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Eine neue IFH-Kurzstudie nimmt Leistungen von Präsenzapotheken auf dem Land und in der Stadt unter die Lupe. Sie zeigt unter anderem, wie häufig Nacht- und Notdienste, Botengänge und Heimversorgung geleistet werden.

Mit Nacht- und Notdiensten, Botengängen sowie der Versorgung von Pflegeheimen tragen Apotheken zur flächendeckenden Arzneimittelversorgung in Deutschland bei. Mit der Kurzstudie „Die Apotheke vor Ort – oft unterschätzt und doch unersetzlich“ nimmt das IFH KÖLN diese und weitere Leistungen von Präsenzapotheken unter die Lupe.

Mehr Nacht- und Notdienste auf dem Land – bei weniger Frequenz und Umsatz

Die Ergebnisse zeigen, wie deutlich erwartete Unterschiede zwischen Stadt und Land ausfallen. So übernehmen die befragten Apotheken in Städten mit weniger als 5.000 Einwohnern durchschnittlich 2,8 Notdienste pro Monat. Apotheken in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern sind hingegen nur 1,2 Mal monatlich außerhalb der regulären Öffnungszeiten erreichbar.

Gleichzeitig versorgen Apotheken im ländlichen Raum weniger Notdienstkunden als Stadtapotheken. Den häufigsten Kundenkontakt haben Apotheken in Städten mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern mit durchschnittlich 57 Notdienstkunden pro Monat – während Apotheken in Städten mit weniger als 5.000 Einwohnern nur von 27 Kunden aufgesucht werden. Nicht verwunderlich, dass Apotheken in kleinen Städten pro Notdienst daher auch weniger Umsatz verzeichnen als jene in größeren Städten.

Botendienst wird häufiger genutzt, je kleiner die Stadt und je weiter die nächste Apotheke entfernt ist

Apotheken in kleineren Orten beliefern im Schnitt 196 Kunden pro Monat mit Arzneimitteln. Die Anzahl der per Botendienst versorgten Kunden nimmt mit zunehmender Einwohnerzahl jedoch weitgehend kontinuierlich ab. So nutzen in Großstadtapotheken (mehr als 100.000 Einwohner) pro Monat nur 135 Kunden den Botendienst. Dieses Verhältnis spiegelt sich – wenig überraschend – auch beim Blick auf die Entfernung zwischen Apotheken: Je weiter die Präsenzapotheken verstreut liegen, desto mehr Kunden versorgen die einzelnen Apotheken durch Botengänge.

Ländliche Apotheken häufiger in puncto Heimversorgung aktiv

Auch wenn es um die Belieferung von Pflege- und Altenheimen geht, sind Apotheken im ländlichen Raum überdurchschnittlich aktiv. So versorgen etwa zwei Drittel der Apotheken in Orten mit bis zu 20.000 Einwohnern auch Bewohner von Heimen mit Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten. In Großstädten (über 100.000 Einwohner) geben dies nur knapp vier von zehn befragten Apotheken an.

„Im ländlichen Raum müssen zentrale Aufgaben der Apotheken, wie Nacht- und Notdienste, Botengänge und Heimversorgung, auf weniger Schultern verteilt werden. Jede einzelne Präsenzapotheke leistet hier einen überdurchschnittlichen Beitrag zur flächendeckenden Arzneimittelversorgung. Damit sie das auch in Zukunft tun können, müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. In besondere Weise gilt dies mit Blick auf Gegenden, in denen das Apothekennetz bereits heute vergleichsweise dünn ist, wo der Ausfall einer einzelnen Apotheke also kaum kompensiert werden kann, “ so Dr. Markus Preißner, Wissenschaftlicher Leiter am IFH KÖLN.

Ländliche Apotheken setzen mehrheitlich maximal zwei Millionen Euro jährlich um

Acht von zehn Apotheken, die in einer Entfernung von mehr als fünf Kilometern bis zur nächsten Apotheke liegen, setzen bis zu zwei Millionen Euro jährlich um. Zum Vergleich: In Orten mit einem dichten Apothekennetz, wo die Präsenzapotheken maximal 500 Meter auseinanderliegen, gilt dies für weniger als zwei Drittel der Betriebe. Wenig überraschend: Besonders in kleinen Ortschaften mit weniger als 5.000 Einwohnern, haben die meisten Apotheken (51 %) eine Entfernung von mehr als fünf Kilometern untereinander.

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Über die Kurzstudie

Für die Kurzstudie „Die Apotheke vor Ort – oft unterschätzt und doch unersetzlich. Was Präsenzapotheken für Patienten und das Gesundheitssystem leisten“ hat das IFH KÖLN unter Mitwirkung des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg e. V. im Dezember 2016 1.672 Apotheken sowie 300 Ärzte zu verschiedenen Leistungen der Präsenzapotheke sowie dem Kontakt zwischen Arzt und Apotheke befragt. Im Fokus standen dabei unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Wie regelmäßig ist der Kontakt zwischen Ärzten und Apotheken?
  • Wie häufig und frequentiert werden Nacht- und Notdienst angeboten und welche Bedeutung haben die Sonderöffnungszeiten für Präsenzapotheken?
  • Wie flächendeckend werden Botendienste durch Präsenzapotheken angeboten und genutzt?
  • Wie wichtig sind Präsenzapotheken in Hinblick auf die Heimversorgung mit Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten?
  • Welche Rolle spielen Rezepturen, Applikationshilfen, Messgeräte und Ähnliches?
  • Wie unterscheiden sich ländlich gelegene Präsenzapotheken von Präsenzapotheken mit Stadtlage?

Die Kurzstudie kann nachfolgend kostenfrei heruntergeladen werden.

 

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