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DIe EVENTS DES IFH KÖLN
14. Juli 2021

Anlässlich des zweiten Geburtstags des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel trifft Kai Hudetz in der HandelBar in dieser Woche auf Stephan Tromp, stellvertretender Geschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Gemeinsam mit den Konsortialpartnern ibi Research, dem ehi und dem IFH KÖLN bildet der Handelsverband Deutschland das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel, das im Juli 2019 an den Start ging. Die Mission: Kleine und mittelständische Händler bei der Digitalisierung unterstützen. In der HandelBar blicken die beiden Konsortialpartner zurück.

Stephan Tromp und Kai Hudetz bei der Aufnahme der HandelBar

Was sind die Erfahrungen nach zwei Jahren Kompetenzzentrum Handel? Wie steht es mit der Digitalisierung? Welche Folgen hatte Corona für kleine und mittelständische Unternehmen?

Diese Fragen weiß Digitalisierungsexperte Stephan Tromp, der sowohl nah an der Politik als auch an den Händlern ist, klar zu beantworten: Corona und die verschiedenen Lockdowns haben alles vorherige „getoppt“ und lassen die Branche und insbesondere den Mittelstand sehr leiden (ab 03:31). Denn: Hygienevorschriften und -konzepte kann jeder aufstellen und befolgen, wenn das Geschäft aber komplett geschlossen werden muss, ist man als stationärer Händler vor ganz andere Herausforderungen gestellt – ein neues Geschäftskonzept muss her und Verkäufe müssen auf andere Kanäle verlagert werden.

„Corona hat die Leute in die Digitalisierung gezwungen“

Den stationären Handel und vor allem kleine und inhabergeführte Geschäfte bei Digitalisierung unter die Arme zu greifen – die Kernaufgabe des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel – hat somit in der Pandemie eine ganz neue Dringlichkeit bekommen. Aber: Auch schon vor der Pandemie haben über 42 Prozent der stationären Händler schon zusätzlich über das Internet verkauft, das Niveau des online betriebenen Geschäfts ist hier aber noch sehr unterschiedlich – das darf es allerdings auch sein, „es muss nicht immer High End sein“, so der Experte (ab 16:40).

Sichtbarkeit im Netz als A und O

Was allerdings sein muss: Sichtbarkeit im Netz. Denn wer bei den großen Suchmaschinen – allen voran Google – nicht gefunden wird, ist im Internet für die Kundinnen und Kunden nicht präsent (22:20). Die Spielregeln von Google müssen also befolgt werden, gleiches gilt für die großen Plattformen, wie Zalando und Co. Wer online verkaufen will, kommt um die Internetgiganten nicht herum. Dabei haben auch die Social Media-Plattformen Facebook, Instagram und Twitter viele Händler durch die Pandemie gebracht und den Kontakt zu den Kund:innen gesichert (ab 24:20).

Hat der Handel es jetzt verstanden, dass die Digitalisierung unumgänglich ist?

Corona hat viele Defizite zum Vorschein kommen lassen – nun gilt es neue Wege zu gehen, digitale Wege, aber auch generell neue Wege der Kundenansprache (ab 08:40), immer ganz nach dem Prinzip „Try and Error“ (14:45).

Den Mittelstand bei der Digitalisierung nicht allein zu lassen und mit Informationen zu versorgen – dazu ist das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel angetreten (12:40) und hat in den letzten zwei Jahren „einiges bewegt“. Durch Corona sah die Arbeit natürlich anders aus: Das beliebte DigitalMobil – kurz DiMo – konnte seine Technologien nicht mehr vor Ort präsentieren, sondern stieg auf digitale Veranstaltungen um (ab 31:40). Was die Pandemie an der Arbeit des Kompetenzzentrums Handel inhaltlich verändert hat? Die immense Nachfrage und Relevanz des Themas Social Media und Live Shopping – Entwicklungen die auch die Studie Social Commerce belegt hat.

„Überall dort, wo es gilt Emotionen zu transportieren, da hat der stationäre Handel auch zukünftig ein großes Plus.“

Gemeinsam blicken Stephan Tromp und Kai Hudetz auch in die Zukunft – nicht nur auf die beantragte neue Projektphase des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel, sondern ebenfalls auf neue, zukünftig relevante Themen wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning(ab 33:50).   

Chancen und Grenzen der Digitalisierung

Und damit nicht genug: Ein eigener Showroom des Zentrums in Berlin ist in Planung, der den stationären Handel der Zukunft zeigen soll. Denn von einem ist Stephan Tromp fest überzeugt: „Es wird zukünftig auch stationären Handel weiter geben“ (35:20). Welche besonderen Vorrausetzungen dabei für den Lebensmitteleinzelhandel gelten, wann dort die Grenzen der Digitalisierung erreicht werden und was der Einkauf an der Fischtheke damit zu tun hat – auch das erzählt unser Gast in der HandelBar.

Fazit: Die Ansatzpunkte des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel sind noch lange nicht ausgeschöpft, der stationäre Handel entwickelt sich mit digitalen Tools stetig weiter aber eines wird bleiben: Die Kundinnen und Kunden stehen im Fokus.

Mehr Infos zum Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel: https://kompetenzzentrumhandel.de/

 

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