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10. Dezember 2020

Nachdem die Einkaufsrealität der Konsument*innen mit dem Shutdown und dem Bedarf an Social Distancing innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf gestellt wurde, zog das Onlinewachstum deutlich über das Niveau von 2019 – welches seinerseits schon rekordverdächtig war. Auf welchem Niveau wird das Jahr 2020 abgeschlossen und wie geht die Entwicklung weiter?

Die Prognose von zukünftigen Entwicklungen ist immer komplex, doch ist durch die Rahmenbedingungen der Coronapandemie eine neue Dimension erreicht. So gibt es auch im Dezember 2020 noch Unwägbarkeiten, wie hoch der Onlineumsatz 2020 nun sein wird: Wie entwickeln sich die Fallzahlen? Welche Bundesländer beschließen einen Shutdown, der auch den Einzelhandel betrifft? Wie sieht das Kaufverhalten der Konsument*innen aus? Wie lange hält die logistische Infrastruktur dem Onlineansturm im Weihnachtsgeschäft stand?

Onlineumsatz 2020 zwischen 80 und 88 Milliarden Euro

Eins ist an dieser Stelle klar: Das Jahr 2020 wird alle bisherigen Wachstumsrekorde in den Schatten stellen und die 80 Milliarden-Schallmauer wird deutlich durchbrochen werden. Zwischen 80 und 88 Milliarden Euro wird der Onlineumsatz nach unserer Prognose liegen. Dies entspricht einem prozentualen Wachstum zwischen 15 und 26 Prozent – ein deutlicher Anstieg zu 2019 mit 11 Prozent. Dabei hatte die Dynamik bereits im vergangenen Jahr zugenommen und ein weiteres dynamisches Jahr war zu erwarten – doch diese Entwicklung liegt nochmal auf einer anderen Ebene.

Absolut gesehen wächst der Onlinehandel damit 2020 mindestens um einen Betrag, der sonst in zwei Jahren erreicht wird. Eine Beschleunigung, welche das „Ökosystem Einzelhandel“ im wahrsten Sinne des Wortes erstmal verkraften muss: Von Websiteperformance bis zur Logistik fordert eine solche Entwicklung alle Beteiligten bis hin zu neuen Anforderungen an das stationäre Geschäft bzw. die Innenstädte im Allgemeinen. Immerhin wird nun ein Onlineanteil erreicht, der zwischen 13 und 14 Prozent am Einzelhandelsumsatzes (inkl. FMCG) liegt.

Onlineumsatz im Trendszenario bei 120 Milliarden Euro

Wie wird es nun weitergehen? Die zukünftige Entwicklung ist stark mit dem weiteren Verlauf der Pandemie verknüpft und kann mit einer einfachen Gleichung zusammengefasst werden: Ist die Zahl der Infizierten hoch, bedeutet dies eine hohe Onlinedynamik. Es ist unbestritten, dass auch mit einer „Normalisierung“ die Onlinebedeutung weiterwachsen wird – doch in welcher Dynamik? Schließlich ist auch der Anteil der Heavy-Online-Shopper*innen unter den Onlinern im Jahr 2020 sprunghaft auf 25 Prozent gestiegen – solch ein Kaufverhalten wird nicht einfach wieder abgelegt.

Der Status quo in den einzelnen Branchen und auch die Dynamik unterscheiden sich, doch die große Entwicklungslinie ist eindeutig. Laut unserer Prognose beläuft sich im Jahr 2024 der Umsatz im Trend-Szenario auf ca. 120 Milliarden Euro – bei zunehmendem Wachstum auf 141 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Onlineanteil am Einzelhandelsumsatz von 16,5 bis 19,4 Prozent. Somit steht für Händler, aber auch für Hersteller, außer Frage, den Onlinekanal in den Mittelpunkt der eigenen Strategie zu stellen und die weiteren Touchpoints darauf auszurichten.

Grafik Marktvolumen Online 2020

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter: https://www.ifhkoeln.de/produkt/onlinehandel2020/

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