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Markt für Schmuck und Uhren verzeichnet 2025 Umsatzplus von 2,1 Prozent. Gold- und Platinschmuck weiterhin führend im Schmuckmarkt, Silber- und Doublé-Schmuck wachsen im Vergleich zum Vorjahr. Onlineanteil verzeichnet seit 2023 jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 3,2 Prozent.

Getrübte Konsumlaune, wirtschaftliche Unsicherheiten und steigende Goldpreise prägen aktuell den Markt für Schmuck und Uhren. Der Schmuckkauf zeigt sich dabei zunehmend polarisiert: Jeweils 34 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher verzichten weitgehend auf Schmuckkäufe oder kaufen unverändert weiter ein, während 12 Prozent Anschaffungen häufiger verschieben. Trotz dieser Entwicklungen legt der Schmuck- und Uhrenmarkt nach zwei Jahren mit leichten Umsatzrückgängen 2025 wieder zu. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Branchenbericht Schmuck und Uhren 2026 von IFH KÖLN und BBE Handelsberatung. So steigt das Marktvolumen 2025 um 2,1 Prozent auf einen Umsatz von 7,1 Milliarden Euro und übertrifft damit den bisherigen Höchststand von 2022 leicht.

„Der Markt bewegt sich weiterhin in einem Spannungsfeld: Einerseits belasten wirtschaftliche Unsicherheiten und Preissteigerungen die Kauflaune, andererseits behauptet sich insbesondere Schmuck aufgrund seines emotionalen Wertes und seiner Funktion als Wertanlage vergleichsweise stabil“, ordnet Peter Frank, Executive Consultant bei der BBE Handelsberatung, die aktuelle Entwicklung ein.

Gold- und Platinschmuck bleiben am beliebtesten

Mit einem Anteil von 69 Prozent entfällt der Großteil des Gesamtmarktvolumens weiterhin auf Schmuck, während 31 Prozent auf Uhren entfallen. Innerhalb des Schmuckmarkts bleibt Gold- und Platinschmuck das umsatzstärkste Segment. Gleichzeitig konnten im Vergleich zum Vorjahr auch Doublé- und Silberschmuck zulegen. Dagegen verliert Modeschmuck weiter an Relevanz – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer stärkeren Preis- und Qualitätsorientierung der Konsumentinnen und Konsumenten.

Onlineanteil steigt auf 24 Prozent

Seit 2023 gewinnt der Onlinehandel für Schmuck und Uhren wieder an Dynamik und wuchs in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 3,2 Prozent pro Jahr. 2025 liegt der Onlineanteil bei 24 Prozent. Asiatische Plattformen wie Temu oder Shein werden zwar für den Kauf von Schmuck und Uhren genutzt, ihr Einfluss bleibt jedoch bislang überwiegend auf das Modeschmucksegment beschränkt und ist damit für den Gesamtmarkt noch von untergeordneter Bedeutung.

„Der Onlinemarkt profitiert davon, dass digitale Systeme in den vergangenen Jahren deutlich ausgereifter geworden sind. Insbesondere bei personalisierten Produkten – etwa individuell konfigurierten Eheringen – bietet der Onlinekanal heute mehr Gestaltungsmöglichkeiten als je zuvor. Neue Impulse entstehen zudem durch digitale Beratung, influencergetriebene Social-Commerce-Formate und das wachsende Online-Secondhandsegment“, so Dominik Kudet, Projektmanager am IFH KÖLN.

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Balkendiagramm zum Marktvolumen für Schmuck und Uhren in Deutschland von 2016 bis 2025 (in Mio. Euro). Die Umsätze steigen von 6.068 Mio. Euro (2016 und 2017) über 6.107 Mio. Euro (2018) und 6.372 Mio. Euro (2019), fallen deutlich auf 5.626 Mio. Euro (2020) und erholen sich anschließend auf 5.859 Mio. Euro (2021) sowie 7.101 Mio. Euro (2022). In den Jahren 2023 (7.038 Mio. Euro) und 2024 (6.976 Mio. Euro) gehen die Werte leicht zurück, bevor sie 2025 wieder auf 7.124 Mio. Euro ansteigen. Die prozentuale Veränderung zum Vorjahr liegt bei 0,0 % (2017), 0,6 % (2018), 4,3 % (2019), -11,7 % (2020), 4,1 % (2021), 21,2 % (2022), -0,9 % (2023 und 2024) sowie 2,1 % (2025).

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Über die Studie

Der „Branchenbericht Schmuck und Uhren“, Jahrgang 2026, des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung zeigt die die zentralen Entwicklungen des deutschen Schmuck- und Uhrenmarktes auf. Die Studie bietet detaillierte Ergebnisse zu Marktvolumen, Teilmärkten und Vertriebsstrukturen, ergänzt um eine bevölkerungsrepräsentative Konsumentenbefragung sowie eine Marktprognose bis 2030. Sie umfasst unter anderem folgende Inhalte:

  • Marktvolumen auf Endverbraucherebene 2016 bis 2025
  • Analyse der Teilmärkte 2016 bis 2025
  • Vertriebswegeprofile, Vertriebsstrukturen 2016 bis 2025
  • Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Konsumentenbefragung
  • Marktprognose 2026 bis 2030

Die komplette Studie kann im Shop des IFH KÖLN erworben werden.

Die Studienergebnisse werden außerdem im MARKET TALK „Quo vadis Schmuck & Uhren: Zahlen, Daten, Fakten zum Markt“ am 27.05.2026 um 11 Uhr von unseren Expert:innen präsentiert. Hier geht es zur kostenfreien Anmeldung.

Über die BBE Handelsberatung

Die BBE Handelsberatung mit Hauptsitz in München und Niederlassungen in Hamburg, Berlin, Köln, Leipzig, Erfurt und Stuttgart berät seit über 70 Jahren Handelsunternehmen aller Betriebsgrößen und Betriebsformen, Einkaufskooperationen, Verbundgruppen und die Konsumgüterindustrie sowie die Immobilienwirtschaft und Kommunen. Im Verbund der BBE Handelsberatung, IPH Handelsimmobilien und elaboratum New Commerce Consulting reicht das Beratungsportfolio der 180 Branchen-, Standort-, E-Commerce- und Immobilien-Experten von Strategieentwicklung, Markt- und Standortanalysen, Image- und Kundenforschung bis hin zu Projektentwicklung und Centermanagement. Analyse- und Prognosemethoden werden kontinuierlich optimiert, Wissenschaft und Praxis verzahnt, um auf diese Weise kompetent Handlungsempfehlungen geben zu können.

Mehr unter: www.bbe.de

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