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DIe EVENTS DES IFH KÖLN
3. November 2020

Bei der Beurteilung von Covid-19 sind sich die Experten in einem einig: Die Digitalisierung ist durch die Pandemie massiv beschleunigt worden. Der Lockdown im Frühjahr, aber auch darüber hinaus die massive Verunsicherung der Konsument*innen und das daraus resultierende geänderte Konsumentenverhalten haben deutlich gemacht, dass alle Händler digitale Wege zu ihren Kundinnen und Kunden dringend besetzen müssen, wenn sie nicht massive Umsatz- und Marktanteilsverluste in Kauf nehmen wollen.

Auch während der Pandemie gilt das von Jeff Bezos kreierte Mantra „Beginne beim Kunden und arbeite dich rückwärts“. Der Corona Consumer Check des IFH KÖLN, bei dem wir während der Pandemie in unregelmäßigen Abständen Konsument*innen bevölkerungsrepräsentativ nach ihrem Einkaufsverhalten befragen, bietet dabei eine ideale Ausgangssituation, da hiermit zentrale Entwicklungen im Zeitablauf fundiert beleuchtet werden. Als zentrale Erkenntnisse bleiben festzuhalten:

  1. Die Lust auf Shopping ist massiv zurückgegangen, nicht nur auf der Fläche, wo Maskenpflicht und Abstandsbeschränkungen das Shoppingerlebnis einschränken. Stöbern stellt die Ausnahme dar, es geht überwiegend um Suchkäufe – auch online.
  2. Covid-19 hat das Wachstums des Onlinehandels zulasten des stationären Einzelhandels massiv beschleunigt. Zuletzt gaben 24 % der Befragten an, in der vergangenen Woche ursprünglich stationär geplante Käufe schließlich online getätigt zu haben, in KW 19 lag dieser Wert sogar bei 35 %.
  3. Von den zusätzlichen Onlineumsätzen konnten die großen Onlineplattformen weit überproportional gewinnen: Amazon, eBay, Otto und Zalando sind dabei die größten Gewinner.

Gerade zu Zeiten des Lockdowns im Frühjahr haben viele stationäre Einzelhändler digitale Kanäle hin zu ihren Kund*innen auf- und ausgebaut, sei es der eigene Online-Shop, Präsenzen auf Facebook oder Instagramm oder WhatsApp-Beratung. Diese Bemühungen gilt es jetzt zu verstetigen bzw. zu intensivieren.

Angesichts der weiter deutlich erhöhten Wettbewerbsintensität im Onlinehandel verwundert es nicht, dass es den meisten kleineren Onlineshops schlicht an Reichweite fällt. Folgerichtig versuchen immer mehr stationäre Händler, Onlineumsätze auch über den Verkauf auf Online-Markplätzen zu realisieren. Dem Amazon Marketplace kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, aber auch eBay konnte von der Entwicklung profitieren. Zudem versuchen sich auch lokale Markplätze zu etablieren, die in vergangenen Jahren am Problem mangelnder Reichweite gescheitert waren. Nun könnten sie an Relevanz gewinnen, falls es ihnen gelänge, den Konsument*innen echte Mehrwerte durch verknüpfte Services zu bieten.

Fazit Anfang November: Ein Großteil der Einzelhändler hat seine Digitalisierungsmaßnahmen durch Covid-19 intensiviert. Dies ist zwingend erforderlich. Digitalisierung ist für den Einzelhandel nicht alles – aber ohne Digitalisierung ist alles nichts. Und in den ungewissen Zeiten einer globalen Pandemie mehr als je zuvor.

Sie wollen mehr erfahren?

Verpassen Sie nicht den gesamten Vortrag „Update – Wie steht es um die Digitalisierung des deutschen Handels“ von unserem Geschäftsführer Dr. Kai Hudetz im Rahmen des PRAXISFORUM I: HDE-DIGITALFORUM – ZUKUNFT HANDEL am 19. November auf dem Deutschen Handelskongress 2020.

Hier geht es zu den Tickets: https://www.handelskongress.de/anmeldung/

[1] Shopping 2020 – Entwicklungen des Konsumentenverhaltens und die Relevanz des Ratenkaufs, IFH KÖLN, TeamBank AG, 2020.

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