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Wie entwickelt sich der deutsche Onlinehandel?

Autor: Hansjürgen Heinick | Datum:

Das Onlinewachstum ist ungebrochen. Weiterhin sind steigende Wachstumsraten zu verzeichnen und auch das absolute Wachstum legt weiter zu. Der folgende Beitrag nimmt den Onlineumsatz detailliert in den Blick und klärt was den Markt besonders antreibt.

Onlinemarktvolumen wächst um 12 Prozent

Der deutsche Onlinehandel wächst um 12 Prozent auf 47 Milliarden Euro (2015). Auch für 2016 ist mit einem weiteren Anstieg und erstmals mit einem Umsatzvolumen von über 50 Milliarden Euro (Hochrechnung 2016: 52,3 Milliarden Euro) zu rechnen. Das interessante dabei ist: Das absolute Wachstum nimmt weiter zu. Nach plus 4,3 Milliarden Euro 2014 sind es nun innerhalb eines Jahres fünf Milliarden (2015) mehr und auch im laufenden Jahr 2016 werden voraussichtlich weitere  5,3 Milliarden Euro hinzukommen. Damit wurde 2015 nahezu jeder zehnte Euro im Einzelhandel über den Onlinekanal umgesetzt (Anteil des Onlinehandels am Einzelhandelsumsatz: 9,9 %).

Umsatzzuwachs im Onlinehandel 2011 bis 2015 in Mrd. Euro
Quelle: IFH Köln, Branchenreport Onlinehandel, 2016; Hochrechnung (H)

Auch etablierte Sortimente wachsen online weiter zweistellig

Dabei können viele Segmente im Onlinehandel als etabliert bezeichnet werden. Von Büchern mal ganz abgesehen wird auch bei Consumer Electronic-Produkten sowie Fashion & Accessoires fast ein Viertel des Umsatzes im Onlinehandel erwirtschaftet. Was dann allerdings etwas überrascht: Selbst diese etablierten Segmente wachsen im Onlinehandel weiter zweistellig – mit Ausnahme von Büchern.

Wachstumsdynamik der Sortimentsbereiche im Onlinehandel – CAGR 2010-2015 und 2013-2015
Quelle: IFH Köln, Branchenreport Onlinehandel, 2016

Auf deutlich niedrigerem Niveau geht indes die Treiberfunktion mehr und mehr auf die bisher weniger prosperierenden Sortimente über. Vor allem bei Möbeln, im Bereich Heimwerken sowie in Teilbereichen der FMCGs (Fast Moving Consumer Goods) sind die Wachstumsraten mitunter weit überdurchschnittlich. Anders als in früheren Zeiten sorgen derzeit insbesondere die auch aus der Old-Economy bekannten Market Player für Impulse – so z. B. Ikea oder Otto bei Möbeln oder die großen Baumärkte im Heimwerkerbereich. Das gleiche gilt für Lebensmittel des täglichen Bedarfs, wo Rewe seine Position im Bereich Onlinelieferservices weiter ausbaut. Doch auch andere Wettbewerber drängen in diesen Markt. Nicht nur Kaufland testet aktuell die Lieferung (in Berlin und Hamburg), sondern auch der in Deutschland bis dato branchenfremde Player Amazon steht mit Amazon Fresh in den Startlöchern.

Prognose: Knapp 80 Milliarden Euro Onlinehandelsumsatz im Jahr 2020

Die einzelnen Segmente werden auch das künftige Wachstum des Onlinehandels unterschiedlich stark beeinflussen. Die Prognose (Trend) des IFH Köln für jeden der 45 Konsumgütermärkte und zusammengefasst für den Onlinehandel insgesamt zeigt, dass der Onlineumsatz bis zum Jahr 2020 ein Volumen von 79,4 Milliarden Euro erreicht. Das durchschnittliche jährliche Wachstum zwischen 2015 und 2020 beträgt elf Prozent. Der Anteil des Onlinehandels am Einzelhandel wächst dabei auf 15,2 Prozent im Jahr 2020 an.

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Der IFH-Branchenreport „Onlinehandel 2016“ beschäftigt sich detailliert mit Onlineumsätzen, Marktanteilen und Onlinevertriebswegen in 9 Sortimentsbereichen und 45 Konsumgütermärkten. Die Studie enthält Zahlen zu Entwicklungen 2010 bis 2015/16, Prognosen bis 2020, Potenziale in unterschiedlichen Szenarien, Informationen zur Marktbedeutung von Amazon, eBay und anderen Marktplätzen sowie Daten zu den Themen Multi-Channel Retailing, Online-Shopper, Mobile-Shopping und weiteren Trends.

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Sneak Peak in die Daten

Einen ersten Vorgeschmack, welche Daten Sie in der Studie erwarten, erhalten Sie über unseren kostenfreien Download. Bei Rückfragen hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder melden Sie sich bei Hansjürgen Heinick.