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Viele von der AvP-Pleite betroffene Apothekenleiter*innen fühlen sich nur unzureichend unterstützt – insbesondere die Politik ist gefordert. Die AvP-Pleite schwächt das Vertrauen in andere Rechenzentren und bringt nach Ansicht vieler Apotheker*innen auch die Arzneimittelversorgung in Gefahr.

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN im Oktober beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Insolvenz des Apothekenrechenzentrums „Apothekenabrechnungstreuhand von Platen GmbH (AvP)“ auf den deutschen Apothekenmarkt. 88 Prozent der im Rahmen des APOkix befragten Apothekenleiter*innen geben an, dass die eigene Apotheke nicht oder nur gering von der Insolvenz betroffen ist. Nach dem Ausbleiben der Abschlagszahlungen haben nur 37 Prozent der von der Insolvenz betroffenen Apotheken rechtlichen Beistand gesucht.

Zunehmende Forderung nach Unterstützung

Im deutschen Apothekenmarkt wird der Ruf nach Unterstützung infolge der Insolvenz des Rechenzentrums AvP immer lauter. 90 Prozent der Befragten sind sich einig, dass die betroffenen Apotheken derzeit nur unzureichend von Politik und Ärzte-/Apothekerbank unterstützt werden. Um die Existenz der von der Insolvenz des Rechenzentrums AvP betroffenen Apotheken zu sichern, bestätigen 86 Prozent der Befragten, dass ein Rettungsschirm der Politik dringend notwendig wäre. Infolge der Insolvenz sehen 65 Prozent die Arzneimittelversorgung in Deutschland in Gefahr. Knapp zwei Drittel geben außerdem zu, dass die AvP-Pleite dazu geführt hat, dass auch das Vertrauen in andere Rechenzentren gesunken ist.

Betroffene Apotheken leiden unter Liquiditätsengpässen

Etwas mehr als die Hälfte der von der Insolvenz betroffenen Befragten gibt an, dass sie mit hohen finanziellen Verlusten in der eigenen Apotheke rechnen müssen. Nur bei 45 Prozent schürt die Aussicht auf Kreditlinien und Überbrückungskredite durch die Ärzte-/Apothekerbank die Hoffnung, dass die entstandenen Liquiditätsengpässe ausgeglichen werden können. Dennoch glaubt nur ein Drittel der Betroffenen, dass die Insolvenz existenzbedrohend für die eigene Apotheke sei.

Geschäftslage der Apotheken bleibt stabil

Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage im Oktober steigt im Vergleich zum Vormonat leicht an, um 1,0 Punkte auf 65,7 Punkte. Verglichen zum Vorjahresmonat ist damit dennoch ein deutliches Minus von 16,3 Punkten zu verzeichnen. Die Einschätzung der erwarteten Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten verändert sich im Vergleich zum Vormonat kaum. Der Index sinkt gegenüber dem Vormonat nur leicht, um 0,1 Punkte auf 56,6 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem minimalen Minus von 0,2 Punkten.

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Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 88 Prozent geben an, dass die eigene Apotheke nicht oder nur gering von der Insolvenz des Rechenzentrums AvP betroffen ist.
  • 90 Prozent sind sich einig, dass die betroffenen Apotheken derzeit nur unzureichend von Politik und Ärzte-/Apothekerbank unterstützt werden.
  • 65 Prozent der Befragten sehen die Arzneimittelversorgung in Deutschland infolge der Insolvenz des Rechenzentrums AvP in Gefahr.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage steigt im Oktober auf 65,7 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten sinkt im Oktober auf 56,6 Punkte.

 

Über den APOkix 

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH Köln ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber*innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im Oktober wurden im Zeitraum vom 05.10.2020 bis zum 19.10.2020 143 Apothekenleiter*innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer*innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit dem Insolvenzantrag des Rechenzentrums Apothekenabrechnungstreuhand von Platen GmbH. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

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