Über Uns

User login

0,00 € *
Blog

Blog

“Die Basis der digitalen Kompetenz liegt darin einfach anzufangen.” – Interview mit Retail Hack Partner Key-Work Consulting

Autorin: Julia Meier | Datum: 17.06.2020

Andreas Stappert, Managing Director & Founder Key-Work Consulting

Sich digitaler aufstellen – nicht erst seit der Coronakrise und den darauf resultierenden Lockdown-Maßnahmen ein wichtiger Punkt auf der Agenda vieler Unternehmen. Doch woran hapert es in der Umsetzung? Wir haben mit Andreas Stappert, Managing Director & Founder unseres Retail Hack Partnerunternehmens Key-Work Consulting, über das Thema “Digitale Kompetenz” gesprochen und worauf sich Unternehmen hier anfangs konzentrieren sollten.

Debatten um das Thema Digitalisierung werden grade durch die Coronakrise noch mehr angeheizt. Viele Unternehmen wollen sich digitaler aufstellen – ihnen fehlt jedoch die entsprechende digitale Kompetenz. Warum ist das in unserer digitalen Zeit noch immer so?

Oft stand der operative Druck im Weg, sich neu zu erfinden. Jetzt ist die operative Not nicht kleiner, ganz im Gegenteil. Aber die Notwendigkeit auf massive Änderungen zu antworten, ist sprunghaft gestiegen.

Gleichzeitig ist Digitalisierung in vielen Köpfen eine hohe Hürde verbunden mit großen Beratungsaufträgen und intensiven IT-Projekten. Das schreckt natürlich ab. Das muss nicht sein!

Im Rahmen unseres Retail Hacks ist aufgrund dessen das Ideencluster „Digitalkompetenz durch Unterstützungsangebote“ hervorgegangen. Mit welchen Themen und Aspekten der Digitalisierung sollten sich kleine und mittlere Händler zu Beginn schwerpunktmäßig auseinandersetzen? Was bildet in deinen Augen die Basis der digitalen Kompetenz?

Wenn Kund*innen jetzt immer weniger häufig in den Laden kommen und dann auch eher bedarfsorientiert einkaufen, kann eine Kundenbeziehung nicht mehr ausreichend gut auf einer persönlichen Ebene im Laden gepflegt werden. Sie muss online aufgebaut werden, zum Beispiel durch die digitale Kompetenz des Dialogmarketings.

Händler können beispielsweise neue Services, wie eine Online-Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch im stationären Laden, dazu nutzen, sich von Kund*innen die Einwilligung für einen Dialog über digitale Kanäle, wie Email oder Push-Nachrichten, zu holen. Mit diesem Einverständnis ist es dann möglich, Kund*innen digital zu aktivieren, zu inspirieren und durch relevante Botschaften zu binden sowie die Kund*innen über die Kanäle erreichen, auf denen sie sich bewegen.

Die Basis der digitalen Kompetenz liegt darin einfach anzufangen: Mit dem Handy Fotos machen, posten, kommunizieren wie kann jemand was bei mir einkaufen und einfach aus der Erfahrung damit lernen. Unterstützungsangebote wie ein Videostudio kann man dann in der zweiten Stufe nutzen.

Was nimmst du aus unserem Retail Hack für dich mit?

Das „in Kooperationen denken“, um sich als kleiner und mittlerer Händler gegen die großen Digitalen behaupten zu können. Man muss auch nicht alles selbst machen können, es gibt gute Spezialisten, die einem in verdaubaren kleinen Einheiten zum Beispiel schnell und professionell Dialogmarketing und Social Media Kampagnen an den Markt bringen können.

Kooperationen können auch smarte Querdenker-Ideen sein, wie das Beispiel von Rose Bike zeigt: Als sie die Not eines Bekannten sahen, mieteten sie dessen Reisebüro für ein paar Monate an und präsentierten dort Fahrräder. Das half sowohl Rose Bikes, als auch dem Reisebüro sowie den Fahrrad-suchenden Kund*innen vor Ort.