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22. Juni 2026

Die Anforderungen an B2B-Unternehmen steigen. Prozesse sollen effizient laufen, Systeme sicher funktionieren und Daten jederzeit verfügbar sein. Gleichzeitig nehmen technologische Abhängigkeiten, regulatorische Anforderungen und wirtschaftliche Unsicherheiten zu. Damit wird digitale Resilienz immer mehr zu einer Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit im Handel. Das zeigt das aktuelle B2BEST Barometer des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit synaigy und OVHcloud.

Modernisierungsdruck in der IT nimmt zu

Es zeigt sich, dass sich die Herausforderungen in der IT nicht getrennt voneinander betrachten lassen. Hohe IT-Kosten, fehlende personelle Ressourcen und veraltete Software zählen zu den größten Belastungsfaktoren in den befragten B2B-Unternehmen. Gleichzeitig ist der Aufwand für IT-Sicherheit und für die Integration neuer Systeme hoch. Genau darin zeigt sich ein zentrales Spannungsfeld: Händler müssen ihre digitale Infrastruktur modernisieren, um leistungsfähig und widerstandsfähig zu bleiben. Doch gerade diese Modernisierung bindet Zeit, Budget und Know-how. Wenn Systeme nicht sauber zusammenspielen, Daten nur mit großem Aufwand übertragen werden können und neue Anwendungen sich nur schwer anbinden lassen, entstehen Reibungsverluste, die nicht nur Prozesse verlangsamen, sondern auch die Anpassungsfähigkeit im Markt einschränken.

Horizontales Balkendiagramm zu IT-Herausforderungen in B2B-Unternehmen: Höchste Werte entfallen auf hohe Wartungs- und Betriebskosten (39 %) und fehlende personelle Ressourcen (38 %). Weitere Herausforderungen sind eingeschränkter mobiler Zugriff (34 %), veraltete Software (33 %) sowie Probleme bei Datensicherung, Innovationsfähigkeit und IT-Sicherheit (jeweils rund 28 %).

Flexible Systeme werden zur strategischen Grundlage

Zwar setzt bereits mehr als ein Drittel auf API-Management, die Hälfte der B2B-Unternehmen nutzt aber weiterhin Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Das ist relevant, weil gerade die Flexibilität von Schnittstellen darüber entscheidet, wie schnell Händler auf neue Anforderungen reagieren können. Dass 70 Prozent der befragten Großhändler und Hersteller ihre Investitionen in die IT-Systemlandschaft im kommenden Jahr steigern wollen, zeigt deshalb: Der Handlungsbedarf ist erkannt. Gleichzeitig agieren kleinere Unternehmen deutlich zurückhaltender. Gerade dort wird sichtbar, wie groß die Herausforderung ist, strategische Notwendigkeit und operative Möglichkeiten miteinander zu vereinbaren.

Torten-Diagramm zu geplanten IT-Investitionen: 70 % der B2B-Unternehmen erwarten steigende Investitionen im kommenden Jahr, 24 % gehen von gleichbleibenden Ausgaben aus und 6 % erwarten sinkende Budgets. Überschrift betont steigende Investitionen, insbesondere bei größeren Unternehmen.

Datenkontrolle wird zum Kern digitaler Souveränität

Digitale Resilienz bedeutet jedoch nicht nur technische Stabilität, sondern auch die Kontrolle über kritische Ressourcen. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen messen digitaler Souveränität schon heute eine hohe Bedeutung bei und in den kommenden Jahren wird dieses Thema weiter an Relevanz gewinnen. Besonders wichtig ist den Unternehmen dabei die Kontrolle über die eigenen Daten. Dahinter steckt eine klare strategische Logik: Wer Kundendaten, Produktdaten und zentrale Prozesse nicht selbst ausreichend steuern kann, macht sich von einzelnen Anbietern, Plattformen oder auch geopolitischen Rahmenbedingungen abhängig. 61 Prozent der B2B-Unternehmen setzen aktuell auf einen Mix aus europäischen und nicht-europäischen Lösungen. Das ist nachvollziehbar, geht aber mit Risiken einher. Vor allem rechtliche Unsicherheiten, der mögliche Verlust der Datenkontrolle und geopolitische Entwicklungen werden als sensible Faktoren wahrgenommen.

Was Großhändler und Hersteller jetzt tun können

Für Händler bedeutet das vor allem, die eigene Systemlandschaft kritisch zu prüfen. Wo entstehen Reibungsverluste? Welche Schnittstellen sind zu starr? Und an welchen Stellen fehlen Transparenz, Standards oder klare Zuständigkeiten? Investitionen sollten deshalb nicht nur in neue Tools fließen, sondern vor allem in das Zusammenspiel der Systeme. Resiliente IT entsteht dort, wo Anwendungen flexibel erweiterbar, sicher betreibbar und im Störungsfall schnell stabilisierbar sind. Ebenso wichtig ist ein bewusster Umgang mit Daten. Wer weiß, wo kritische Daten liegen, welche Anbieter daran beteiligt sind und welche Abhängigkeiten daraus entstehen, kann Risiken besser bewerten und gezielter gegensteuern.

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Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

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