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1. Oktober 2026

Künstliche Intelligenz wird im B2B bereits in zentralen Unternehmensbereichen eingesetzt. Bei den befragten Großhandels- und Herstellerunternehmen unterstützt sie am häufigsten Lager und Logistik (52 %), Kundenservice und Support (50 %) sowie Produktion und Produktentwicklung (47 %). Auch bei konkreten Tätigkeiten wie Dokumentation (46 %) und der Qualitätssicherung (45 %) kommt KI zum Einsatz. Gleichzeitig zeigt das neue B2BEST Barometer Spezial 2026 „Human in the Loop: Der Erfolgsfaktor Mensch für KI im B2B“ des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit adesso: Die technische Verfügbarkeit allein führt noch nicht automatisch zu spürbarem Mehrwert. 71 Prozent der Befragten sagen zwar, dass ihre Führungskräfte eine klare Vorstellung vom Wettbewerbsvorteil durch KI haben – für die erfolgreiche Umsetzung braucht es jedoch zusätzlich passende Kompetenzen in der Belegschaft.

Anwendungskompetenz entscheidet über den Mehrwert

Wie entscheidend diese Kompetenzen sind, unterstreichen die Ergebnisse zur Anwendungssicherheit: 81 Prozent stimmen zu, dass der Erfolg von KI maßgeblich davon abhängt, dass Mitarbeitende sie verstehen und anwenden können. Gleichzeitig sagen 62 Prozent, dass viele Beschäftigte KI gerne häufiger nutzen würden, aber oft nicht wissen, wie sie die Anwendungen für ihre konkreten Aufgaben richtig bedienen. Weiterbildungsangebote gibt es zwar in mehr als drei Viertel der Unternehmen, doch nur 24 Prozent bieten sie regelmäßig und strukturiert an; bei 53 Prozent finden sie lediglich vereinzelt oder projektbezogen statt. Dass der Handlungsdruck erkannt ist, zeigt der Blick nach vorn: Für 2027 erwarten 26 Prozent der Unternehmen deutlich steigende und weitere 54 Prozent etwas steigende Investitionen in die KI-Weiterbildung.

 

Weiterbildung muss strategisch und praxisnah sein

Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Bedienwissen. Zukunftssicherung und Innovationskraft sind für 92 Prozent der Befragten wichtige Kriterien für Investitionen in KI-Weiterbildung, der konkrete Bezug zu aktuellen Projekten und Anwendungsfällen für 91 Prozent. Die Studie zeigt damit, dass Qualifizierung eng mit der Unternehmensstrategie und dem konkreten Arbeitsalltag verbunden werden sollte. Weiterbildung kann ihren Nutzen vor allem dann entfalten, wenn Mitarbeitende lernen, passende Einsatzmöglichkeiten zu erkennen, KI in bestehende Abläufe zu integrieren und Ergebnisse kritisch zu bewerten.

Grafik zu internen KI-Weiterbildungsangeboten in Unternehmen. 24 Prozent bieten regelmäßige und strukturierte KI-Weiterbildung an, 53 Prozent vereinzelt oder projektbezogen, 19 Prozent planen entsprechende Angebote und 4 Prozent bieten keine Weiterbildung an. Häufigste Formate sind interne Schulungen (62 Prozent) und Onlinekurse beziehungsweise E-Learning (55 Prozent).


Akzeptanz entsteht durch Orientierung und klare Regeln

Zugleich bestehen bei der Einführung von KI spürbare Vorbehalte: 40 Prozent nennen die Angst um den eigenen Arbeitsplatz, 38 Prozent einen möglichen Kontrollverlust und 34 Prozent eine Überforderung durch die neue Technologie. Auch bei den Qualitätsstandards zeigt sich Handlungsbedarf: Nur 41 Prozent verfügen über verbindliche und klar dokumentierte Guidelines, während 47 Prozent lediglich teilweise oder uneinheitlich umgesetzte Vorgaben haben. Transparente Regeln, verständliche Zuständigkeiten und die frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden können dazu beitragen, Unsicherheiten abzubauen und Anwendungssicherheit zu stärken.

Der Mensch bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Die Studie macht deutlich: KI wird dann zum Effizienzhebel, wenn Unternehmen Technologie, klare Regeln und Kompetenzaufbau zusammendenken.  Dafür sollten Unternehmen Mitarbeitende frühzeitig einbinden, konkrete Anwendungsfälle mit passenden Weiterbildungsangeboten verbinden und die Fähigkeit zur kritischen Prüfung von KI-Ergebnissen stärken. So kann aus der technischen Verfügbarkeit von KI ein sicherer und nachhaltiger Einsatz in den täglichen Arbeitsprozessen werden.

Sie wollen mehr erfahren?

Die kostenfreie Management Summary des aktuellen B2BEST Barometer können Sie hier herunterladen. Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

Außerdem findet heute (1.10.) um 14 Uhr der kostenfreie ECC WEB TALK „Die KI-Lücke schließen: Warum der B2B-Handel jetzt neue Kompetenzen braucht“ statt, bei dem die Studienergebnisse zu Nutzen, Kompetenzstand und Qualifizierungsbedarf kompakt eingeordnet werden. Hier noch kurzfristig anmelden.

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