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Produkte zur Selbstmedikation bei Grippe- und Erkältungskrankheiten in Apotheken beliebt. Beratung dankbar angenommen, Preissensibilität und Wettbewerbsdruck nehmen zu. Überwiegend positive Erfahrungen mit Angebot von Grippeschutzimpfungen. Konjunkturindizes steigen.

In der Grippe- und Erkältungszeit ist die Apotheke vor Ort für viele Patient:innen eine wichtige Anlaufstelle. Die aktuelle Ausgabe des Apothekenkonjunkturindex (APOkix) zeigt: Rund zwei Drittel der Grippe- und Erkältungspatient:innen besuchen die Apotheke, um dort nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (sogenannte OTC-Produkte) zur Selbstmedikation zu kaufen bzw. sich beraten zu lassen (64 %), 36 Prozent möchten ausschließlich ein Rezept einlösen. Laut den befragten Apothekeninhaber:innen nehmen Grippe- und Erkältungspatient:innen die Beratung zur Behandlung ihrer Beschwerden dankbar an (94 %) und kaufen empfohlene Produkte meistens auch direkt vor Ort (96 %).

Preissensibilität bei Produkten zur Selbstmedikation

Der Verkauf von Produkten zur Selbstmedikation bei Grippe- und Erkältungskrankheiten spielt für den Ertrag der Apotheken nach Aussage von 80 Prozent der Apothekeninhaber:innen eine wichtige Rolle. Der OTC-Durchschnittsbon von Grippe- und Erkältungspatient:innen liegt nach Angaben von 64 Prozent der Apotheken zwischen 10 Euro und 20 Euro, ein Drittel verzeichnet Durchschnittsbons von über 20 Euro (34 %). Lediglich in knapp drei Prozent der Apotheken liegt der durchschnittliche Bon unter 10 Euro. Die Mehrheit der Befragten beobachtet jedoch eine wachsende Preissensibilität der Kundschaft bei Medikamenten zur Linderung von Grippe- und Erkältungsbeschwerden (75 %) und gibt an, nicht mit der aggressiven Preispolitik von Versendern und Drogeriemärkten mithalten zu können (88 %).

Grippeschutzimpfung in Apotheken überwiegend positiv

Seit Oktober 2022 dürfen Apotheken Grippeschutzimpfungen in der Regelversorgung anbieten. Von den befragten Apotheken bietet aktuell jede Vierte diesen Service an (25 %). Und das Angebot wird angenommen: 79 Prozent der impfenden Apotheken verzeichnen in der aktuellen Impfsaison eine hohe Nachfrage nach Grippeschutzimpfungen. Nach Einschätzung von 89 Prozent erreichen Apotheken damit viele Menschen, die sich sonst nicht gegen Grippe impfen lassen würden. Von den bislang nicht impfenden Apotheken planen 23 Prozent dies zukünftig zu tun. Hemmnisse waren bislang vor allem organisatorische und bürokratische Hürden, Personalmangel, mangelnde wirtschaftliche Attraktivität und drohende Konflikte mit lokalen Arztpraxen. Letztere haben sich nach Erfahrung von 70 Prozent der impfenden Apotheken nicht bestätigt. Wirtschaftlich attraktiv sind Grippeschutzimpfungen aktuell jedoch nur für jede fünfte Apotheke (21 %).

Konjunkturindizes steigen an

Im Februar entwickeln sich die Konjunkturindizes positiv: Der Index zur Beurteilung der aktuellen Geschäftslage steigt von 59,5 Punkte auf 61,9 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate klettern im Februar um 8,5 auf 54,0 Punkte.

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Über den APOkix

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber:innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im Januar wurden im Zeitraum vom 12.01.2026 bis zum 25.01.2026 insgesamt 121 Apothekeninhaber:innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer:innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die aktuelle Befragung beleuchtet die Lieferengpassproblematik im Vergleich zum Vorjahr. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im Shop des IFH KÖLN kostenfrei heruntergeladen werden.

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