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10. November 2021

Der Markt „Rund um die Küche“ zählt zu den Märkten, die 2020 von der Coronakrise profitieren konnten. Während die Wachstumsraten in den Jahren vor der Krise eher moderat ausfielen, erzielte der Markt „Rund um die Küche“ 2020 ein beachtliches Umsatzplus von über 7 Prozent. Damit konnte er deutlich besser abschneiden als beispielsweise der Markt für Wohnen und Einrichten (+3 %). Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass sich der Markt „Rund um die Küche“ aus drei Teilbereichen zusammensetzt, von denen zwei (Einbauküchen, E-Kleingeräte) wachstumsstark sind. Von der Pandemie profitierten insbesondere Händler von Elektrokleingeräten für den Küchenbereich. So stieg in Zeiten von Homeschooling und Homeoffice die Nachfrage nach Küchen- und Kaffeemaschinen enorm an. Aber auch Händler von Küchen und Küchenmöbeln profitierten vom Cocooning-Effekt: Der ein oder andere Haushalt hat beispielsweise anstelle des Urlaubs oder der Anschaffung eines neuen Autos sein Geld in eine neue Küche/Küchengeräte investiert. GPK-Hausrat wiederrum konnte aus der Coronakrise keinen Nutzen ziehen und musste 2020 sogar einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Grafik: Küchenmarkt im Performancevergleich

2021 wird der Markt „Rund um die Küche“ das Level des Vorjahres nicht halten können. Zum einen begann das Jahr mit einem starken Lockdown, der branchenübergreifend wie eine Vollbremsung wirkte. Zum anderen wirken sich die Lieferengpässe, welche sich aus der Coronakrise ergeben haben, inzwischen auch in diesem Markt aus. Nichtsdestotrotz ist die Nachfrage nach Küchen/Küchenmöbeln und Elektrokleingeräten auch im zweiten Coronajahr 2021 weiterhin hoch und sorgt dafür, dass der Markt das Geschäftsjahr 2021 mit einem soliden Umsatzplus abschließen wird.

Durch die Coronakrise hat der Onlinevertrieb auch im Markt „Rund um die Küche“ einen weiteren Schub bekommen. 2020 wurde rund jeder siebte Euro im Internet verdient; im Vergleich zu anderen Branchen ein immer noch recht geringer Onlineanteil. Reine Internetanbieter profitierten vom zeitweilig geschlossenen stationären Handel und konnten 2020 ein sehr hohes zweistelliges Umsatzwachstum generieren. Allerdings ist der stationäre Handel hier in der Vergangenheit nicht untätig geblieben, sondern konnte seinerseits ebenfalls sein Onlinegeschäft fokussieren. Auf diese Weise gelang es dem Fachhandel auch am (Online-)Wachstum zu partizipieren und seine Vormachtstellung im Markt zu untermauern.

Grafik: Einzelhandelsformate Prognosenszenario 2025

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