Neues aus der Handelswelt
Mit Forschung und Beratung erfolgreich im Handeln
#Verstehen
#Planen
#Machen
#Teilen
Expertise für Handel im digitalen Zeitalter
Menu
Studien und Marktdaten zum Kauf / Download
Studien
Daten
Spannende Projekte aus der IFH Welt
DIe EVENTS DES IFH KÖLN

Botendienste sind Standard in Vor-Ort-Apotheken und leisten einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Coronapandemie und zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen. Die mangelnde Kostendeckung wirft Fragen zur Höhe des Botendienstzuschlags auf.

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN im November zeigt: Botendienste gewinnen deutlich an Bedeutung für Vor-Ort-Apotheken in Deutschland und werden von der großen Mehrheit der Apotheken (98 %) angeboten. Dabei sind sich mehr als zwei Drittel der im APOkix befragten Apothekeninhaber*innen sicher, dass der eigene Botendienst auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber Versandapotheken sein kann.

Botendienste können bei Eindämmung der Coronapandemie helfen

97 Prozent der befragten Apothekeninhaber*innen sind überzeugt, dass Apotheken mit ihren Botendiensten einen wichtigen Beitrag zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen vor COVID-19 leisten. Denn Botendienste werden vor allem von älteren Kund*innen genutzt und können nach Angaben der Befragten zur Minimierung des Risikos einer Infektion mit dem Coronavirus beitragen, da Kund*innen Medikamente und Rezepte nicht mehr vor Ort abholen müssen – der Kontakt zu anderen Menschen wird somit eingegrenzt.

Mangelnde Kostendeckung der Botendienste

Die Kostendeckung der Botendienste ist für viele Vor-Ort-Apotheken bisher unzureichend. 91 Prozent der im APOkix befragten Apothekeninhaber*innen geben an, dass ein Botendienstzuschlag in Höhe von 2,50 Euro nicht ausreichend sei, um die anfallenden Kosten eines Botendienstes zu decken. Die breite Mehrheit der Befragten (96 %) ist außerdem der Meinung, dass die Einführung einer dauerhaften Vergütung des Botendienstes ein wichtiger Schritt sei, um regionalen Versorgungsengpässen vorzubeugen. Vor allem dünn besiedelte oder ländliche Gebiete könnten davon profitieren.

Geschäftslage wieder auf Talfahrt

Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage im November sinkt erstmals seit Juli auf nunmehr 62,8 Punkte – ein Minus gegenüber dem Vormonat von 2,9 Punkten. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist ein deutlicher Rückgang um 36,7 Punkte zu verzeichnen. Auch die Einschätzung der erwarteten Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten fällt gegenüber dem Vormonat deutlich um 7,2 Punkte auf aktuell 49,4 Punkte. Dies entspricht einem Minus von 12,7 Punkten im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Wörter der Meldung: 322    
Zeichen (inkl. Leerzeichen): 2.452

Grafik APOkix November Botendienste in deutschen Apotheken

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 98 Prozent der Befragten bieten derzeit Botendienste für rezeptpflichtige Medikamente in ihrer Apotheke an.
  • 97 Prozent sind der Meinung, dass Apotheken mit ihren eigenen Botendiensten einen wichtigen Beitrag zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen vor COVID-19 leisten.
  • Für 91 Prozent der Befragten ist ein Botendienstzuschlag in Höhe von 2,50 Euro nicht ausreichend, um die anfallenden Kosten des Botendienstes zu decken.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage sinkt im November auf 62,8 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten sinkt im November auf 49,4 Punkte.

 

Über den APOkix 


Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH Köln ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber*innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im November wurden im Zeitraum vom 02.11.2020 bis zum 16.11.2020 164 Apothekenleiter*innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer*innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit Botendiensten. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

Newsletter handel im fokus

Holen Sie sich die neueste Forschungserkenntnisse und aktuelle Themen, Trends und Hintergründe rund um Einzel-, Großhandel und E-Commerce wöchentlich in Ihr Postfach.
cartmagnifiermenu