Hinblick auf die Versorgung von Pflege- und Heimeinrichtungen kommt den ländlichen Apotheken eine überdurchschnittliche Bedeutung zu. Während in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern nur rund 39 Prozent der Apotheken auch Heime mit Arzneimitteln und sonstigen medizinischen Produkten versorgen, kommen in Orten mit bis zu 20.000 Einwohnern rund zwei Drittel der Präsenzapotheken dieser Aufgabe nach. Auch hier leisten also besonders die Apotheken in kleineren Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung mit Arzneimitteln.

Lessons learned

Präsenzapotheken leisten mehr als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Mit Blick auf die flächendeckende Arzneimittelversorgung der Bevölkerung gilt dies in besonderer Weise für Landapotheken. Entsprechend sind auch die (ökonomischen) Rahmenbedingungen der Präsenzapotheken im Allgemeinen und der Landapotheken im Speziellen so zu gestalten, dass eine rentable Apothekenführung ermöglicht wird. Das ist insbesondere für die Landapotheken wichtig, die im Durchschnitt jedoch vergleichsweise niedrige Umsätze realisieren.

Sie wollen mehr erfahren?

Für die Kurzstudie „Die Apotheke vor Ort – oft unterschätzt und doch unersetzlich. Was Präsenzapotheken für Patienten und das Gesundheitssystem leisten“ hat das IFH KÖLN unter Mitwirkung des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg e. V. Apotheken und Ärzte zu verschiedenen Leistungen der Präsenzapotheke sowie dem Kontakt zwischen Arzt und Apotheke befragt. Folgende Fragen stehen im Fokus:

  • Wie regelmäßig ist der Kontakt zwischen Ärzten und Apotheken?
  • Wie häufig und frequentiert werden Nacht- und Notdienst angeboten und welche Bedeutung haben die Sonderöffnungszeiten für Präsenzapotheken?
  • Wie flächendeckend werden Botendienste durch Präsenzapotheken angeboten und genutzt?
  • Wie wichtig sind Präsenzapotheken in Hinblick auf die Heimversorgung mit Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten?
  • Welche Rolle spielen Rezepturen, Applikationshilfen, Messgeräte und Ähnliches?
  • Wie unterscheiden sich ländlich gelegene Präsenzapotheken von Präsenzapotheken mit Stadtlage?

Laden Sie sich die gesamte Kurzstudie hier kostenfrei herunter!

  • pdfKurzstudie zum Download
    Die Apotheke vor Ort – oft unterschätzt und doch unersetzlich. Was Präsenzapotheken für Patienten und das Gesundheitssystem leisten

 

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