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11. Mai 2026

Im vorherigen Beitrag stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Validität von Zustellbefragungen durch ein 2‑Phasenmodell erhöhen lässt. Darauf aufbauend lohnt sich ein Blick auf den nächsten Schritt, der mittels QSP Media Check möglich ist: die Nutzung der bestehenden Panelstruktur für weiterführende marktforschungsrelevante Fragestellungen.

Denn was passiert, wenn man nicht nur weiß, ob ein Prospekt ankommt, sondern auch, wie er wahrgenommen und bewertet wird?

Vom Zustellnachweis zur Wirkungsanalyse

Die im Vorfeld sensibilisierten und aktivierten Panelteilnehmer:innen bieten ideale Voraussetzungen für weiterführende Analysen. Die bewusste Auseinandersetzung mit den zugestellten Medien schafft eine Datengrundlage, die weit über klassische Reichweiten- oder Zustellfragen hinausgeht.

Auf dieser Basis lassen sich beispielsweise ergänzende Abfragen integrieren, die konkrete Rückschlüsse auf die Werbewirkung ermöglichen:

  • Prospektnutzung und Werbereichweite: Wurde das Prospekt nicht nur erhalten, sondern auch durchgeblättert oder intensiv gelesen? Welche Inhalte sind besonders aufgefallen?
  • Preiswürdigkeit: Wie schätzen Haushalte die beworbenen Angebote im Hinblick auf Attraktivität und Preis-Leistungs-Verhältnis ein?
  • Angebotsattraktivität: Welche Produkte oder Aktionen wecken Interesse oder lösen sogar Kaufimpulse aus?
  • Servicewahrnehmung: Welche Rolle spielt der wahrgenommene Service des werbenden Unternehmens im Gesamteindruck?
  • Aktionsbewertung: Wie werden spezifische Kampagnen oder saisonale Aktionen beurteilt?

Diese zusätzlichen Dimensionen transformieren den QSP Media Check von einem reinen Qualitätssicherungsinstrument zu einem umfassenden Tool der Wirkungsforschung.

Relevanz durch zeitlichen und inhaltlichen Kontext

Der große Mehrwert liegt dabei im Kontext: Die Befragung erfolgt zeitnah zur Zustellung und basiert auf einer zuvor geschärften Wahrnehmung. Dadurch sind die Antworten nicht nur valider, sondern auch deutlich differenzierter als bei klassischen, unvorbereiteten Befragungen.

Panelteilnehmer:innen erinnern sich genauer, bewerten bewusster und liefern somit belastbare Insights für strategische Entscheidungen im Marketing und Vertrieb.

Effizienz durch bestehende Infrastruktur

Ein weiterer Vorteil: Die bestehende Panelstruktur ermöglicht diese Erweiterung ohne zusätzlichen Rekrutierungsaufwand. Die Teilnehmer:innen sind bereits aktiviert, datenschutzkonform eingebunden und mit dem Prozess vertraut. Neue Fragestellungen können somit effizient integriert und flexibel angepasst werden.

Fazit: Ein System mit Wachstumspotenzial

Der QSP Media Check endet nicht bei der Frage nach der Zustellung – er beginnt dort erst richtig. Die Kombination aus validem Panel, gezielter Aktivierung und modular erweiterbaren Befragungsinhalten schafft eine leistungsfähige Basis für moderne Marktforschung. Unternehmen erhalten nicht nur Sicherheit über die Verteilung ihrer Printmedien, sondern auch wertvolle Einblicke in deren tatsächliche Wirkung beim Empfänger. Oder anders gesagt: Aus der Frage „Ist es angekommen?“ wird „Was hat es bewirkt?“ – und genau darin liegt der entscheidende Unterschied.

Ausblick: Mehr Erkenntnisse aus dem QSP Media Check

Der QSP Media Check liefert mehr Erkenntnisse als „nur“ Aussagen zur Zustellqualität. Schließlich eröffnen sich durch den direkten Zugang zu Kund:innen weitere Möglichkeiten, die vorhandene Panelstruktur zu nutzen. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Sie möchten wissen, wie Sie den QSP Media Check in Ihrem Unternehmen einsetzen können?

Unser Experte Andreas Riekötter berät Sie gerne.

EXPERTE
Andreas Riekötter

Andreas Riekötter ist Geschäftsführer von IFH MEDIA ANALYTICS, einer Tochter der IFH KÖLN Unternehmensgruppe. Der studierte Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker verfügt über langjährige Erfahrungen in geschäftsführenden Leitungsfunktionen im Lebensmitteleinzelhandel und der Last Mile Logistik. Berufliche Stationen waren unter anderem die Geschäftsführung bei Kaufland in den Bereichen Werbung und Vertrieb, sowie bei dem Kontraktlogistiker Fiege als Geschäftsführer für die Medienkooperationen und die Paketlogistik.

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