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Topthemen des anstehenden Apothekenjahres 2021: Rx-Boni- und Rx-Versandhandelsverbot sowie E-Rezept und Bürokratieabbau. Zum Jahreswechsel hin steigen die Konjunkturindizes zur Geschäftslage und -erwartung an.

Die Dezemberausgabe des Apothekenkonjunkturindex APOkix rekapituliert das Apothekenjahr 2020 und gibt einen Ausblick auf 2021. Über 50 Prozent der befragten Apothekeninhaber*innen bewerten das Apothekenjahr 2020 dabei mindestens mit der Note „befriedigend“, knapp jede/r Zweite vergibt die Note „ausreichend“ oder schlechter. Bezogen auf 2021 blicken nur 14 Prozent positiv auf das Geschäftsjahr ihrer Apotheke(n), knapp jede/r Zweite wählt eine „neutrale“ Einschätzung und 38 Prozent blicken eher pessimistisch auf das neue Apothekenjahr.

Zu den Topthemen des Jahres 2021 zählen nach Ansicht der Apothekeninhaber*innen das Rx-Boni-Verbot (höchste Priorität für 68 % der Befragten), das Rx-Versandhandelsverbot (63 %), die Umsetzung des E-Rezepts (57 %) und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Wettbewerb – insbesondere mit Arzneimittelversendern – (59 %) sowie der Bürokratieabbau im Apothekenalltag (57 %). Daneben stehen auch das Apothekenhonorar (48 %), der Wettbewerb mit Arzneimittelversendern (45 %) und Plattformen (36 %) sowie die Vermeidung von Retaxationen (41 %) und Lieferengpässen (39 %) im Fokus der Apothekerschaft für das neue Jahr. Ferner beschäftigen sich die Apotheker*innen intensiv mit vielfältigen Themen im Kontext der Digitalisierung und den Auswirkungen rund um COVID-19.

Bewertung der Standesvertretungen und Gesundheitspolitik verbessert

Die Bewertung der Leistungen der Gesundheitspolitiker*innen und der Standesvertretungen fällt im Jahr 2020 positiver aus als in den Vorjahren: Lagen die Durchschnittsnoten für beide Gruppen im Jahr 2019 noch bei 4,8, konnten sich die Gesundheitspolitiker*innen im Jahr 2020 auf 4,2 und die Standesvertretungen auf 4,4 verbessern.

Geschäftslage verzeichnet starken Anstieg

Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage im Dezember steigt auf 93,4 Punkte und verzeichnet damit einen starken Anstieg um 30,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist dennoch ein Rückgang um 6,6 Punkte zu beobachten. Auch die Einschätzung der erwarteten Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten steigt gegenüber dem Vormonat um 4,5 Punkte auf aktuell 54 Punkte. Dies entspricht einem Minus von 8,8 Punkten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Entwicklungen verstetigen.

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Grafik APOkix Dezember 2020 Topthemen 2021

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Für 68 Prozent der Befragten sollte das Rx-Boni-Verbot höchste Priorität genießen – es stellt damit das Topthema 2021 dar.
  • Dem Rx-Versandhandelsverbot ist nach Ansicht von 63 Prozent höchste Priorität beizumessen – es ist aus Sicht der Apotheker*innen damit das zweitwichtigste Thema 2021.
  • Die Bewertung der Leistungen der Gesundheitspolitiker*innen fällt im Jahr 2020 mit einer Durchschnittsnote von 4,2 positiver aus als 2019.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage steigt im Dezember auf 93,4 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten steigt im Dezember auf 54 Punkte.

Über den APOkix

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber*innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im Dezember wurden im Zeitraum vom 14.12.2020 bis zum 04.01.2020 150 Apothekenleiter*innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer*innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit der Jahresendbefragung. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag. Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

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