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Es kommen auch wieder andere Zeiten – Reisezeiten

Autorin: Rufina Fingerhut | Datum: 09.06.2020

Incoming Tourismus aus China gewinnt rasant an Relevanz für den deutschen Einzelhandel. Gleichzeitig machen es die kulturellen Unterschiede dem deutschen Handel oft nicht einfach, die Bedürfnisse der Kundengruppe aus China zu erkennen und zu erfüllen. Welche konkreten Anforderungen und Wünsche der chinesischen Tourist*innen an das Einkaufen im Ausland müssen Händler*innen berücksichtigen? Wie können deutsche Händler*innen chinesische Kund*innen auf sich aufmerksam machen und langfristig binden? Diesen Fragen widmet sich das aktuelle Thesenpapier des ECC Köln in Zusammenarbeit mit VR Payment. Das Thesenpapier ist das Ergebnis weitreichender Diskussionen mit Handelsvertreter*innen und China-Expert*innen auf Basis neuer Studienergebnisse und zeigt deutschen Einzelhändler*innen konkrete Maßnahmen zur Kundenbindung auf.

Ausbau interkultureller Kompetenz im deutschen Einzelhandel dringend notwendig

Am Beispiel der Stadt München wird deutlich: Die Gestaltung des Einkaufserlebnisses in Deutschland hat aus Sicht der chinesischen Kund*innen noch Luft nach oben. Weniger als die Hälfte der chinesischen Tourist*innen berichtet laut BBE Handelsberatung 2017 von einem positiven Einkaufserlebnis in München. Dabei stellen insbesondere Verständigungsprobleme mit dem Personal oder der Beschilderung eine Herausforderung für chinesische Tourist*innen dar. Die Ergebnisse des Thesenpapiers zeigen: Um chinesische Tourist*innen in deutschen Geschäften willkommen zu heißen, ist die Akzeptanz chinesischer mobiler Zahlungsverfahren genauso wichtig wie Mandarin sprechende Verkäufer*innen. Denn: China ist absoluter Weltmarktführer beim mobilen Bezahlen. Dabei sind Alipay und Wechat Pay die führenden Zahlungslösungen in China. Und auch auf Reisen möchten chinesische Tourist*innen nicht auf die gewohnten mobilen Bezahlverfahren verzichten. Mit der Verknüpfung von Payment mit Tax Refund wickeln Alipay und Wechat Pay die Mehrwertsteuerrückerstattung in Echtzeit ab und bieten damit einen relevanten Mehrwert für chinesische Kund*innen.

„Die Digitalisierung in China schreitet rasant voran und durchdringt selbst die kleinsten Bereiche des Lebens. Das Smartphone wird zum Portemonnaie und ist aus dem Alltag chinesischer Konsument*innen nicht mehr wegzudenken.“, schlussfolgert Dr. Rufina Fingerhut, Projektmanagerin am IFH Köln und Co-Autorin des Thesenpapiers.

Online Marketing-Tools bieten wichtigsten Schlüssel zur Sichtbarkeit

Deutsche Händler*innen müssen zudem neue Wege gehen, um Sichtbarkeit bei chinesischen Kund*innen zu erlangen. Schon bevor Chines*innen ins Ausland reisen, informieren sie sich im Internet über Einkaufsmöglichkeiten. Dabei nutzen chinesische Tourist*innen Plattformen wie zum Beispiel Dianping.com oder Ctrip.com, um sich über das Reiseziel zu informieren. Mit einer Präsenz auf chinesischen Plattformen können deutsche Händler*innen sich im Relevant Set festigen. Darüber hinaus bietet der grenzüberschreitende Online-Warenhandel nach China ein hohes Marktpotenzial. Um Waren aus dem Ausland online zu bestellen, nutzen chinesische Konsument*innen am liebsten E-Commerce-Plattformen, wie zum Beispiel Kaola.com und Tmall.com, aber auch WeChat Stores (Läden innerhalb der WeChat App). Mit einem kundenorientiertem Cross Border E-Commerce können deutsche Händler*innen chinesische Kund*innen auch langfristig binden.

Sie wollen mehr erfahren?

Sie können das Thesenpapier „Chinesische Reisende als bleibende Kund*innen im deutschen Einzelhandel“ auf der Website von VR PAYMENT kostenfrei downloaden.