Innenstädte verlieren an Anziehungskraft: Passantenfrequenzen stehen unter Druck und liegen vielerorts unter Vorkrisenniveau. Shopping-Angebote allein reichen nicht mehr, sind aber weiterhin Hauptgrund für den Innenstadtbesuch. Gastronomie wird zum unverzichtbaren Leistungsbaustein – ohne attraktive Gastro kein attraktiver Handelsstandort. Gleichzeitig verlagern viele Konsument:innen ihre Einkäufe in den Onlinekanal oder in Fachmarktzentren und Outlets – auch bezogen auf innenstadtrelevante Sortimente. In besondere Weise gilt dies für den Fashion-Bereich, der gleichwohl die innerstädtische Leitbranche darstellt. Eine schwierige Situation.
Doch das Handelsszenario 2030+ macht deutlich: Innenstädte haben Potenzial, wenn sie sich wandeln, bisweilen neu erfinden. Denn rund 60 Prozent der Menschen besuchen sie grundsätzlich gerne, viele fühlen sich aber durch mangelnde Aufenthaltsqualität und andere Barrieren abgeschreckt. Erfolgsfaktoren sind Aufenthaltsqualität, Multifunktionalität und Erlebnis. Handel, Gastronomie, Kultur, konsumfreie Räume und andere Nutzungen müssen hierbei ineinandergreifen und gemeinschaftlich positive Innenstadterlebnisse schaffen. Der isolierte Fokus auf einzelne Funktion ist antiquiert, denn Innenstadtbesuche sind schon heute durch ein interdependentes Geflecht von Verbundaktivitäten charakterisiert.
Für Händler heißt das: Engagement statt Einzelkämpfertum. Kooperationen mit Gastronomie, Events und Pop-up-Formaten sind ebenso gefragt, wie Beteiligung am „Gemeinschaftsprojekt Innenstadtattraktivierung und Besucheraktivierung“. Wer die Innenstadt als Erlebnisraum versteht, kann Frequenz zurückholen – und sich vom reinen Versorgungsfokus lösen.

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