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Baby- und Kinderausstattung: Fachhandel verliert weiter zugunsten von Filialisten und Onlinehandel

Autor: Hansjürgen Heinick | Datum:

Im Markt für Baby- und Kinderausstattung haben sich mittlerweile zahlreiche Vertriebsformen* etabliert, welche die hohe Vielfalt an Warengruppen im Markt bedienen. Der neue „Branchenfokus Baby- und Kinderausstattung“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung zeigt, dass 2018 vor allem Internet-Pure-Player zu den wichtigsten Vertriebswegen im Markt für Baby- und Kinderausstattung zählen. Der spezifische Fachhandel schrumpft indes weiter.

Mit mehr als 20 Prozent entfiel der größte Anteil im Markt für Baby- und Kinderausstattung 2018 auf den nicht-kinderspezifischen Bekleidungsfachhandel bzw. die Bekleidungsfilialisten. Dahinter folgen wie schon in den Vorjahren die „sonstigen Anbieter“, zu denen weitere Fachhandelsbranchen, wie der Möbel-, Lederwaren- oder Bettwaren-Fachhandel mit anderen Anbietern wie Tchibo und Co. zählen.

Der spezifische Fachhandel mit Baby- und Kinderausstattung wies hingegen einen eher niedrigen Anteil am Gesamtmarktvolumen auf und schrumpfte zuletzt um 0,8 Prozentpunkte. Die kinderspezifischen Vertriebswege leiden dabei vor allem unter der Schwäche kleinerer Fachgeschäfte und des zunehmenden Wettbewerbsdrucks durch die großen Filialisten.

Vertriebswege im Markt für Baby- und Kinderausstattung 2018

Internet-Pure-Player und Versender profitieren von Onlineaffinität der Verbraucher*innen

Zusätzlicher Druck kommt von den Internet-Pure-Playern und Versendern, die von der zunehmenden Onlineaffinität der Verbraucher und Verbraucherinnen profitieren. Mit einem Marktanteil von mehr als 10 Prozent zählen die Internet-Pure-Player zu den wichtigsten Vertriebswegen im Markt für Baby- und Kinderausstattung. Ähnlich wachstumsstark zeigten sich auch die Versender, deren Hauptgeschäft längst auch der Onlinehandel ist.

Insgesamt wird im Markt für Baby- und Kinderausstattung online mittlerweile mehr als ein Viertel der Umsätze erwirtschaftet. Internet-Pure-Player erreichen mit knapp 40 Prozent den höchsten Umsatzanteil im Onlinehandel mit Baby- und Kinderausstattung. Relevante Onlinehändler sind sowohl Spezialisten wie „babymarkt.de“ oder „windeln.de“, als auch „Amazon“ oder „Zalando“. Auffällig ist vor allem, dass zuletzt auch stationäre Händler mit ihrem Onlineangebot verstärkt am Siegeszug des Onlinehandels partizipieren. Ihre Marktanteile konnten seit 2016 konstant wachsen.

Markt für Baby- und Kinderausstattung: eher moderates Wachstum in 2018

Der Markt für Baby- und Kinderausstattung erreichte 2018 ein Gesamtvolumen von 7,3 Milliarden Euro und wuchs damit im Vergleich zu den Vorjahren eher moderat. Die Ausgaben für Baby- und Kinderausstattung pro Kind im Alter zwischen 0 bis 12 Jahren sanken 2018 gegenüber 2017 leicht. Insgesamt stieg der Umsatz im Betrachtungszeitraum von 2012 bis 2018 um 12,6 Prozent.

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*Unter den Anbietern befinden sich diverse Fachhändler, welche unterschiedlichen Branchen angehören und daher auch größtenteils unterschiedliche sortimentsbezogene Schwerpunkte rund um das Thema Baby- und Kinderausstattung pflegen.