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Die Menschen in Deutschland reisen weniger – das spüren auch die Apotheken. Der APOkix im August zeigt, dass die Nachfrage nach Produkten und Beratung zum Thema Reiseapotheke deutlich gesunken ist. Die Konjunkturindizes zur aktuellen Geschäftslage und zur erwarteten Geschäftsentwicklung stabilisieren sich auf einem niedrigen Niveau.

Im Sommer 2020 wird in Deutschland deutlich weniger gereist als in den Jahren zuvor. Reisen zu Ferienzielen außerhalb Deutschlands und insbesondere Fernreisen finden deutlicher seltener als in den Vorjahren statt. Dies wirkt sich auch auf den Apothekenmarkt aus. So geben 84 Prozent der im Apothekenkonjunkturindex APOkix befragten Apothekenleiter*innen an, dass die Nachfrage nach Produkten und Beratung rund um das Thema Reise und Reiseapotheke im Vergleich zum Sommer des Vorjahres gesunken sei.

Nachfrage mit starkem Fokus auf Coronapandemie

Wenn es doch auf Reisen geht, dann drehen sich die Fragen und Wünsche der Kund*innen zum Thema „Reise & Reiseapotheke“ nach Angaben von knapp jeder/m zweiten Befragten sehr häufig um das Thema Corona und Corona-Schutzmaßnahmen. Entsprechend oft werden Desinfektionsmittel (starke Nachfrage in 90 Prozent der Apotheken) und Schutzmasken (72 Prozent) in den Apotheken nachgefragt. Dahinter folgen die „Klassiker der Reiseapotheke“, wie Insektenschutz (68 Prozent), „Sonnenschutz“ (52 Prozent), „Schmerz & Fieber“ (48 Prozent), Verbandmaterialien (40 Prozent) sowie Produkte aus dem Bereich „Magen & Darm“ (36 Prozent).

Erwartete Einbußen infolge schwacher Nachfrage

Infolge der ausbleibenden oder eingeschränkten Urlaubsreisen der deutschen Bevölkerung rechnen 96 Prozent der Apothekenleiter*innen im laufenden Jahr mit erheblichen Einbußen beim Verkauf von Produkten zum Thema Reiseapotheke. Dies belastet Apotheken wirtschaftlich stark. Dieses Segment hatte nach Angaben von knapp jeder/m zweiten Befragten in den letzten zwei bis drei Jahren eine hohe Bedeutung für die Ertragslage der Apotheken.

Geschäftslage der Apotheken erholt sich im August

Erstmals seit Beginn der Pandemie im März steigt der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage im August zum Vormonat wieder an: um 6,6 Punkte auf 64,0 Punkte. Verglichen zum Vorjahresmonat, ist damit dennoch ein deutliches Minus von 17,1 Punkten zu verzeichnen. Im August schätzen die im Rahmen des APOkix befragten Apothekenleiter*innen auch die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten wieder positiver ein als im Vormonat Juli. Der Index steigt gegenüber dem Vormonat um 11,9 Punkte auf 64,0 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies sogar einem Plus von 4,1 Punkten.

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Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 84 Prozent geben an, dass die Nachfrage rund um das Thema Reiseapotheke gesunken sei im Vergleich zu 2019.
  • 46 Prozent bestätigen, dass sich die Fragen und Wünsche der Kund*innen zum Thema „Reise & Reiseapotheke“ sehr häufig um das Thema Corona und Corona-Schutzmaßnahmen drehen.
  • 96 Prozent rechnen dieses Jahr mit erheblichen Einbußen beim Verkauf von Produkten zum Thema Reiseapotheke.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage steigt im August auf 64 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten steigt im August auf 64 Punkte.

Über den APOkix 

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH Köln ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber*innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im August wurden im Zeitraum vom 10.08.2020 bis zum 24.08.2020 25 Apothekenleiter*innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit Reisen in Zeiten der Coronakrise. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag. Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können unter www.apokix.de kostenfrei heruntergeladen werden.

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