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© shutterstock_ Rawpixel.com

Mit Nischenprodukten drängen FinTech-Unternehmen auf den Payment-Markt und sichern sich durch die schrittweise Ausweitung der Leistungen immer größere Marktanteile im Finanzgeschäft. Das zeigt der Deepdive der aktuellen ECC-Payment-Studie Vol. 24 des ECC Köln und Prof. Dr. Malte Krüger. FinTechs sind keine klassischen Banken und betreiben typischerweise ihr Geschäft ohne Vollbanklizenz, teilweise mit einer Lizenz als Zahlungsinstitut. Dabei setzen sie auf technologische Lösungen, die weder von der Hausbank, noch von einem branchenähnlichen Akteur angeboten werden.

Mit Innovationen erobern Fintech-Unternehmen den Payment-Markt

Eine Betrachtung der Historie macht deutlich: Erfolgreiche FinTech-Unternehmen füllen Marktlücken zunächst mit eher einfachen Bankendienstleistungen wie z.B. digitalen Zahlungsverkehrslösungen und Informationsdiensten. Die ECC-Payment-Studie Vol. 24 zeigt diesbezüglich, dass die bekanntesten FinTech-Unternehmen bei Konsument*innen dem Bereich „Bezahllösungen“ zugeordnet werden können: 99% kennen PayPal, 93% Payback und 79% Klarna. Höhere Bekanntheit erreichen FinTechs vor allem bei besonders online- sowie mobile- und smartphoneaffinen Konsument*innen, den sogenannten Heavy-Onlineshoppern und Smart Consumern.

Das Erfolgsgeheimnis von FinTech-Unternehmen offenbart sich in der neuen ECC-Studie: FinTechs werden sowohl von Onlinehändlern als auch von Konsument*innen als modern wahrgenommen und punkten mit einfacher Nutzung, niedrigen Kosten und Schnelligkeit.

„Ein FinTech ist von der Kultur und vom Denken her um einiges agiler und schneller als eine klassische Bank. Es gibt natürlich gewisse regulatorische Hintergründe, die es einer Bank nicht ermöglichen sich so agil aufzustellen. Nichtsdestotrotz, ist es aus meiner Sicht eine kulturelle Frage“, kommentiert diesbezüglich Bastian Siebers, CEO der babymarkt.de GmbH, im Rahmen des Experteninterviews zur ECC-Payment-Studie Vol. 24.

Bekanntheit von FinTech-Unternehmen

ECC Köln, 2020

n = 1.501; Smart Consumer: n = 371; Heavy-Onlineshopper: n = 285; Darstellung der Antworten „Habe ich schon einmal privat genutzt“ + „Kenne ich, habe ich aber noch nicht privat genutzt“; Angaben in Prozent; Angaben in Sprechblasen: signifikante Unterschiede in Prozentpunkten

Von Nischenanbietern hin zu modernen Banking Alternativen

Zwar beziehen Konsument*innen und Händler heute (noch) die meisten Finanzdienstleistungen von Banken, allerdings haben FinTech-Unternehmen bei eher einfachen Finanzlösungen bereits eine führende Rolle eingenommen. So nutzen bereits 75 Prozent der Konsument*innen Bonus-Programme, Cashback und digitale Gutscheine von FinTechs. Und mehr als zwei Drittel der Händler wickeln die Integration der E-Payment-Lösung an den Onlineshop über Fintech-Unternehmen ab. Händler greifen aber auch gerne bei Factoring (42%) und Scoring (40%) zu Angeboten von FinTech-Unternehmen und selbst auf gewerbliche Finanzierungsmodelle haben bereits 14 Prozent der befragten Händler zugegriffen.

Obwohl die Angst vor Datenmissbrauch einige Händler und Konsument*innen hinsichtlich Fintech-Unternehmen zögern lässt, spricht die Mehrheit der Händler und Konsument*innen FinTech-Unternehmen in der Zukunft eine noch größere Relevanz zu. Zudem werden auch große Internetkonzerne als potenzielle Anbieter von Finanzdienstleistungen akzeptiert: Mehr als die Hälfte der Händler kann sich Amazon oder Google als Anbieter von Finanzdienstleistungen vorstellen. Und auch kundenseitig können z. B. Amazon, Google, ebay und Check24 als mögliche Anbieter von Finanzdienstleistungen punkten.

Und was bedeutet das für die Praxis? Banken sollten aufpassen, denn durch die schrittweise Ausweitung der Leistungen von Bezahllösungen über Kredite hin zu weiteren Finanzdienstleistungen sichern sich FinTech-Unternehmen immer größere Marktanteile und streben zunehmend eigene Banklizenzen an. Für Anbieter von Finanzdienstleistungen - ob Banken, FinTech-Unternehmen oder auch Online-Händler und Vergleichsportale mit Wunsch nach mehr - gilt für die Zukunft: Sie müssen die Anforderungen der Konsumenten erfüllen.

„Für Banken ist heute mehr denn je Handeln angesagt: FinTech-Unternehmen stellen mit innovativen Lösungen die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt, gewinnen zunehmend an Vertrauen und mischen damit den Payment-Markt auf“, schlussfolgert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer IFH Köln und Gründer des ECC Köln.

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Mehr über Angebot und Nachfrage von Zahlungsverfahren sowie viele weitere spannende Insights rund um das Thema Online-Payment finden Sie jetzt in der ECC-Payment-Studie Vol. 24. Laden Sie sich jetzt die deutsche Version und die englische Version der kostenfreien Management Summary herunter oder bestellen Sie die Studie direkt über unseren Shop. ECC-Club-Mitglieder erhalten die neue ECC-Payment-Studie Vol. 24 kostenlos.

Über die Studie

Für die „ECC-Payment-Studie Vol. 24 – Banken vs. FinTechs – Kundenzentrierung neu denken“ hat das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger 1.501 deutsche Konsumenten im Oktober und November 2019 befragt. Darüber hinaus wurde zeitgleich eine Umfrage unter 336 deutschen Onlinehändlern durchgeführt. Experteninterviews ergänzen die Befragung. Die ECC-Payment-Studie nimmt bereits zum 24. Mal die Bekanntheit, Nutzung und Bewertung von Zahlungsverfahren sowie Trendthemen im Payment-Markt aus Sicht von Onlineshoppern und Shopbetreibern unter die Lupe. Die aktuelle Auflage erscheint erstmalig in einer Neuausrichtung in Form einer Deepdive-Studie.

Die ECC-Payment-Studie wurde unterstützt von folgenden Unternehmen: Trustly Germany GmbH, CRIF Bürgel GmbH, Otto Group Digital Solutions GmbH.

 

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