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Einführung vergüteter pharmazeutischer Dienstleistungen mehrheitlich positiv bewertet. Nachfrage geringer als von Apothekerschaft erwartet. Einweisung in korrekte Arzneimittelanwendung und Üben der Inhalationstechnik am häufigsten angeboten. Fehlende Zeit und personelle Ressourcen größte Hürden. Zusammenarbeit mit Ärzt:innen essenziell, aber ausbaufähig. Konjunkturindex zur Geschäftserwartung weiter im Abwärtskurs.

Apotheken bieten Patient:innen nicht nur die passende Medizin für ihre Beschwerden, sondern auch umfangreiche Beratung und Zusatzleistungen. Durch das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz (VOASG) können Apotheken seit Sommer 2022 fünf vergütete pharmazeutische Dienstleistungen anbieten. Die aktuelle Ausgabe des Apothekenkonjunkturindex (APOkix) beschäftigt sich mit dem Erfolg der Einführung und zeigt: Jede zweite Apotheke bewertet das Gesetz generell als positiv (2025: 50 %; 2023: 30 %), ein Drittel ist zwiegespalten (2025: 30 %; 2023: 37 %), jede fünfte Apotheke steht ihm negativ gegenüber (2025: 20 %; 2023: 33 %). Damit hat sich der Eindruck der Apothekerschaft seit der Befragung 2023 verbessert, mehr als die Hälfte hat in der Praxis jedoch mit einer höheren Nachfrage gerechnet (56 %).

Geringe Nachfrage bei aktuellem Angebot

Von den fünf im Gesetz verankerten Dienstleistungen wird die standardisierte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung und Üben der Inhalationstechnik am häufigsten angeboten (79 %), gefolgt von der erweiterten Medikationsberatung bei Polymedikation (68 %) und der standardisierten Risikoerfassung bei Bluthochdruck-Patient:innen (68 %). Nur etwa jede fünfte Apotheke verzeichnet eine hohe bis sehr hohe Nachfrage für diese Angebote. Für den Großteil der befragten Apothekeninhaber:innen fällt die Nachfrage niedrig bis sehr niedrig aus.

Herausforderungen und Vision

Mangelnde zeitliche und personelle Ressourcen stehen für 74 Prozent der Befragten der Einführung pharmazeutischer Dienstleistungen im Wege. Zwei Drittel sehen sich mit mangelnder Bekanntheit auf Kunden-/Patientenseite und einem Übermaß an Bürokratie konfrontiert (je 64 %). Mehr als die Hälfte bemängelt organisatorische Hürden (58 %), jede:r zweite Befragte eine unzureichende Vergütung (50 %). Trotzdem sind sich die Befragten einig: Apotheken müssen sich zukünftig verstärkt als niedrigschwelliger Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen etablieren (89 %) und die Anzahl der vergüteten pharmazeutischen Dienstleistungen muss deutlich erhöht werden (67 %). Aus Sicht der Befragten ist eine enge Zusammenarbeit von Apotheken und Arztpraxen Voraussetzung für den Erfolg (75 %). Derzeit berichten jedoch nur 28 Prozent, dass der Austausch mit Ärzt:innen zu pharmazeutischen Dienstleistungen ausgezeichnet funktioniert.

Konjunkturindizes: Geschäftserwartungen sinken weiter

Die Erwartung für die Geschäftsentwicklung der kommenden zwölf Monate sinkt im September weiter: Im Vergleich zum Vormonat sinkt der Konjunkturindex von 55,6 Punkten im August auf 53,8 Punkte im September. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage verzeichnet im gleichen Zeitraum ein leichtes Plus von 2,7 Punkten auf 68,4 Punkte im September.

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Über den APOkix

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber:innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im August wurden im Zeitraum vom 01.09.2025 bis zum 14.09.2025 insgesamt 117 Apothekeninhaber:innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer:innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die aktuelle Befragung beschäftigt sich mit dem Angebot pharmazeutischer Dienstleistungen in Apotheken. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

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