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Auch zu Zeiten von Corona: Apotheken auf frühe Pollensaison gut vorbereitet

Dr. Markus Preißner Juliane Steiert | Datum: 23.03.2020

© contrastwerkstatt Fotolia

Apotheken übernehmen eine zentrale Rolle, wenn es um die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln geht. Dies gilt auch und besonders in Zeiten von Pandemien, beispielsweise einer Influenza-Pandemie oder wie aktuell einer Corona-Pandemie. Im Zusammenspiel mit dem pharmazeutischen Großhandel sichern Apotheken in solchen Krisenzeiten die schnelle und flächendeckende Versorgung mit antiviralen Arzneimitteln wie auch mit allen anderen benötigten Medikamenten. Doch auch abgesehen von Pandemien werden Apotheken immer wieder mit (unerwarteten) Ereignissen und Herausforderungen konfrontiert. Anfang 2020 war dies beispielsweise der frühe Auftakt der Pollensaison. Der APOkix beleuchtet dieses Thema in seiner Märzausgabe.

Das wichtigste zuerst: Die rund 200 an der APOkix-Umfrage teilnehmenden Apotheken waren durchweg sehr gut auf den frühen Beginn der Pollensaison 2020 vorbereitet. 97 Prozent gaben an, dass sie ganzjährig einen sicheren Bestand an Antiallergika im Bereich Pollenallergie vorrätig halten. Außerdem könnten die benötigten Präparate auch kurzfristig beim pharmazeutischen Großhandel beschafft werden. Dadurch seien die Apotheken optimal vorbereitet und können Patient*innen umgehend versorgen. Von großer Bedeutung sind dabei vor allem rezeptfreie Medikamente: Fast zwei Drittel der Patient*innen besorgen sich ausschließlich Medikamente ohne Rezept zur Behandlung ihrer Pollenallergie.

Die im Rahmen des APOkix befragten Apothekenleiter*innen beobachten, dass Patienten heutzutage besser über Therapiemöglichkeiten bei Pollenallergien informiert sind als noch vor einigen Jahren. Dabei spielt das Internet eine große Rolle und dient als Informationsquelle für viele Allergiker*innen. Doch knapp jede/r zweite Apothekenleiter*in ist davon überzeugt, dass die individuelle Beratung in der Apotheke für Allergiker*innen besonders wichtig ist, da viele Patient*innen trotz Internet nicht über das Auftreten von Kreuzallergien u.ä. informiert seien. Zwei Drittel der befragten Apothekenleiter*innen haben außerdem den Eindruck, dass Pollenallergiker*innen ihren Bedarf an Medikamenten immer häufiger im Internet und nicht in einer Apotheke vor Ort decken. Jedoch hat nur ein Drittel das Gefühl, dass viele Kund*innen sich in ihrer Apotheke zur Medikation bei Pollenallergien beraten lassen, ohne schlussendlich die empfohlenen Medikamente zu kaufen.