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Neues B2BEST Barometer von ECC KÖLN, synaigy und OVHcloud zeigt: Digitale Resilienz und Souveränität ist für die Mehrheit der B2B-Unternehmen wichtig, doch technologische Hürden erschweren den Weg dahin. Ebenso: Trotz Risikowahrnehmung bei der Nutzung von nicht-europäischen Lösungsanbietern ist die Praxis vieler B2B-Unternehmen eine andere oder zumindest eine gemischte.

Daten gehören heute für Unternehmen zu ihren Kernressourcen. Zunehmende Cyberkriminalität, aber auch geopolitische Konflikte sowie andere externe Einflussfaktoren machen digitale Souveränität und Resilienz unabdingbar. Bereits heute messen knapp zwei Drittel (63 %) der im Rahmen des B2BEST Barometer Vol. 22 von ECC KÖLN, synaigy und OVHcloud befragten B2B-Unternehmen diesen Themen eine hohe Relevanz bei. In drei Jahren steigt der Anteil auf über drei Viertel (77 %), in fünf Jahren auf 83 Prozent. Sieben von zehn Unternehmen (70 %) geben an, dass sie ihre Investitionen in IT-Systemlandschaften 2027 im Vergleich zu 2026 etwas oder auch deutlich steigern werden. Als besonders entscheidend für die eigene digitale Souveränität gelten dabei vor allem die Kontrolle über eigene Daten (58 %), die technologische Eigenständigkeit (44 %), die Einhaltung europäischer Regularien wie DSGVO oder EU Data Act (38 %) sowie die Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern (33 %).

„Die Entwicklung ist eindeutig: Digitale Souveränität und Resilienz rücken im B2B zunehmend in den strategischen Fokus. Viele Unternehmen haben erkannt, wie wichtig die Kontrolle über Daten und Systeme für ihre Zukunftsfähigkeit ist. Ein ausgeprägtes Bewusstsein allein reicht allerdings nicht aus. Entscheidend wird sein, digitale Strukturen konsequent zu gestalten und bestehende Abhängigkeiten aktiv zu reduzieren – genau hier liegt für viele Unternehmen derzeit die größte Herausforderung“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH KÖLN und Gründer des ECC KÖLN.

Vielfalt an technologischen Hürden erschwert digitale Souveränität

Auf dem Weg zu digitaler Souveränität entpuppen sich bestehende IT-Strukturen für viele Unternehmen als große Hürden, etwa: hohe Wartungs- und Betriebskosten für die eigene Infrastruktur (39 %), fehlende personelle Ressourcen in der IT-Abteilung (38 %), begrenzter mobiler Zugriff auf Systeme oder Daten (34 %) und veraltete Software/unregelmäßige Updates (33 %). Vor allem der Aufwand für die Gewährleistung der IT-Sicherheit (53 %), die technische Integration neuer Systeme/Partner (49 %) und die Entwicklung neuer Funktionalitäten (43 %) ist bei etwa der Hälfte der befragten Unternehmen hoch. Zudem zeigt sich struktureller Nachholbedarf: Bei 51 Prozent der Unternehmen erfolgt die Integration zentraler Systeme wie ERP oder CRM über starre Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, weitere 14 Prozent arbeiten mit isolierten Silo-Lösungen ohne Datenaustausch. Etwas über ein Drittel (35 %) nutzt hingegen ein API-Management.

„Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre IT-Landschaften schrittweise erweitert – oft ohne sie grundlegend neu zu strukturieren. Das führt dazu, dass Daten zwar vorhanden sind, aber nicht durchgängig nutzbar oder kontrollierbar sind. Genau hier wird digitale Resilienz greifbar: Nur wenn Datenflüsse transparent sind und Systeme sauber zusammenspielen, können Unternehmen im Störfall schnell reagieren und handlungsfähig bleiben. Der entscheidende Schritt ist deshalb, bestehende Komplexität zu reduzieren und die eigene IT gezielt auf Flexibilität und Stabilität auszurichten“, erklärt Joubin Rahimi, Geschäftsführer synaigy.

Trotz Risikowahrnehmung pragmatische Ansätze bei Softwarelösungen und Datenspeicherung

Viele Unternehmen nehmen einen deutlich Handlungsdruck wahr: Mehr als die Hälfte (56 %) ist überzeugt, sich digital besser aufstellen zu müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Gleichzeitig zeigt sich die kritische Abhängigkeit von funktionierenden Systemen, indem 51 Prozent angeben, dass ein Totalausfall ihrer IT-Systeme zu einem unmittelbaren Stillstand des Kerngeschäfts führen würde. Trotz dieser hohen Sensibilität für Risiken setzen viele Unternehmen bei der Auswahl ihrer Systeme und Infrastruktur auf pragmatische Lösungen: Die Mehrheit (61 %) nutzt für ihre System eine Mischung aus europäischen und nicht-europäischen Softwarelösungen. Bei der Datenspeicherung greifen über ein Drittel (37 %) auf Rechenzentren in Deutschland zurück, knapp ein Viertel (22 %) auf solche in der EU, 16 Prozent auf US-Anbieter mit EU-Region und 12 Prozent auf eine Mischung aus mehreren Varianten. Dabei schätzen die Befragten das Risiko bei der Nutzung nicht-europäischer Anbieter hinsichtlich geopolitischer Risiken (47 %), rechtlicher Unsicherheiten (40 %) sowie den Verlust der Kontrolle über Produktdaten und Kundeninformationen (36 %) als eher/sehr hoch ein.

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Horizontales Balkendiagramm zur Datenspeicherung: 37 % speichern Daten in Rechenzentren in Deutschland, 22 % in der EU (ohne Deutschland), 16 % bei US-Anbietern mit EU-Region, 5 % bei US-Anbietern ohne garantierte EU-Datenhaltung, 10 % im eigenen Rechenzentrum und 12 % nutzen Mischformen. Überschrift: „Kein klarer Trend bei der Datenspeicherung“.

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Über das B2BEST Barometer

Im Rahmen des „B2BEST Barometers“ beleuchten das ECC KÖLN und synaigy quartalsweise die Stimmung im Großhandel und B2B-Vertrieb sowie Trendthemen der Branche. Hierfür wurden insgesamt 200 Großhändler und Hersteller (Verteilung: 35,50 % Großhändler und 64,50 % Hersteller) zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage im März 2026 online befragt. In der vorliegenden Befragung wurde zusätzlich das Thema „Digitale Resilienz“ fokussiert.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

Über synaigy

Als AI-getriebene Digitalagentur für Unternehmen vom Mittelstand bis zum Konzern, spezialisiert auf B2B, B2C und D2C vereinen wir Agentur-, Beratungs- und Technologiekompetenz unter einem Dach und schaffen digitale Lösungen, die nicht nur gut aussehen, sondern messbare Wirkung erzielen. Unser Leistungsspektrum reicht von Commerce, CMS/DXP und Digital Experience über datengetriebene Geschäftsmodelle bis hin zu KI-gestützter Personalisierung und Plattformstrategien. Dabei begleiten wir unsere Kunden von der ersten strategischen Idee über die technische Umsetzung bis zum laufenden Betrieb, strukturiert, fokussiert und mit klarem Blick auf die Kennzahlen, die zählen. AI ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit: Wir nutzen künstliche Intelligenz, um digitale Erlebnisse smarter zu machen, Entscheidungen datenbasiert zu treffen und Plattformen kontinuierlich zu optimieren. Entstanden durch den Zusammenschluss von synaigy und der Agentur interactive tools innerhalb der TIMETOACT GROUP, vereinen wir heute rund 170 Fachleute aus den Bereichen Brand Design, Content-Strategie, Digital Experience Design, E-Commerce, Data und AI. Als Teil der TIMETOACT GROUP mit über 1.600 Spezialisten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Standorten profitieren unsere Kunden von einer einzigartigen Kombination aus Agenturkreativität, technologischer Tiefe und Beratungsstärke.

Mehr unter: www.synaigy.com

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