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24. September 2026

KI hat Einzug gehalten in den Alltag der Menschen. Ob bei der Texterstellung, der Recherche oder der Planung – generative KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Copilot werden zunehmend selbstverständlich genutzt. Doch welche Rolle spielt KI wirklich im Handel, wenn es um die Suche nach Produkten und Angeboten geht? Die aktuelle Studie „Angebotssuche im Wandel: Ersetzt KI Suchmaschinen und Händler-Apps?“ von IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA CENTRAL geht genau dieser Frage nach. Basierend auf einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 1.000 Konsument:innen in den Bereichen Lebensmittel, DIY, Elektro und Möbel zeigt sich: Für die Suche nach Produkten und Angeboten spielt KI bislang eine nachgeordnete Rolle.

Suchmaschinen, Händler-Websites und -Apps bleiben vorn

62 Prozent nutzen mindestens gelegentlich Suchmaschinen, 61 Prozent Händler-Websites, 43 Prozent Händler-Apps. KI-Anwendungen werden dagegen von 21 Prozent für die Angebots- und Produktsuche eingesetzt. Besonders im Elektro- und Möbelbereich sowie bei jüngeren Zielgruppen ist die Nutzung höher. Wer KI bereits nutzt, setzt sie vor allem für die Recherche ein: Für konkrete Fragen, Produktvergleiche, Empfehlungen und die Prüfung von Informationen. Bei Angeboten, Rabatten und Preisvergleichen behalten dagegen etablierte Kanäle ihre Relevanz. KI ist damit weniger ein Ersatz für bestehende Touchpoints als eine zusätzliche Stufe in der Customer Journey.

Liniendiagramm: KI wird besonders für Produktfragen, Vergleiche und Empfehlungen genutzt; am seltensten übernimmt sie die Kaufentscheidung

 


Vertrauen entscheidet über Nutzung

Die größte Hürde für eine breitere KI-Nutzung ist nicht fehlende Bekanntheit, sondern der wahrgenommene Nutzen. Fast jede:r zweite Nichtnutzer:in sieht keinen Bedarf, 42 Prozent bevorzugen klassische Kanäle. Hinzu kommen Zweifel an der Verlässlichkeit der Antworten und an der Transparenz der zugrunde liegenden Informationen. Gleichzeitig bewerten aktive KI-Nutzer:innen die Anwendungen durchaus positiv: 86 Prozent stimmen zu, dass KI ihnen zu besseren Kaufentscheidungen verhilft. 84 Prozent überprüfen die Ergebnisse dennoch zusätzlich über andere Quellen.

KI beeinflusst Kaufentscheidungen bereits heute

Die derzeit noch begrenzte Nutzung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass KI-Nutzer:innen bereits konkrete Auswirkungen wahrnehmen. 67 Prozent sagen, dass KI einen starken Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen hat. Mehr als die Hälfte der KI-Nutzer:innen hat aufgrund einer KI-Anwendung bereits ein Produkt gekauft. Die Empfehlungen führen dabei nicht nur zu konkreten Käufen, sondern eröffnen Konsument:innen auch neue Optionen: etwa jede:r Dritte hat dadurch eine neue Marke entdeckt oder einen Händler besucht.

Neue Anforderungen an Händler

Für Hersteller und Händler entsteht damit ein neuer Wettbewerb um Sichtbarkeit in KI-generierten Empfehlungen. Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und Serviceinformationen müssen nicht nur auf der eigenen Website oder in der App konsistent und aktuell sein. Sie müssen auch so aufbereitet werden, dass KI-Anwendungen sie möglichst korrekt finden, einordnen und in Empfehlungen berücksichtigen können. Die Entwicklung spricht nicht für ein Entweder-oder, sondern für einen crossmedialen Ansatz: Wer KI als zusätzlichen Einstiegspunkt in die Customer Journey versteht und gleichzeitig Vertrauen in den eigenen Touchpoints sichert, schafft die Grundlage für Relevanz in einer zunehmend KI-geprägten Produktsuche.

Sie wollen mehr wissen?

Die gesamte Studie gibt es hier.

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