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31. August 2021
Stefan Willkommer, Mitbegründer und CEO von TechDivision

Warum ist eine Digitalstrategie auch im Mittelstand heute fast unabdingbar? Diese Frage beantwortet Stefan Willkommer, Mitgründer und CEO von TechDivision, im Interview. Er verrät außerdem, worauf sich die Teilnehmer:innen des ECC FORUM DIGITAL am 29. September freuen können und wieso man ihren Vortrag zusammen mit dem TechDivision-Kunden EGLO auf keinen Fall verpassen sollte.

Nicht erst die Coronakrise hat Digitalisierung vorangetrieben. Warum ist es so wichtig heutzutage, eine Digitalstrategie zu haben?

Im Prinzip kann man sich das wie beim Hausbau vorstellen. Ohne einen durchdachten Plan wird es in den meisten Fällen ziemlich schwierig werden, am Ende ein zielführendes Ergebnis zu erhalten. Gerade die Coronakrise hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig die Digitalisierung inzwischen für nahezu jede Unternehmensgröße und Branche geworden ist und es gibt unzählige Ansätze sowohl technologisch als auch methodisch, die hier verwendet bzw. verfolgt werden können. Dabei ist nicht jedes Vorgehensmodell oder Technologie für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet. Zudem hängt das Ganze auch ganz entscheidend vom digitalen Reifegrad des jeweiligen Unternehmens ab. Unternehmen A ist beispielsweise bereits seit 10 Jahren mit einem digitalen Vertriebskanal erfolgreich vertreten, während Unternehmen B bislang noch keinerlei Berührungspunkte hatte. In der Konsequenz werden die Anforderungen und Ansätze für Unternehmen A häufig komplett anders aussehen als für Unternehmen B. Eine Digitalstrategie hilft dabei, den Status Quo des jeweiligen Unternehmens mit den entsprechenden Zielen in Einklang zu bringen und auf dieser Basis und unter Berücksichtigung von Faktoren wie dem vorhandenen Skillset aber auch Budgetvorgaben einen zielführenden und bestmöglichen Digitalisierungsansatz zu verfolgen. Ohne eine vernünftige Digitalstrategie ist die Gefahr, hier Geld und Potential zu verschwenden, sehr hoch.

Auch im Mittelstand steht E-Commerce bei vielen im Fokus. Welchen Herausforderungen begegnet ihr beim Rollout von E-Commerce-Plattformen?

Insbesondere der Mittelstand hat durch Corona die Notwendigkeit und die Vorteile von E-Commerce in nahezu allen Branchen, sowohl im B2C- als auch verstärkt im B2B-Sektor erkannt. War es vor einigen Jahren gerade auch im B2B-Umfeld häufiger noch damit getan, mit entsprechenden Standards zu starten, erhöhen sich die Anforderungen aber vor allem auch die Erwartungen durch die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmenden Ansprüche der Kund:innen fortlaufend. Darüber hinaus ist es auch so, dass die Menge an Daten überproportional zunimmt und häufig entsprechende Silos vorherrschen, die eine übergreifende und sinnvolle Datennutzung kaum oder nur mit hohem Aufwand ermöglichen. Aus unserer Sicht wird es daher zukünftig immer wichtiger werden, Ansätze zu finden, um Daten möglichst in Echtzeit zu harmonisieren, zu synchronisieren und möglichst zentral zur Nutzung bereit zu stellen.

Online spielt vor allem die Product Experience eine entscheidende Rolle. Welche Maßnahmen habt ihr getroffen, um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden?

Wie bereits erwähnt nehmen die Kundenerwartungen unabhängig von Branchen und Ausrichtung bzw. Zielgruppe immer weiter zu. Kund:innen erwarten inzwischen möglichst durchgängige, digitale Einkaufserlebnisse über alle relevanten Touchpoints hinweg. Hierzu spielen Daten eine immer größere Rolle. Während man früher auch mal Bauchentscheidungen getroffen hat, werden Entscheidungen heutzutage richtigerweise immer häufiger auf Basis der immer umfangreicheren Daten getroffen. Hier gilt es zum einen Ansätze zu finden, um die sehr häufig noch vorherrschenden Datensilos aufzubrechen, ein übergreifendes Verständnis über vorhandene Daten, deren Verwendung bzw. Verwendungsmöglichkeiten zu schaffen und schlussendlich auch Technologien zu implementieren, die eine bestmögliche und übergreifende Datennutzung erlauben. Das Ganze soll am Ende immer dazu dienen, die Kundenbedürfnisse optimal zu befriedigen. 

Beim ECC FORUM DIGITAL werdet ihr berichten, wie der Leuchtenhersteller EGLO die Grundlage für die digitale Zukunft geschaffen hat. Warum sollte man euren Vortrag auf keinen Fall verpassen?

Das EGLO-Projekt ist aus unserer Sicht insofern besonders interessant, weil die Ausgangslage beim Kunden vor einigen Jahren symptomatisch für ein mittelständisches Unternehmen war. Es gab verschiedene, digitale Angebote aber keine einheitliche Digitalstrategie, unterschiedlichste Tools und Technologien und verschiedenste Datensilos. EGLO war klar, dass digitaler Erfolg in Zukunft von höchster Bedeutung sein wird und hat sich entschieden hier sehr konsequent vorzugehen und die Digitalisierung in den Fokus zu rücken. Während des Projektes, das inzwischen bereits über mehrere Jahre läuft, konnte eine Vielzahl an Erfahrungen, Learnings und Best-Practices gesammelt werden, über die wir im Rahmen unseres Vortrages beim ECC FORUM DIGITAL sprechen und einen Blick hinter die digitalen Kulissen den Leuchtenherstellers geben möchten.

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