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Spannende Projekte aus der IFH Welt
12. August 2020Juliane Steiert

Die Besucherfrequenzen der deutschen Innenstädte sind in den letzten Jahren rückgängig. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Vor allem die Pain Points, also die Punkte, die Konsument*innen enttäuschen, müssen beachtet werden, wenn die Innenstadt attraktiver gestaltet werden soll. Wir haben uns deshalb mal bei unseren IFH-Kolleginnen und Kollegen umgehört und nachgefragt, mit welchen Motiven sie die Innenstadt besuchen und welche Pain Points ihnen da besonders einfallen. Außerdem finden Sie spannende Informationen zu den „Vitalen Innenstädten 2020“.

Cristina Sees, Duale Studentin:
In meiner Freizeit fahre ich mindestens drei- bis viermal in die Innenstadt in einer Woche, weil meine Uni da ist. Allerdings fahre ich auch regelmäßig in die Innenstadt, um mich mit Freunden zu treffen, da es dort mehr zu erleben gibt: Man kann der Stadt zum Beispiel essen oder feiern gehen. Aber auch zum Shoppen ist es idealer. Zusammengefasst: die Innenstadt bietet eine Vielfallt von Aktivitäten und Attraktionen.

Leider ist der Innenstadt aber mit dem Auto nur schwer zu erreichen, bzw. es ist schwer, dort einen Parkplatz zu finden. Des Weiteren gibt es sehr viele Baustellen (in Köln zumindest), was wiederum eine Fahrt durch die Stadt erschwert.

Lara Arndt, Junior Projektmanagerin:
Meistens fahre ich nur in die Innenstadt, wenn ich gezielt etwas einkaufen möchte oder um einfach bisschen shoppen zu gehen. Attraktive Innenstädte sind für mich vor allem ein Mix aus Angeboten: Einkaufsmöglichkeiten, netten Cafés, Grünflächen und interessanten Events. Aber vor allem sind es Orte, an denen man gerne verweilen möchte, wie z.B. Plätze mit Cafés. Das finde ich fehlt in vielen Innenstädten. In den größeren Städten stören mich dabei aber immer wieder vor allem die vielen Menschansammlungen und das „gestresste“ Einkaufserlebnis.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, nicht nur das Shoppingerlebnis in Innenstädte zu forcieren, sondern auch die Verweildauer in einer entspannten Atmosphäre gewährleisten zu können. Es sollte ein Ort geschaffen werden, der generationenübergreifend und strukturell die Möglichkeit zum Austausch bietet. Abendevents, Wochenendveranstaltungen, Thementage, Lesungen, Theaterveranstaltungen etc. liefern Menschen neue Anreize in die Innenstädte, unabhängig vom Einkaufen, zu kommen.

Julia Meier, Junior Communications Managerin:
Ich fahre selten in die Innenstadt und wenn, dann nur, weil ich etwas gezielt und DIREKT haben möchte. Aber grade dann checke ich vorher online die (aktuelle) Verfügbarkeit von Produkten ab, denn nichts ärgert mich mehr, als umsonst losgezogen zu sein. Die Verknüpfung von online und stationär sollte deshalb in meinen Augen, auch von kleinen Geschäften, noch stärker vorangetrieben werden. In meiner Kleinstadt habe ich während der Coronakrise aber gemerkt, dass sogar die kleine Buchhandlung um die Ecke über einen Onlineshop verfügt, der auch die Reservierung in der Filiale vor Ort ermöglich. Gerne mehr davon!

An einem Besuch in der Innenstadt stört mich ansonsten vor allem die Parkplatzsuche bzw. der Weg dorthin. Geschäfte, die über große Parkhäuser/-plätze in der Nähe verfügen besuche ich daher tendenziell lieber als solche, bei denen sich die Parksituation als nervig erweist.

Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer:
Besuche in der Innenstadt sind für mich zumeist Familienausflüge und dabei gilt: Es muss Spaß machen. Entscheidend ist der Mix des Angebotes: Das Einzelhandelsangebot muss sowohl für meine Frau als auch für meinen Sohn interessant sein. Aber es geht auch um Gastronomie. Vom Eiscafé bis hin zum Italiener darf alles dabei sein und auch weitere Angebote, beispielsweise aus dem Kulturbereich, sorgen dafür, dass es ein schöner Ausflug wird. Leider trüben Staus und enge, überfüllte Parkhäuser häufig die Freude schon bei der Anfahrt.

Nazli Barvar, Brand Managerin ECC-Club:
Ich fahre mindestens 1x die Woche in die Innenstadt, um mich mit Freunden zu treffen, Essen zu gehen, mir neue Impulse zu holen, zu shoppen, zu verweilen und das Wetter zu genießen. Eine attraktive Innenstadt ist aus meiner Sicht der perfekte Mix aus Erlebnis (wie Stadt-Events, Straßenmusik, Parks etc.), Gastronomie und Shopping-Möglichkeiten (verschiedene Geschäfte, Einkaufszentren, spezielle Shopping-Events, Sale-Veranstaltungen). Was mich am meisten an einem Besuch in der Innenstadt stört: Wenn zu wenig Erlebnis geboten wird und die Stadt nicht „lebt“ und pulsiert, sondern verödet. Außerdem stört mich, wenn das Stadtmanagement keine regelmäßigen Veranstaltungen, wie z.B. Märkte oder musikalische/tänzerische Acts anbietet, sowie die Schließung von guten Stores und zu wenig Auswahl an verschiedenen Shops. Meiner Meinung nach sollten mehr Hot Spots errichtet, Gastronomie-Optionen und Shopping-Möglichkeiten verbessert und mehr Stadt-Events und Programm organisiert werden.

Juliane Steiert, Volontärin Öffentlichkeitsarbeit & Events:
Ich fahre sehr gerne und regelmäßig in die Innenstadt. Dabei muss ich nicht immer ein klares Ziel haben: Manchmal treffe ich mich auch einfach mit Freunden zum Bummeln. Natürlich gehört für mich zu einer attraktiven Innenstadt nicht nur die Shopping-Angebote. Vielmehr muss auch die Gastronomie stimmen. Außerdem finde ich, dass mehr Events veranstaltet werden könnten, um die Menschen in die Innenstädte zu locken. Eine Innenstadt muss aber auch gut zu erreichen sein. Entweder mit einem günstigen ÖPNV oder mit dem Ausbau der Parkmöglichkeiten. Da müssen viele Städte meiner Meinung nach noch nachbessern.

Bei der Umfrage wurde deutlich: Es gibt verschiedene Meinungen über die Attraktivität von Innenstädten. Doch wie kann eine Stadt all diesen Auffassungen gerecht werden? Dabei kann die Untersuchung „VITALE INNENSTÄDTE 2020“ helfen. Deutschlands größte Innenstadtbefragung liefert handlungsorientiertes Wissen zur Steigerung der Attraktivität Ihrer Innenstadt – für jede Standortgröße und lokal differenziert. Nehmen Sie jetzt teil und finden Sie heraus, welche Pain Points die Besucher*innen Ihrer Stadt anmerken und wie sie dagegen vorgehen können.

Mehr Informationen zur diesjährigen Erhebung finden Sie HIER.

Bildnachweis: © Adobestock

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