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Einkaufen in Zeiten von Corona: Online weiter auf dem Vormarsch

Autor: Dr. Ralf Deckers | Datum: 19.05.2020

Der Corona Consumer Check untersucht das Konsumverhalten der Deutschen in Zeiten der Coronakrise. Die neueste Erhebung in Zusammenarbeit mit Sitecore und ecx.io, Teil der Agenturfamilie IBM iX, analysiert die Stimmung in Sachen Konsumverhalten nach den Lockerungen des bundesweiten Lockdowns. Fazit: Obwohl der Einkauf im stationären Geschäft nun wieder möglich ist, werden Geschäfte vor Ort noch kaum aufgesucht.

Die Deutschen sind es leid. Wochenlang haben sie auf alle Annehmlichkeiten verzichtet und verantwortungsbewusst zu Hause gesessen, heißt es vielerorts. Damit muss jetzt Schluss sein, wird gefordert. Man müsse zurück zur Normalität.

Ein Schritt in Richtung Normalität ist die flächendeckende Öffnung von Geschäften. Die große Shopping-Tour kann somit beginnen.

Tut sie aber nicht. Das zeigen neueste Daten der regelmäßigen Befragung des Corona Consumer Check, den das IFH Köln nun erstmalig in Kooperation mit ecx.io, Teil der Agenturfamilie IBM iX, und Sitecore durchgeführt hat. Die Stimmung in der Bevölkerung hat zwar klar auf Entspannung umgeschaltet. Angst und Unsicherheit klingen ab. Gleichwohl wird die Öffnung der Geschäfte von gut der Hälfte der Bevölkerung als verfrüht eingestuft. Die Gefahr einer zweiten Pandemie-Welle wird befürchtet. Man traut der Stabilität der Entwicklung noch nicht.

Entsprechend viele Konsument*innen scheuen den Gang in die Geschäfte. Man bleibt lieber in den sicheren vier Wänden. Und wenn Geschäfte aufgesucht werden, dann sehr zielgerichtet. Es wird vor allem nach bestimmten Produkten gesucht. Zeit fürs Umschauen, für Inspiration und Beratung wollen sich die meisten Kund*innen nicht nehmen. Die Freude auf einen kleinen Einkaufsbummel verspürt nur eine Minderheit.

Von der Besuchszurückhaltung profitiert der Onlinehandel. Die Customer Journey wird zunehmend online begonnen. Seit Beginn der Krise wird verstärkt im Internet recherchiert und verglichen. Vor allem die jüngeren Kundinnen und Kunden bis 29 Jahre nutzen die Lockdown-Zeit zu Hause. Sie lassen sich auch von Onlinewerbung ansprechen und zu Käufen anregen. Zudem lässt sich ein zunehmender Anteil von Kund*innen registrieren, die Käufe aus dem stationären Handel auf den Onlinekanal verschieben. Im März waren es noch 12 Prozent, die sonst im Geschäft gekaufte Produkte jetzt im Internet bestellt haben. Anfang Mai sind es schon 35% Prozent.

Der Onlinekanal punktet dabei mit einfachen unkomplizierten Prozessen. Onlinekäufe sparen Zeit. Im stationären Handel dagegen erscheint zurzeit einiges kompliziert und unsicher. Der lokale Handel hat zwar alles getan, um für Hygiene und damit für Sicherheit zu sorgen. Das wird von den befragten Kund*innen wahrgenommen und positiv bewertet. Ihre Unsicherheit wirft jedoch einen großen Schatten. Viele Kundinnen und Kunden bewegen sich eher angespannt im Laden, das Aufeinandertreffen mit anderen Kund*innen erzeugt Unsicherheiten. Ein Einkaufserlebnis kann so nicht aufkommen.

Aktuell heißt das: Der Onlinehandel sammelt Pluspunkte im Wettbewerb. Seine Performance zahlt auf das Vertrauen der Konsument*innen ein. Für den stationären Handel hat das Ende des Lockdowns noch nicht das Ende der Krise in Sicht gebracht.

Mehr zu unserem Corona Consumer Check und die Studien zum Download gibt es hier: https://corona.ifhkoeln.de/homepage

Auch im Rahmen der Onlinevorträge der ECC WEBINAR DAYS wird der Corona Consumer Check aufgegriffen. Am 26.05. um 14 Uhr wird Anne Lisa Weinand, Projektleiterin ECC Köln gemeinsam mit Markus Dietrich, Managing Director ecx.io, IBM iX und Dietmar Hagen Horn, Director Commerce EMEA bei Sitecore.über das Thema „Corona Consumer Check – Aktuelle Zahlen und Fakten in Zeiten der ersten Lockerungen“ sprechen. Kostenlose Anmeldung hier.