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Amazons Vorstoß in den Arzneimittelversandhandel – ApothekerInnen fürchten um ihre Zukunft

Dr. Markus Preißner Carolin Leyendecker | Datum:

Der Onlinehandel dringt seit Jahren immer stärker in den Arzneimittelbereich vor. Auch Amazon macht mit seiner aggressiven Expansionsstrategie keinen Halt vor dem Arzneimittelversand. Über Amazon können in Deutschland rezeptfreie, apothekenpflichtige Medikamente verkauft werden. Für Prime-Now-Kunden liefert Amazon die Medikamente in ausgewählten Gebieten sogar innerhalb einer Stunde. Damit haben Apotheken neben klassischen Arzneimittelversendern nun mit einem weiteren Onlinekonkurrenten zu kämpfen. Wie ApothekenleiterInnen Amazons Einstieg in den Arzneimittelversand in Deutschland bewerten, hat der APOkix im April untersucht.

Amazon verschärft den Konkurrenzkampf

83 Prozent der ApothekenleiterInnen sind sich einig, dass die Relevanz von Amazon im Gesundheitsmarkt in den kommenden ein bis zwei Jahren stark zunehmen und Amazon als Wettbewerber immer präsenter werden wird. Knapp die Hälfte der Befragten glaubt sogar, dass Amazon für sie in naher Zukunft eine größere Konkurrenz darstellen werde als die altbekannten Arzneimittelversender. So ist auch nicht einmal jeder Dritte der Meinung, dass Amazons fehlende Gesundheitskompetenz dazu führen wird, dass der Onlineriese im Gesundheitsmarkt keine Chance hat. Denn der Großteil der Befragten geht davon aus, dass sich Kunden als Frage der Gewohnheit sehr schnell an den Kauf von Medikamenten bei Amazon gewöhnen werden, weil sie den Kauf bei Amazon schon von vielen anderen Produkten kennen.

Verkauf über Amazon keine Option für Präsenzapotheken – apothekereigene Online-Bestellplattform als Alternative

Über den Marktplatz von Amazon können deutsche Präsenzapotheken theoretisch auch selbst online verkaufen – ein Thema, das bereits heiß diskutiert wurde. Drei von vier APOkix-TeilnehmerInnen finden: „Das geht gar nicht“. 87 Prozent von ihnen können sich auch grundsätzlich nicht vorstellen, selbst als Marktplatzhändler online über Amazon zu verkaufen. 93 Prozent fordern stattdessen eine alternative Online-Bestellplattform für Präsenzapotheken, die die bewährte Lieferkette von Herstellern über den pharmazeutischen Großhandel und die Präsenzapotheken sicherstellt.

Relevanz von Amazon im Gesundheitsbereich

Verkauf von Medikamenten über Amazon birgt große Gefahr vor Arzneimittelfälschungen

Der Großteil der Befragten (91 Prozent) befürchtet, dass bei einem Verkauf von Medikamenten über Amazon eine erhöhte Gefahr besteht, dass Arzneimittelfälschungen in die Lieferkette gelangen. Ein Thema, das in den letzten Monaten im Kontext von Arzneimittelskandalen und securPharm schon hohe Wellen geschlagen hat. 94 Prozent fordern deshalb, dass der Verkauf von Medikamenten über Amazon verboten wird.

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