Neues aus der Handelswelt
Mit Forschung und Beratung erfolgreich im Handeln
B2C - & B2B-Händler
Hersteller
Kommunen & Ministerien
Dienstleister
Expertise für Handel im digitalen Zeitalter
Studien und Marktdaten zum Kauf / Download
Studien
Daten
Spannende Projekte aus der IFH Welt
Die Events des IFH Köln

Trend Check Handel

Konsumstimmung, Konsumtrends, Krisenverhalten

Trend Check Handel Vol. 17

Onlineshift bleibt stabil

Online-Shift bleibt stabil Zeitreihe 2023 bis 2026: Der Anteil der Online-Einkäufe, die sonst im Geschäft erfolgt wären, bleibt über die Jahre relativ stabil und liegt 2026 bei 27 bis 28 Prozent.

Nach wie vor greift rund ein Drittel der Konsument:innen auf den Onlinekanal zurück. Damit stagniert der Onlineshift im vierten Jahr in Folge.

Online für Vorräte, schwere Einkäufe und mehr Flexibilität

Der Online-Lebensmitteleinkauf hat sich als praktische Ergänzung zum stationären Einkauf etabliert, ersetzt diesen jedoch nur selten vollständig. Verbraucher:innen nutzen den Kanal insbesondere dann, wenn er konkrete Vorteile im Alltag bietet. Für 55 Prozent steht die Zeitersparnis im Vordergrund, 53 Prozent schätzen den Wegfall schwerer Einkaufstüten oder Getränkekisten und 43 Prozent die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Entsprechend werden vor allem haltbare Lebensmittel, Drogerie- und Kosmetikartikel sowie schwere oder sperrige Produkte online bestellt. Mehr als ein Drittel der Konsument:innen nutzt den Onlinekanal gezielt für Vorratseinkäufe und kombiniert ihn mit dem Einkauf vor Ort.

Online bestellte Produkte Übersicht: Am häufigsten werden haltbare Lebensmittel (69 Prozent), Drogerieartikel (66 Prozent) sowie schwere und sperrige Produkte (58 Prozent) online bestellt.

Kostenlose Lieferung bleibt der wichtigste Kaufanreiz

Anreize zur Überzeugung von Nicht-Käufer:innen Balkendiagramm: Kostenlose Lieferung (47 Prozent) und eine Preisgarantie (40 Prozent) sind die stärksten Anreize für bisherige Nicht-Käufer:innen, Lebensmittel online zu bestellen.

Bei bisherigen Nichtnutzer:innen wären vor allem finanzielle Vorteile ausschlaggebend, um Lebensmittel online zu bestellen. Fast jede:r Zweite (47 %) würde sich durch eine kostenlose Lieferung ohne Mindestbestellwert zum Ausprobieren bewegen lassen. Besonders hoch ist die Bereitschaft bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen 54 Prozent dieses Angebot attraktiv finden.

Auch Preisvorteile spielen eine wichtige Rolle: 40 Prozent würden online einkaufen, wenn sie sicher sein könnten, dort günstiger einzukaufen als im stationären Handel. Gleichzeitig bleibt die Skepsis groß. Mehr als die Hälfte der heutigen Nichtkäufer:innen kann sich aktuell nicht vorstellen, Lebensmittel online zu bestellen.

Digitale Services unterstützen beim Sparen und Planen

Verbraucher:innen achten beim Lebensmitteleinkauf stärker auf Preise und planen ihre Einkäufe bewusster als noch vor einigen Jahren. Digitale Services treffen deshalb vor allem dann auf Zustimmung, wenn sie konkrete Vorteile bieten. 70 Prozent wünschen sich Händler-Apps mit exklusiven Rabatten, 65 Prozent personalisierte Coupons. Auch die Einkaufsplanung wird zunehmend digital: Bereits 42 Prozent der Onlinekäufer:innen bauen ihren Warenkorb über mehrere Tage hinweg auf und nutzen ihn als digitale Einkaufsliste für den Wocheneinkauf. Damit wird der Onlinekanal nicht nur zum Bestellweg, sondern auch zum Werkzeug für eine strukturierte und budgetorientierte Einkaufsplanung. KI-Anwendungen stoßen insbesondere dann auf Interesse, wenn sie bei der Produktauswahl unterstützen oder gesündere Alternativen empfehlen.

Planung von Online-Einkäufen Übersicht: 42 Prozent fügen Produkte laufend dem digitalen Warenkorb hinzu, 35 Prozent nutzen die Wiederbestellfunktion für Standardeinkäufe.

Zur Vorgängerbefragung Corona Consumer Check

Konsumverhalten in Zeiten der Pandemie

Kontakt

Dr. Ralf Deckers
Bereichsleiter Customer Insights | IFH KÖLN
E-Mail: r.deckers@ifhkoeln.de
cartmagnifiermenuarrow-down-circle