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25. September 2025
Klaus Cloppenburg im Schwarz-weiß-Portrait in die Kamera blickend

Die Corporate Website ist längst mehr als nur ein digitaler Katalog. Im Interview zur ECCLUSIVE in Köln erklärt Klaus Cloppenburg, Geschäftsführer der interactive tools - zukünftig synaigy, wie sich Markenhersteller und B2B-Händler neu aufstellen müssen: Weg vom reinen Informationskanal, hin zur integrierten Plattform mit  Self-Services, Commerce-Funktionalitäten und CRM-Anbindung. Doch damit nicht genug: Auch bei der Leadgenerierung gibt es Nachholbedarf. Viele Unternehmen schöpfen das Potenzial ihrer Daten und Inhalte nicht aus – oft scheitert es an Silos oder fehlender Verzahnung zwischen Marketing und Vertrieb.

Und was ist mit KI? Die kann im B2B zum echten Gamechanger werden – etwa durch smarte Suche, personalisierte Inhalte und mehr Relevanz in der Kundenansprache. Wer hier früh investiert, sichert sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Hallo Klaus, bei deiner  Masterclass in Köln wirst du unter anderem über die Corporate Website sprechen. Wie verändert sich aktuell ihre Rolle für Markenhersteller und B2B-Händler?

Die Corporate Website entwickelt sich vom reinen Informationskanal hin zur zentralen Transaktionsplattform. Inhalte, Shops, Kundenportale und CRM-Systeme werden enger verzahnt. Das bedeutet, dass Kunden nicht nur Informationen erwarten, sondern direkte Services, Self-Services und Commerce-Funktionalitäten – alles integriert in ein Digital Experience Portal. Für Hersteller und Händler entsteht dadurch die Chance, Kundenbindung zu intensivieren und Vertrieb sowie Marketing datengetrieben zusammenzuführen.

Leadgenerierung ist ein großes Thema – was sind die größten Herausforderungen, die du bei B2B-Unternehmen siehst?

Viele Unternehmen haben bereits Content-Basis und Traffic, nutzen diese aber nicht systematisch zur Generierung von qualifizierten Leads. Oft fehlt es an der strategischen Nutzung von Kundendaten, an passgenauen Inhalten im richtigen Moment oder an klaren Übergaben zwischen Marketing und Vertrieb. Manchmal ist das auch ein technisches Thema von unterschiedlichen nicht vernetzten Daten-Töpfen (wir nennen das Silo). Das führt zu niedrigen Conversion-Raten und unqualifizierten Kontakten. Entscheidend wird es sein, intelligente Marketing-Automatisierung mit klaren Sales-Enablement-Prozessen zu verbinden, um Leads nicht im System versickern zu lassen.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der digitalen Customer Experience im B2B?

KI hat die Chance, die User Experience radikal zu verbessern – etwa durch gezielte Kundenansprache oder smarte Suchfunktionen, die den Kunden schnell zu den relevanten Inhalten und Produkten führen. Gerade im B2B, wo Produktportfolios komplex und Kundenanforderungen hochspezifisch sind, können KI-gestützte Anwendungen den Unterschied machen. Unternehmen, die KI einsetzen, um Relevanz, Geschwindigkeit und Personalisierung sicherzustellen, verschaffen sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

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