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12. November 2025

Künstliche Intelligenz (KI) ist im B2B längst Realität – und sie verändert die Spielregeln. Das aktuelle B2BEST Barometer des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit Creditreform zeigt: KI ist nicht mehr nur ein Trend, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor für Großhändler und Hersteller. Doch wie weit ist die B2B-Branche wirklich? Und wo liegen die größten Chancen und Herausforderungen?

KI – Vom Hype zur strategischen Notwendigkeit

Die Studie macht deutlich: Die Relevanz von KI steigt kontinuierlich. Bereits heute messen 63 Prozent der befragten Unternehmen dem Thema eine hohe Bedeutung bei – in drei Jahren sind es 76 Prozent, in fünf Jahren sogar fast 85 Prozent, die KI für ihr Unternehmen als sehr bzw. äußerst wichtig einschätzen. Bei der Frage nach der Rolle von KI in der langfristigen Unternehmensstrategie sehen 55 Prozent der Befragten KI als unterstützende Technologie, während 31 Prozent sie sogar als zentralen Bestandteil bezeichnen. Des Weiteren erwarten sogar 40 Prozent der befragten Großhändler und Hersteller, dass KI in den nächsten fünf Jahren revolutionäre Veränderungen im B2B-Handel auslösen wird.

Balkendiagramm zeigt die erwartete Relevanz von KI für Unternehmen: heute 63 %, in 3 Jahren 76 %, in 5 Jahren 85 %.

Investitionen steigen – aber auch die Herausforderungen

Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat in den letzten Monaten gezielt in KI-Lösungen investiert. Die Investitionsbereitschaft wird 2026 weiter zunehmen: 74 Prozent der Befragten planen steigende Budgets für KI. Die Gründe liegen auf der Hand: Zeit- und Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerung und Umsatzwachstum stehen ganz oben auf der Agenda.

Doch der Weg ist nicht frei von Hürden. Die größten Herausforderungen bei der Implementierung sind:

  • Integration in bestehende Systeme
  • Datenschutz und Sicherheitsrisiken
  • Mangelndes Wissen und fehlende Ressourcen
  • Skepsis bei Mitarbeitenden und Kund:innen

KI in der Praxis

Besonders häufig kommt KI in IT-Sicherheit und IT-Betrieb zum Einsatz, aber auch Vertrieb, Kundenservice, Produktion, Logistik sowie Marketing und Qualitätskontrolle profitieren zunehmend von intelligenten Lösungen. Die beliebtesten Anwendungen sind Chatbots, digitale Belegerkennung, automatisierte Dokumentenerstellung und KI-gestütztes Energiemanagement. Auffällig: Nur wenige Unternehmen entwickeln eigene KI-Lösungen – die Mehrheit setzt auf Standardprodukte externer Anbieter. Auch bei der Umsetzung greifen viele auf externe Expertise zurück, etwa durch spezialisierte Beratungen oder Softwareanbieter.

KI als Wachstumsmotor – aber mit Verantwortung

Für die Erfolgsmessung KI-gestützter Anwendungen setzt die Mehrheit der befragten Großhändler und Hersteller auf klassische KPIs wie Kostenersparnis, Umsatzsteigerung und Kundenzufriedenheit. Gleichzeitig erkennen immer mehr Unternehmen die Notwendigkeit, ethische Richtlinien zu etablieren und Datenschutz durch interne Audits und technische Maßnahmen sicherzustellen.

Grafik zur Erfolgsmessung von KI-Anwendungen: 32 % messen regelmäßig, 37 % gelegentlich, 14 % nur vereinzelt, 15 % planen es, 3 % nicht geplant. Wichtigste KPIs: Kosteneinsparung (49 %), Umsatzsteigerung (47 %), Kundenzufriedenheit (47 %), ROI (40 %)

Mehr erfahren

Die Ergebnisse der Studie stehen hier zum Download zur Verfügung. Außerdem war Dr. Benjamin Geißler von Creditreform zu Gast an der HandelBar bei Dr. Kai Hudetz. Im Podcast sprechen die beiden ebenfalls über die neuesten Erkenntnisse aus dem B2BEST Barometer Vol. 20. Hier geht’s zur Folge.

 

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