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APOkix November: Wie digital sind deutsche Apotheken?

Carolin LeyendeckerDr. Markus Preißner | Datum:

Die Digitalisierung ist in Wirtschaft und Gesellschaft ein großes Thema. Konsumenten sind mehrheitlich online aktiv, sei es beim Produktkauf oder bei der Informationssuche. So macht die Digitalisierung auch vor Vor-Ort--Apotheken nicht Halt. Vor diesem Hintergrund ist der APOkix in seiner November-Erhebung der Frage nachgegangen, welche Rolle die Digitalisierung gegenwärtig für deutsche Apotheken spielt.

Erste wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung sind gemacht

Auch für Apotheken ist die Digitalisierung zentraler Baustein der Zukunftsfähigkeit: Neun von zehn Apothekenleiter*innen sind überzeugt, dass erhebliche Wettbewerbsnachteile drohen, wenn Apotheken nicht online präsent sind und ihren Kunden keine digitalen Angebote bieten. Um Kunden dort abzuholen, wo sie sich bewegen, sollten die Anforderungen und Bedürfnisse der Apothekenkunden die Ausgestaltung ihrer digitalen Angebote antreiben, da sind sich die Befragten mehrheitlich einig. Geprägt werden diese Anforderungen und Bedürfnisse maßgeblich durch die Onlineerfahrungen der Kunden aus anderen Branchen. Dementsprechend erachten 85 Prozent der Befragten die Möglichkeit, online Medikamente vorbestellen und in der Apotheke abholen zu können (Click and Collect), heutzutage auch als Must-have für Apotheken – ein Service, der in vielen anderen Handelsbranchen in den letzten Jahren bereits hohe Verbreitung gefunden hat. Ähnlich denken die Apothekenleiter*innen über eine eigene Apotheken-Website: eine große Mehrheit sieht den Online-Auftritt ihrer Apotheke als selbstverständlich an. Die Anbindung an eine Onlineplattform für Apotheken oder auch eine Apotheken-App für Kunden erachtet immerhin jede/r Zweite als unbedingt notwendig. Allerdings befindet sich nach den aktuellen APOkix-Ergebnissen jede dritte Apotheke erst in den Anfängen der Digitalisierung.

Weitere Schritte müssen folgen

Mit dem eigenen Fortschritt der Digitalisierung in den letzten 1-2 Jahren sind 82 Prozent der APOkix-Teilnehmer*innen aktuell zufrieden. So weit, so gut? Keinesfalls, denn auch wenn die Ergebnisse zeigen, dass viele Apotheken die Digitalisierung bereits in verschiedensten Projekten angestoßen haben, so schreiben 83 Prozent dem weiteren Ausbau in den kommenden zwei Jahren einen hohen Stellewert zu. Sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, ist der richtige Weg um sich zukunftsfähig aufzustellen. Jedoch stellt sich die Umsetzung oftmals gar nicht so einfach dar. So bleibt für 87 Prozent der Apothekenleiter*innen der Ausbau in Eigenregie eine Herausforderung. Die Gründe hierfür sind vielschichtig: Nach Einschätzung der APOkix-Teilnehmer verfügen viele nicht über das benötigte Wissen oder die finanziellen, technischen oder personellen Ressourcen. Bei einigen ist auch die Priorisierung der zu ergreifenden Themen und Maßnahmen im Kontext der Digitalisierung eine Herausforderung. Vor diesem Hintergrund bewertet es die große Mehrheit der APOkix-Teilnehmer*innen als sinnvoll, die Kräfte zu bündeln und – soweit es geht – gemeinsam zu handeln.

Sie wollen mehr erfahren?

Die detaillierten Ergebnisse und den vollständigen Berichtsband zum APOkix im Oktober können Sie sich hier herunterladen: APOkix-Ergebnisse November 2019