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Wie viel geben Deutsche eigentlich im Jahr für Wohn- und Esszimmer aus?

Uwe Krüger Max Fabian | Datum:

IFH Köln berechnet Marktvolumen für Einrichtungsausgaben neu

Klassischerweise wird das Marktvolumen im Einrichtungskontext in unterschiedliche Segmente aufgeteilt und in Warengruppen berechnet. Die Ausstellung von Wohnwelten und Wohnräumen hat sich aber schon seit längerem in der Einrichtungsbranche durchgesetzt. Dies hat das IFH Köln zum Anlass genommen, die Betrachtung des Home & Interior Marktes anhand von Wohnräumen näher unter die Lupe zu nehmen. Die aktuellen Marktzahlen für die einzelnen Wohn- und Funktionsräume zeigt die neue IFH-Studie „Wohnräume: Wohnen in Deutschland – Vermarktungspotential für Industrie und Handel“ in Kooperation mit der BBE Handelsberatung.

Wohnen genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert

In keinem anderen Land der europäischen Union wird so viel Geld für Einrichtungsgegen-stände ausgegeben. Insgesamt gaben Deutsche im Jahr 2018 pro Wohneinheit 1.427 Euro aus. Die meisten Umsätze entfallen hierbei auf Küche, Wohn- und Esszimmer sowie Schlafzimmer. 42 Millionen Wohnungen mit 381 Millionen Räumen bieten für den Handel planbare und stetig vorhandene Konsumansatzpunkte.

Wohn-/Esszimmer: Deutsche investieren bevorzugt in Möbel gefolgt von Consumer Electronics

Seit 2010 stiegen die Ausgaben für Möbel relativ um zwei Prozentpunkte. Gleichzeitig fiel die durchschnittliche Ausgabe je Raum aber um 10 Prozent, übrigens gegen den Gesamttrend, der ein Plus von 5 Prozent aufweist. Dabei spielt sicherlich auch die generelle Wende hin zum kleinteiligen Möbeln bei Wohnräumen, besonders im hier relevanten Wohnzimmer, eine entscheidende Rolle. Schrankwände sind out, kleine Ergänzungen, Raumteiler etc. sind dagegen in.

Gesamtausgaben in den unterschiedlichen Warengruppen pro Wohn- und Esszimmer

Der zweitgrößte Ausgabenblock: Consumer Electronics - gemeint sind hier TV, Video und HiFi. Diese Produkte vereinnahmen immer noch ein knappes Drittel der Ausgaben. Hier spielt der Preisverfall eine große Rolle. Denn der im Vergleichszeitraum 2010/18 stattgefundene TV-Formatwandel mit umsatzsteigernden Ausgaben driftet längst wieder in Richtung Ersatzbedarf zu niedrigeren Preisen. Erstaunlich ist auch der Trend bei GPK/Hausrat, Gardinen/Deko-Stoffen und Leuchten/Lampen, die allesamt relativ und absolut zulegen konnten und den verspätet einsetzenden konjunkturellen Rückenwind der jeweiligen Gesamtmärkte spüren.

Neben diesen größeren Warengruppen finden sich aber auch kleinere mit einem weitaus geringerem Ausgabevolumen, die jedoch für den Einrichtungsbedarf des Eigenheims eine wichtige Rolle spielen. Ein Beispiel sind Bodenbeläge, bei denen sich vor allem der Hartbelagsbereich zuletzt starken Veränderungen ausgesetzt sah. Die klare Umsatzverschiebung von Laminatbelägen in Richtung der elastischen Bodenbeläge wirkt sich nachhaltig auf den Markt aus. Außerdem sind auch Produkte wie Kissen, Tagesdecken und Haus- und Tischwäsche, die den Bettwaren zugeordnet sind, essentiell für die Einrichtung von Wohn- und Esszimmer.

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