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27. April 2021

Der Coronaturbo hat im Onlinehandel voll gezündet und beschleunigt die Marktentwicklungen um bis zu acht Jahre. Einen besonders detaillierten Blick lohnt es sich, auf den Onlinelebensmittelhandel zu werfen: Denn dieser nimmt nicht nur selbst aktuell ordentlich Fahrt auf, sondern wirkt mit seinem Anstieg gleichzeitig als Beschleuniger für den restlichen Onlinehandel.

Die klassischen Bestellhürden von Nicht-Onlinelebensmittelkäufer:innen haben in [email protected] rasant an Bedeutung verloren: Fehlende Möglichkeiten der Produktbegutachtung und mangelndes Vertrauen in die gelieferte Produktqualität, hohe Zufriedenheit mit dem stationären Einkaufsstättennetz und anfallende Lieferkosten. Die Bequemlichkeit, die Waren nach Hause geliefert zu bekommen oder zumindest vorgepackt am Supermarkt abzuholen, sowie das damit verbundene Sicherheitsgefühl durch die Kontaktreduzierung waren die dominierenden Beweggründe.

Die direkten Folgen sind deutlich messbar. Bis zu 70 Prozent Wachstum weist die Warengruppe in der Hochrechnung im IFH-Branchenreport Onlinehandel 2020 aus, was einen sprunghaften Anstieg des Onlineanteils auf über zwei Prozent zur Folge hat. Der Nachzüglerstatus ist damit immer noch deutlich erkennbar, doch zum einen hat die Dynamik neue Dimensionen erreicht, zum anderen ist das Volumen der Lebensmittelbranche mit 226 Milliarden Euro so groß, dass jedes nur so kleine Wachstum des Onlineanteils ein ordentliches Onlinevolumen mit sich bringt.

Junge Familien und Ü-60-Jährige treiben das Wachstum

Entscheidende Kenngrößen sind damit die Anzahl an neuen Onlinelebensmittelkäufer:innen und der Anteil an bisherigen, die ihre Lebensmittelkäufe verstärkt im Netz durchführen. So sagen 61 Prozent der Lebensmittelkäufer:innen, dass sie aufgrund der Rahmenbedingungen durch die Coronapandemie ihren „Wocheneinkauf“ auch online durchführen. In der Altersverteilung sind dies vor allem die Zielgruppe bis 39 Jahre, welche oftmals durch die Doppelbelastung Beruf/Familie besonders eingespannt ist, und die über 60-Jährigen als Risikogruppe.

Schlagartig erreicht der Onlinelebensmittelhandel durch die aktuelle Entwicklung somit die ältere Zielgruppe, die ansonsten online am wenigsten kauft – auch wenn der Anteil älterer Onlineshopper:innen stetig steigt. Direkt mitgetätigte Non-Food-Bestellungen oder auch losgelöste sind durch diese Beschleunigung damit auch immer mehr Thema in dieser Zielgruppe.

Konsequenzen reichen über die LEH-Branche hinaus

Diese Entwicklung im Onlinelebensmittelhandel hat jedoch nicht nur Folgen für die Branche selbst: Aufgrund der zentralen Rolle der Lebensmittelkäufe befeuert die Zunahme der Onlinelebensmittelkäufe auch die „Onlineisierung“ anderer Branchen weiter:

  • Je mehr der Onlinelebensmittelkauf zur Normalität wird, umso mehr wird auch in anderen Branchen online gekauft.
  • Je mehr in anderen Branchen gekauft wird, umso wahrscheinlicher ist es, auch Lebensmittel online zu kaufen.

So gilt es nicht nur für Player im LEH, die Aktivitäten von etablierten Onlineplayern wie REWE und Picnic oder dem Spezialisten Flaschenpost im Blick zu halten, sondern auch innovative Ansätze wie Gorillas oder Frischepost mit Regionalitätsfokus zu beobachten. Diese Entwicklungen müssen bei allen auf dem Schirm sein, denn die Konsequenzen der Entwicklung werden überall im Handel bemerkbar sein. Zumal neben den besonderen Bedingungen durch die Coronapandemie auch die Expansionsgeschwindigkeit der etablierten und neueren Player deutlich zugenommen hat.

Wir unterstützen Sie dabei, mit Ihrem Geschäft zukunftsfähig zu agieren. Sie wollen mehr Informationen zum „Handel in Corona-Zeiten“? Werden Sie IFH FÖRDERER und profitieren von fundierten Erkenntnissen.

Unter dem Titel „Handel in Coronazeiten – Status quo und Perspektiven“ haben Professor Dr. Werner Reinartz, Universität zu Köln, und das IFH KÖLN relevante Zahlen zu Markt, Wettbewerb und Konsumverhalten für den Handel der Zukunft zusammengetragen (Stand: Februar 2021). Die vollständige Unterlage steht den IFH FÖRDERERN exklusiv im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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