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Apotheker beklagen in aktueller APOkix-Umfrage häufige Lieferengpässe. Diese führen oft dazu, dass Patienten nicht versorgt werden können. Konjunkturindex für aktuelle Geschäftslage sinkt leicht. Geschäftserwartungen positiver als im Vormonat.

Lieferengpässe sind ein häufig auftretendes Problem in deutschen Apotheken. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen APOkix-Umfrage des IFH KÖLN unter rund 260 Apothekeninhabern. So berichten fast 78 Prozent der Befragten, dass ihre Apotheke in den vergangenen Monaten mindestens einmal täglich nicht alle bestellten Medikamente erhielt. Mehr als 18 Prozent der Apotheken waren zuletzt mehrmals pro Woche, aber nicht täglich von Lieferengpässen betroffen. Besonders häufig konnten Arzneimittel mit Rabattvertrag nicht geliefert werden (91 %). Auch bei Grippe- (60 %) und anderen Impfstoffen (66 %) beobachten die befragten Apotheker oft Lieferengpässe.

Fehlende Arzneimittel führen laut APOkix-Teilnehmern häufig dazu, dass Apothekenkunden nicht versorgt werden können. In knapp 15 Prozent der Apotheken kam dies in den vergangenen Monaten mindestens einmal am Tag vor. Weitere 50 Prozent der Apotheken konnten zuletzt mindestens einmal in der Woche Patienten nicht versorgen, weil Medikamente fehlten. Rund 98 Prozent der befragten Apotheker beklagen, dass Lieferengpässe die Beschaffungen in ihrer Apotheke deutlich aufwendiger machen. Zudem sind knapp neun von zehn APOkix-Teilnehmer der Meinung, dass Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen in hohem Maße für Lieferengpässe verantwortlich sind.

Konjunktur: Erwartungen leicht positiver

Der Index für die aktuelle Geschäftslage sinkt im November leicht auf einen Wert von 83,2 Punkten. Weniger APOkix-Teilnehmer als im Vormonat beurteilen ihre derzeitige wirtschaftliche Situation positiv. Der Anteil der negativen Bewertungen bleibt stabil, die neutralen Bewertungen nehmen leicht zu. Insgesamt beurteilen große Apotheken mit mehr als zwei Millionen Umsatz jährlich die aktuelle Geschäftslage positiver als kleinere Betriebe.

Der Index für die Geschäftserwartung kann den Abwärtstrend der vergangenen Monate stoppen und steigt im November auf 73,1 Indexpunkte. Dennoch liegt der Wert nach wie vor deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke. Weiterhin gehen vier von zehn APOkix-Teilnehmern davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation ihrer Apotheke in den kommenden zwölf Monaten negativ entwickelt. Mit knapp 14 Prozent blicken jedoch gut zwei Prozent mehr Befragte als im Vormonat positiv in die Zukunft. Knapp 46 Prozent der APOkix-Teilnehmer rechnen mit einer stabilen Geschäftsentwicklung.

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Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • 77,7 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Apotheke in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal pro Tag von Lieferengpässen betroffen war.
  • 91,4 Prozent der Befragten geben an, dass Arzneimittel mit Rabattvertrag in den vergangenen drei Monaten häufig von Lieferengpässen betroffen waren.
  • 5,5 Prozent der Befragten geben an, dass Lieferengpässe in den vergangenen drei Monaten mehrmals täglich auch zur Nicht-Versorgung von Patienten geführt haben.
  • 28,5 Prozent der Befragten geben an, dass Lieferengpässe in den vergangenen drei Monaten mehrmals pro Woche, aber nicht täglich auch zur Nicht-Versorgung von Patienten geführt haben.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage sinkt im November auf 83,2 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftsentwicklung steigt im November auf 73,1 Punkte.

APOkix – Das Stimmungsbarometer der Apotheken in Deutschland

Der Apotheken-Konjunkturindex APOkix ermittelt monatlich die wirtschaftliche Stimmung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker. Mit der „Frage des Monats" werden Einschätzungen zu aktuellen Marktthemen erhoben. Der APOkix dient der deutschen Apothekerschaft als Sprachrohr und bietet der Branche, seinen Vertretern und Marktpartnern fundierte Informationen über Geschäftslage und Geschäftserwartungen sowie aktuellen Themen. Teilnehmen können Leiterinnen und Leiter öffentlicher Apotheken in Deutschland. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung per Fax oder online unter www.apokix.de. Initiator des APOkix ist das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH KÖLN). Das IFH KÖLN ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen mit empirisch basierten Businesslösungen für den Handel und agiert seit Jahrzehnten als Partner des Apothekenmarktes sowie der pharmazeutischen Großhändler und Hersteller. Dem IFH KÖLN allein obliegt die methodische, inhaltliche und technische Federführung der monatlichen APOkix-Kurzbefragungen. Die NOWEDA eG Apothekergenossenschaft unterstützt den APOkix als Premium-Sponsor. Premium-Medienpartner ist der Deutsche Apotheker Verlag.

Weitere Informationen zum APOkix unter www.apokix.de

 

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