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Herausforderungen prägen Markt für Fashion und Accessoires weiterhin. Umsatz wächst 2025 leicht auf 58,5 Milliarden Euro. Sportbekleidung verzeichnet unter den Warengruppen mit 4,8 Prozent das höchste durchschnittliche jährliche Wachstum seit 2019. KI-Beratung erhöht Druck auf Wettbewerb. Lange prägender Trend um Casual- und Sportstyles im Wandel zu Smart Casual.

Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten prägen weiterhin das Konsumverhalten in Deutschland: Mehr als jede:r zweite Konsument:in (54 Prozent) sorgt sich aktuell darum, den eigenen Lebensstandard langfristig halten zu können. Die Folge: Konsumausgaben werden bewusster priorisiert, nicht alltagsnotwendige Anschaffungen häufiger aufgeschoben – auch zulasten von Bekleidung und Schuhen. Trotz der angespannten Konsumstimmung konnte sich der Markt für Fashion & Accessoires insgesamt stabil entwickeln. Das zeigt der neue Branchenbericht Fashion von IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung: Im Jahr 2025 erreichte er ein Marktvolumen von 58,5 Milliarden Euro und wuchs damit erneut leicht gegenüber dem Vorjahr. Wachstumsimpulse gingen zuletzt insbesondere von Sportbekleidung aus, doch hier deutet sich ein Wendepunkt an. Für 2026 rechnen die Marktexpert:innen mit einem weiteren moderaten Anstieg auf 58,8 Milliarden Euro.

„Inflation sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten führen dazu, dass Konsument:innen Mode deutlich bewusster, strategischer und zunehmend saisonunabhängig einkaufen. Gefragt sind vor allem vielseitig kombinierbare Produkte mit eindeutigem, längerem Nutzwert. Zudem steht der Fashionmarkt durch Entwicklungen wie Agentic Shopping, den wachsenden Secondhandmarkt und das Abflachen einzelner Trendbewegungen unter zusätzlichem Druck. Für Anbieter wird es daher entscheidend, Sortimente, Stilkonzepte und Mehrwerte konsequent an die individuellen Erwartungen der Konsument:innen anzupassen“, so Lukas Reischmann, Manager Strategieberatung bei der BBE Handelsberatung.

Sportbekleidung stark nachgefragt

Ein Blick auf die Warengruppen zeigt: Sportbekleidung bleibt gefragt und erzielt seit 2019 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,8 Prozent. Neben funktionalen Eigenschaften profitieren sportliche Produkte vor allem von ihrem Image, das für Aktivität, Gesundheit und einen naturnahen Lebensstil steht. Auch Berufsbekleidung entwickelte sich positiv und legte zwischen 2019 und 2025 jährlich um durchschnittlich 1,9 Prozent zu. Gründe hierfür sind unter anderem funktionale und „professionelle“ Styles, die zunehmend auch im privaten Umfeld getragen werden, etwa bei Schuhen. Dagegen verliert Kinderbekleidung weiter an Bedeutung: Sinkende Geburtenzahlen wirken sich spürbar auf die Nachfrage aus und führen zu rückläufigen Umsätzen.

KI-Beratung und Smart Casual prägen den Fashionkauf

Bereits heute nutzen 35 Prozent der Konsument:innen KI-Chatbots häufiger als klassische Suchmaschinen oder Plattformen. Künstliche Intelligenz dürfte damit auch im Modekauf künftig eine wachsende Rolle spielen. Schon jetzt ermöglichen KI-gestützte Systeme ganzheitliche Beratungslösungen – von der Stilberatung über Produktauswahl bis hin zu virtuellen Anproben – und erhöhen damit den Wettbewerbsdruck, insbesondere für stationäre Händler. Zudem befindet sich ein langanhaltender Trend der Branche rund um Casual- und Sportstyles aktuell im Umbruch und verschiebt sich in Richtung „Smart Casual“.

„Casual- und Sportstyles sind nicht rückläufig, verändern sich aber deutlich. Fehlender Individualität in Outfits wird zunehmend durch bewussteres Kombinieren und gezieltes Styling entgegengewirkt – reiner Komfort reicht vielen Konsument:innen nicht mehr aus. Sneaker werden beispielsweise wieder häufiger durch Loafer oder Ballerinas ersetzt. Das neue Casual ist damit eher ein Smart Casual, wovon insbesondere hochwertigere Sortimentsbereiche wie Accessoires künftig wieder stärker profitieren könnten“, prognostiziert Carina Habke, Projektmanagerin am IFH KÖLN.

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Balkendiagramm zum Marktvolumen des deutschen Fashionmarkts von 2018 bis 2026 (2026 prognostiziert) in Millionen Euro. Nach einem Corona‑bedingten Einbruch 2020 steigt das Marktvolumen wieder kontinuierlich an und erreicht 2025 rund 58,5 Milliarden Euro. Für 2026 wird ein moderater Zuwachs auf 58,8 Milliarden Euro erwartet. Quelle: IFH KÖLN und BBE Handelsberatung.

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Über die Studie

Der „Branchenbericht Fashion“, Jahrgang 2026, des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung zeigt die Veränderungen der vergangenen Jahre im Gesamtmarkt Fashion und Accessoires auf. Die Studie liefert detaillierte Ergebnisse zu Umsatz- und Vertriebsstrukturen und folgende Daten:

  • Marktvolumen auf Endverbraucherebene 2018 bis 2026
  • Neun Warengruppen* – Entwicklung, Wachstumstreiber
  • Vertriebswegeprofile, Vertriebsstrukturen 2018 bis 2025
  • Marktprognose 2026 bis 2030
  • Prognose der Vertriebswege 2026 bis 2030

* Die neun Warengruppen sind wie folgt: Berufsbekleidung, Damenbekleidung, Herrenbekleidung, Kinderbekleidung, Accessoires, Pelze- /Lederbekleidung, Sportbekleidung, Schuhe, Wäsche/Badeartikel/Strümpfe.

Die komplette Studie kann im Shop des IFH KÖLN heruntergeladen werden.

Über die BBE Handelsberatung

Die BBE Handelsberatung mit Hauptsitz in München und Niederlassungen in Hamburg, Berlin, Köln, Leipzig, Erfurt und Stuttgart berät seit über 70 Jahren Handelsunternehmen aller Betriebsgrößen und Betriebsformen, Einkaufskooperationen, Verbundgruppen und die Konsumgüterindustrie sowie die Immobilienwirtschaft und Kommunen. Im Verbund der BBE Handelsberatung, IPH Handelsimmobilien und elaboratum New Commerce Consulting reicht das Beratungsportfolio der 180 Branchen-, Standort-, E-Commerce- und Immobilien-Experten von Strategieentwicklung, Markt- und Standortanalysen, Image- und Kundenforschung bis hin zu Projektentwicklung und Centermanagement. Analyse- und Prognosemethoden werden kontinuierlich optimiert, Wissenschaft und Praxis verzahnt, um auf diese Weise kompetent Handlungsempfehlungen geben zu können.

Mehr unter: www.bbe.de

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