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Markt für Haus- und Heimtextilien sinkt 2025 auf 8,7 Milliarden Euro. Prognose bis 2030 zeigt moderat rückläufige Entwicklung. Textile Bodenbeläge verzeichnen stärkste Rückgänge innerhalb der Warengruppen. Onlinehandel gewinnt deutlich an Relevanz.

Der Blick auf die vergangenen zehn Jahre im Markt für Haus‑ und Heimtextilien zeigt ein klares Bild: Die Branche befindet sich in einem langfristigen Abwärtstrend. 2025 setzt sich diese Entwicklung fort: Das Marktvolumen sinkt um 1,2 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue „Branchenbericht Haus‑ und Heimtextilien“ des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung. Auch für die kommenden Jahre bis 2030 rechnen die Marktexpert:innen mit einer moderat rückläufigen Entwicklung.

„Kurzfristige Sondereffekte wie der Homing‑Trend während der Pandemie haben dem Markt zwar vorübergehend Auftrieb gegeben, doch diese Phase war nicht nachhaltig. Heute sehen wir, dass das Nachfrageverhalten wieder deutlich verhaltener ausfällt und viele Konsument:innen Anschaffungen im Wohnbereich zurückstellen. Für Händler und Hersteller bedeutet das: Sie müssen sich auf ein dauerhaft anspruchsvolles Marktumfeld einstellen", ordnet Dominik Nuß, Executive Consultant bei der BBE Handelsberatung die Ergebnisse der Studie ein.

Textile Bodenbeläge mit größtem Minus

Ein Blick auf die Teilmärkte – Textile Bodenbeläge, Bettwaren, HTB-Wäsche (Haus-, Tisch- und Bettwäsche) sowie Gardinen-/ Dekostoffe – zeigt: Der Abwärtstrend betrifft nahezu alle Teilmärkte. Besonders deutlich verlieren in der langfristigen Betrachtung zwischen 2019 und 2024 die Textilen Bodenbeläge. Diese werden zunehmend durch non‑textile Alternativen wie elastische Bodenbeläge ersetzt. Der vollflächige Teppichboden, einst Standard im privaten wie gewerblichen Umfeld, verliert aus optischen, hygienischen und gesundheitlichen Gründen weiter an Relevanz. Eine Ausnahme stellt die Warengruppe der Webteppiche dar, also beispielsweise kleinere Synthetik-Teppiche, die auf lange Sicht ihr Umsatzniveau halten konnten und aktuell ein Umsatzplus erzielten.     

„Aktuell sehen wir keinen Wachstumstreiber in den Warengruppen. Bereiche wie textile Bodenbeläge oder Matratzen sind seit Jahren rückläufig und bremsen den Gesamtmarkt spürbar aus. Die Entwicklung ist nicht kurzfristig, sondern strukturell – und genau das macht die Herausforderung für die Branche so groß“, ordnet Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN, die Ergebnisse ein.

Onlinehandel gewinnt 12 Prozentpunkte seit 2016

Der Wettbewerbsdruck im digitalen Raum nimmt weiter zu. Seit 2016 haben Onlinespezialisten wie Amazon, Otto oder Temu im Markt für Haus‑ und Heimtextilien 12 Prozentpunkte Marktanteil hinzugewonnen. Doch nicht nur die Onlinespezialisten treiben das Onlinegeschäft voran. Auch Hersteller sowie der stationäre Handel (z. B. Lidl, Kaufland etc.) profitieren vom Onlineboom und konnten ihre Onlineumsätze seit 2016 um 32 bzw. 78 Prozent erhöhen.

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Liniendiagramm zur Online-Umsatzentwicklung mit Haus- und Heimtextilien 2016–2025. Stationäre Händler steigen stark auf Index 178. Pure Player steigen auf 170. Hersteller liegen deutlich niedriger bei 132.

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Über die Studie

Der „Branchenbericht Haus- und Heimtextilien“, Jahrgang 2026, des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung liefert folgende Daten:

  • Marktvolumen auf Endverbraucherebene 2016 bis 2025
  • 19 Warengruppen – Entwicklung, Wachstumstreiber
  • Vertriebswegeprofile, Vertriebsstrukturen 2016 bis 2025
  • 8 Vertriebsformate – Entwicklung, Wachstumstreiber
  • Marktprognose 2026 bis 2030
  • Prognose der Vertriebswege 2026 bis 2030

Die komplette Studie kann im Shop des IFH KÖLN erworben werden.

Über die BBE Handelsberatung

Die BBE Handelsberatung mit Hauptsitz in München und Niederlassungen in Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart, Leipzig und Erfurt berät seit über 70 Jahren Handelsunternehmen aller Betriebsgrößen und Betriebsformen, Einkaufskooperationen, Verbundgruppen und die Konsumgüterindustrie sowie die Immobilienwirtschaft und Kommunen. Im Verbund der BBE Handelsberatung und IPH Gruppe reicht das Beratungsportfolio der über 180 Branchen-, Standort- und Immobilien-Experten von Strategieentwicklung, Markt- und Standortanalysen, Image- und Kundenforschung bis hin zu Projektentwicklung und Centermanagement. Analyse- und Prognosemethoden werden kontinuierlich optimiert, Wissenschaft und Praxis verzahnt, um auf diese Weise kompetent Handlungsempfehlungen geben zu können.

Mehr unter: www.bbe.de

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