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Heiße Sommer sorgen vermehrt für gesundheitliche Beschwerden bei Patient:innen und stellen Apotheken vor hitzebedingte Herausforderungen. Abwärtstrend der Konjunkturindizes zur aktuellen Geschäftslage und -entwicklung hält an.

Während die Temperaturen sinken und deutschlandweit der Herbst Einzug hält, blicken wir auf einen Sommer mit zahlreichen Hitzerekorden zurück. Der Klimawandel war in den Sommermonaten deutlich spürbar und auch Apotheken hatten mit einigen Herausforderungen im Zusammenhang mit den steigenden Temperaturen zu kämpfen. Welchen Einfluss die steigende Erderwärmung auf die Branche hat, untersucht der APOkix in seiner Septemberausgabe. Die Zahlen sprechen für sich: Drei Viertel der befragten Apothekeninhaber:innen fühlen sich in ihren Apotheken schon jetzt vom Klimawandel stark oder zumindest in Teilen betroffen.

Hitzewellen beeinflussen Patientenanliegen

Die hohen Temperaturen im Sommer 2022 sorgten nicht nur für gute Laune in der Bevölkerung. Vielen Menschen machte die ungewohnte Hitze zu schaffen, was auch die befragten Apotheker:innen bei ihren Kund:innen beobachten konnten. 65 Prozent bestätigen, dass in diesem Sommer die Nachfrage nach Medikamenten zur Linderung von Kreislaufproblemen und Schwindel gestiegen ist. Auch gegen Kopfschmerzen (58 %) und Probleme beim (Ein-)Schlafen (56 %) suchten die Patient:innen vermehrt Abhilfe. Vermehrt nachgefragt wurden auch Produkte zum Insektenschutz und zur Behandlung von Insektenstichen (64 %).

Transport und Lagerung als Herausforderung

Der Transport und die Lagerung von Arzneimitteln müssen fachgerecht erfolgen. So ist u.a. der Schutz der Medikamente vor zu hohen Temperaturen unabdingbar. Neun von zehn Apothekeninhaber:innen (91 %) sehen sich aufgrund der hohen Außentemperaturen deshalb gezwungen, ihre Apotheken mittels Klimaanlagen stark zu kühlen, auch wenn dies die Energieeffizienz negativ beeinflusse. Zudem geben 73 Prozent an, ihre Kund:innen aktiv zur Lagerung von Medikamenten bei hohen (Außen-)Temperaturen zu beraten. Besorgt zeigen sich 83 Prozent der Befragten, dass bei der Endverbraucherbelieferung durch den Versandhandel bei großer Hitze Probleme hinsichtlich der Kühlung der Arzneimittel auftreten könnten. Dementsprechend fordern rund zwei Drittel, dass der Gesetzgeber strengere Auflagen zur Kühlung von Arzneimitteln bei Transport und Lagerung formuliert (65 %) und dass die Aufsichtsbehörden die Einhaltung der Auflagen stärker kontrollieren (63 %).

Neue Tiefpunkte der Konjunkturindizes

Der Abwärtstrend des Konjunkturindex zur aktuellen Geschäftslage zieht sich fort. Er sinkt mit 82,5 Punkten im September auf den tiefsten Wert seit 12 Monaten (109,06 im September 2021). Auch der Indexwert für die erwartete Geschäftsentwicklung erreicht mit einem Minus von 10,9 Punkten einen neuen Tiefpunkt: Von 59,4 Punkten im August fällt er auf 48,5 Punkte im September.

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Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 75 Prozent der Apothekeninhaber:innen fühlen sich in ihrer Geschäftsführung vom Klimawandel stark oder zumindest teilweise betroffen.
  • 65 Prozent mussten diesen Sommer vermehrt Patient:innen aufgrund von Kreislaufproblemen und Schwindel versorgen.
  • 91 Prozent sehen sich aufgrund der hohen Außentemperaturen gezwungen, ihre Apotheken mittels Klimaanlagen stark zu kühlen, auch wenn dies die Energieeffizienz negativ beeinflusst.
  • 73 Prozent beraten ihre Kund:innen aktiv zur Lagerung von Medikamenten bei hohen (Außen-)Temperaturen.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage liegt im September bei 82,5 Punkten.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten sinkt im September auf 48,5 Punkte.

Über den APOkix

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber:innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im September wurden im Zeitraum vom 05.09.2022 bis zum 19.09.2022 insgesamt 165 Apothekeninhaber:innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer:innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit Apotheken in Zeiten des Klimawandels. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

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