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9. März 2021

Shoppen wie die Chinesen. Das ist die Devise für immer mehr Deutsche, die auf Live Commerce setzen, also auf die Kombination aus Livestreaming und E-Commerce. In China, dem Mega-Konsumentenmarkt mit über 50 Prozent E-Commerce-Anteil, hat sich Live Commerce als feste Größe etabliert. Mehr als 100 Millionen Konsument:innen shoppen dort Monat für Monat im Livestream. Beachtliche Steigerungen bei Nutzung und Umsatz werden vermeldet. In westlichen Ländern hinkt man hier deutlich hinterher. Aber Europa „wacht auf“, wie die Zeitung Die Welt zu berichten weiß.

Wie sieht es denn nun aus mit dem Live-Shopping in Deutschland? Drei Fragen dazu an den Handelsexperten Dr. Ralf Deckers:

Ist Live Commerce nicht einfach nur Teleshopping im Internet?

Ja und nein. Sicher, das Format des Live-Verkaufens ist nicht gänzlich neu. Seit Mitte der 80er Jahre flimmern Teleshopping-Sender in deutsche Wohnzimmer. Für die Älteren unter uns sind Harry Wijnvoord und Walter Freiwald legendäre Größen. Was sich aber radikal verändert hat, sind die Voraussetzungen, die Einsatzmöglichkeiten und die Potenziale. Man benötigt eben keinen Fernsehsender mehr. Handyzugriff, Live-Software und Streaming-Dienste reichen. Wer streamen und live verkaufen will, tut das.

Und warum kommt Live Commerce gerade jetzt auf? Gibt es einen Einfluss von Corona?

Den gibt es natürlich. Die Pandemie hat den Digital Shift, also die Verlagerung von Käufen aus dem stationären in den Onlinekanal befeuert. Das ist praktisch und meist zuverlässig. Aber viele Kund:innen vermissen das Ambiente, den Austausch und das Gespräch. Der stationäre Handel hat zurzeit die Rollläden runter und kann „real live“ nicht bieten. Also ist „digital live“ die nächstbeste Option.

Für wen ist Live Commerce interessant?

Live Commerce bei Tchibo

Für einfach jeden, der Kund:innen erreichen und überzeugen will. Zwei aktuelle Beispiele sind Tchibo und Douglas. Beide setzen auf Live Commerce. Tchibo kann damit sein Direktgeschäft forcieren. Erste Effekte davon können wir übrigens in unseren aktuellen Analysen sehen. Und Douglas konnte insbesondere im Weihnachtsgeschäft Wirkungstreffer bei den Kund:innen erzielen. So meldete das Unternehmen Zuwächse beim Abverkauf, der Conversion Rate und der Verweildauer im Shop.

Bildnachweis: © Tchibo

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