Mit Forschung und Beratung erfolgreich im Handeln
#Verstehen
#Planen
#Machen
#Teilen
29. Juli 2025

Künstliche Intelligenz ist keine Zusatzfunktion. Sie ist ein struktureller Umbruch, sagt Jörg Hirt, Chief Innovation Manager bei REWE digital. Wer sie wie eine App behandelt, unterschätzt ihre Wirkung – und verpasst ihre Chancen. In seinem Impulsvortrag bei der diesjährigen FASZINATION HANDEL zeigt er, warum KI nicht einfach in bestehende Prozesse integriert werden kann, sondern diese von Grund auf verändert. Warum sie alte Denkmuster infrage stellt – und Unternehmen zwingt, ihre Innovationsarchitektur neu zu denken. Ein Vortrag über disruptive Klarheit, strategische Verantwortung und den Mut, Gewohntes loszulassen, um Zukunft aktiv zu gestalten. Wir haben vorab mit Jörg Hirt gesprochen.

Worum geht es bei Ihrem Vortrag?

Jörg Hirt von REWE digital steht auf einer Bühne und hält einen Vortrag, während er mit der rechten Hand gestikuliert. Er lächelt und trägt einen schwarzen Hoodie. Im Hintergrund ist über seiner rechten Schulter sein Name und seiner Position auf der Leinwand zu sehen.

Jörg Hirt: Mein Vortrag trägt den Titel: „KI ist keine App – sie ist eine Abrissbirne.“ Und das meine ich ziemlich wörtlich. Ich zeige, warum KI nicht nur Prozesse beschleunigt oder neue Features ermöglicht – sondern ganze Geschäftsmodelle, Rollenbilder und Entscheidungsstrukturen infrage stellt. Viele Unternehmen behandeln KI noch wie ein Plugin – dabei verändert sie die Grundarchitektur. Und ich bleibe nicht im Abstrakten: Ich zeige ganz konkret, was KI im Handel bereits verändert – und was noch kommt. Von unsichtbaren KI-Agenten über autonome Einkaufsprozesse bis hin zu völlig neuen Kundenerwartungen. Mein Ziel: Die Dynamik greifbar machen – und Mut, Klarheit und Handlungsspielräume aufzeigen, um diesen Wandel aktiv zu gestalten.

Warum ist das Thema so wichtig?

Jörg Hirt: Weil KI gerade dabei ist, das Betriebssystem unserer Wirtschaft umzuschreiben – nicht irgendwann, sondern jetzt. Und weil wir noch zu oft glauben, wir könnten das Thema „abheften“, sobald ein paar Use Cases laufen. Das ist gefährlich. Denn KI ist keine Welle, die man aussitzt – sie ist ein Umbau. Wer nur auf Leuchttürme setzt, übersieht den Infrastrukturwandel. Wir brauchen einen anderen Blick: weniger Hype, mehr Haltung.

Worauf freuen Sie sich neben Ihrem Auftritt auf der Bühne am meisten?

Jörg Hirt: Ganz klar: auf den Austausch. Ich liebe es, mit Menschen aus der Praxis zu diskutieren, Perspektiven zu hören, Widerspruch zu bekommen – und gemeinsam weiterzudenken. Denn das Thema KI betrifft uns alle – aber keiner kann es allein durchdringen. Deshalb freue ich mich auf echte Gespräche, ehrliche Fragen – und hoffentlich ein paar inspirierte Gesichter im Publikum.

Vielen Dank für das Gespräch!

cartmagnifiermenu