Der Wäschemarkt wandelt sich stetig – beeinflusst von Modetrends, gesellschaftlichen Veränderungen und einem wachsenden Bedürfnis nach Komfort und Funktionalität. Die Casualisierung des Alltags verändert dabei auch die Anforderungen an Wäsche: Bequeme und funktionale Produkte wie nahtlose Slips, Bralettes oder alltagstaugliche Shapeware sind gefragt. Socken werden durch auffällige Designs zum modischen Accessoire, während nachhaltige Produkte wie Periodenunterwäsche an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach schlichter, unkomplizierter Wäsche – zeitlose Basics, sogenannte „Never out of stock“-Artikel, bieten dabei Verlässlichkeit. Hinzu kommt ein verändertes Kaufverhalten durch die immer weiterwachsende Bedeutung von Social Media.
Stabilität im Wäschemarkt trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
Zu dem veränderten Konsumverhalten kommen aktuelle Widrigkeiten wie geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Herausforderungen. Und trotz allem zeigt der deutsche Wäschemarkt (Damen-/Herrenwäsche, Strumpfwaren und Bademode) Stabilität – das belegen die Zahlen aus dem neuen „Branchenbericht Wäsche 2025“. Diese Widerstandsfähigkeit wurde auch in der Coronapandemie auf die Probe gestellt und bewährte sich: Nach einem Umsatzeinbruch von -6 Prozent in 2020 erholte sich die Branche und lag schon im Folgejahr mit einem leichten Plus sogar über dem Umsatzniveau von 2019. Seitdem verzeichnet der Markt ein moderates, wenn auch geringes Wachstum und erreichte 2024 ein Volumen von 5,6 Milliarden Euro – ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei der Einordnung in den gesamten Fashionmarkt zeigt sich der Wäschemarkt als stabile Größe: Zwischen 2016 und 2024 erhöhte sich der Marktanteil von Wäsche innerhalb des Fashion-Segments sogar von 9,1 auf 9,9 Prozent.
Zukunft Wäschemarkt: Szenarien bis 2029
Die zukünftige Umsatzentwicklung im Wäschemarkt hängt maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Eine positive Konjunktur- und Arbeitsmarktsituation sowie schnell abnehmende Lieferengpässe und Preissteigerungen begünstigen ein stärkeres Wachstum. Hingegen würden anhaltende Preissteigerungen, Konsumeinschränkungen durch Nachhaltigkeits- oder Krisenbedenken sowie eine deutliche Kaufverlagerung in niedrigere Preissegmente zu einer eher gedämpften Umsatzentwicklung führen. Drei Szenarien – optimistisch, stabil und pessimistisch – prognostizieren bis 2029 ein Umsatzvolumen zwischen 5,85 und 6,03 Milliarden Euro. Insgesamt zeigt sich diese prognostizierte Schere als relativ gering. Doch wer im stabil wirkenden Wäschemarkt auch langfristig erfolgreich sein will, darf sich von der Dynamik des Wettbewerbs – welche sich durch den Erfolg vertikaler Anbieter und der steigenden Relevanz des Onlinehandels immer weiter verschärft – nicht abhängen lassen.

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