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Woche Nummer neun im Homeoffice

Autor: Dr. Kai Hudetz | Datum: 12.05.2020

© Rawpixel Shutterstock

Die neunte Woche im Homeoffice hat begonnen. Neunte Woche! Wer hätte das jemals gedacht? Vier Arbeitstage die Woche, in denen ich früh morgens ins Arbeitszimmer gehe und manchmal erst zum Abendessen wieder wirklich herauskomme. Nur freitags fahre ich für den Papierkram ins IFH. Apropos frühmorgens: Der Arbeitsrhythmus hat sich langsam aber sicher verschoben: Der Wecker geht inzwischen eine Stunde später- erst kurz vor sieben. Klar, der Weg zur Arbeit ist jetzt kürzer… Ich stelle fest, dass es bei meinen Kontakten offensichtlich ähnlich aussieht. Dafür kommen immer mehr Mails in den späten Abend hinein.

Ich habe großes Glück, denn ich konnte unser kombiniertes Gäste-/Arbeitszimmer im Souterrain belegen. Dort habe ich eine eigene Toilette und vor allem auch eine eigene Kaffeemaschine, die auf Hochtouren läuft. Inzwischen habe ich auch meinen Bürostuhl, Monitor und Dockingstation im Homeoffice - also optimale Bedingungen. Das herrliche Wetter tut sein Übriges. Auch wenn ich es oft nicht einmal bis zur drei Meter entfernten Terassentür schaffe, hebt es in diesen Zeiten die Laune doch enorm, wenn die Sonne das Büro durchflutet.

Heute um 11:00 Uhr findet wieder ein Webinar statt. Mit einem Rieseneinsatz der Kolleg*innen ist es uns gelungen, mit den ECC WEBINAR DAYS in kürzester Zeit eine erfolgreiche Reihe an Webinaren zu etablieren. Das ist dienstags und donnerstags mein „new normal“: Webinare moderieren. Es ist aufwändiger als man denkt, wenn man es perfekt machen will. Aber das IFH-Team ist nicht nur in dieser Hinsicht unglaublich engagiert. Das Großartige ist dabei, dass ich selbst durch die spannenden Themen der Webinare viel lernen kann.

17.00 Uhr: Jetzt gilt es, mich zu überwinden. Die Videocalls, die neben den Webinaren meinen Arbeitstag bestimmen, sind für heute erledigt. Dafür warten mehr als genug E-Mails auf die Bearbeitung, aberdie müssen jetzt erst einmal warten. Denn nun ziehe ich die Laufschuhe an und jogge über die Felder, neben mir mein Achtjähriger auf dem Fahrrad. Ein Highlight des Tages, vor allem bei diesem Wetter. Jeden zweiten Tag ziehe ich so meine Runden, das ist so erholsam nach einem ganzen Tag voller Videokonferenzen. Immerhin konnte ich meine Fitness in den letzten Wochen steigern - zumindest ein positiver Nebeneffekt.

Zurück in meinem Büro finde ich abends eine Vortragsabsage im Mailfach vor. Eine für Mitte September geplante Firmenveranstaltung wurde auf das kommende Jahr verschoben. Schon die zweite Absage für September. Das macht mich wieder nachdenklich, nicht nur im Hinblick auf unser für Ende September geplantes ECC Forum, wo wir längst in Szenarien denken und planen. Im Herbstwar ich bisher immer extrem viel unterwegs. Nun sieht es so aus, als könnte es diesen Herbst – wie schon im Frühjahr – ganz anders werden.

Auch wenn Homeoffice insbesondere dank der tollen IFH-Kolleg*innen viel besser funktioniert als erwartet, trotz der spannenden ECC WEBINAR DAYS, trotz der zusätzlichen Zeit, die ich aktuell mit meiner Familie verbringen kann: Ich sehne mich nach den Zeiten, wo wir im IFH wieder gemeinsam einen Kaffee trinken können oder auf der Dachterrasse bei einem Kölsch ein Stück Fleisch auf den Grill legen. Der persönliche Austausch wird vermutlich sogar noch einen höheren Stellenwert erhalten als zuvor, jetzt wo man schmerzlich gemerkt hat, was einem fehlt, wenn so vieles nicht möglich ist.